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Der rote Faden in der Logistik

Logistik, Roche, Trainee-Programm, Metoren-Programm, Quelle: sxc.hu, Autor: mikekorn

Logistik, Roche, Trainee-Programm, Metoren-Programm, Quelle: sxc.hu, Autor: mikekorn

Als sich mein Studium dem Ende näherte, dachte ich eigentlich, mein Karriereweg würde sich in einem der großen Automobilunternehmen fortsetzen. In der Zeit der Diplomarbeit beschäftigte ich mich jedoch näher mit der Frage nach dem richtigen Unternehmen und dem richtigen Job. Als ich hinter die Kulissen der Trainee-Programme schaute, stellte ich schnell fest, dass es große Unterschiede gibt. Man muss wohl zwischen klassischen Nachwuchskräfte-Programmen und Führungsnachwuchskräfte- Programmen unterscheiden.
 

Trainee und Mentee
 Daher bewarb ich mich bei Roche Diagnostics und startete nach einem relativ zügigen Bewerbungsprozess als Trainee im "Management Start Up Global Logistics". Mein Trainee- Programm dauerte zwei Jahre und führte mich in unterschiedliche Unternehmenssparten. Während dieser Zeit nutzte ich die Möglichkeit zu einem Auslandseinsatz und wurde von Christof Schröder, einem der Hauptabteilungsleiter der Globalen Logistik, als Mentee betreut.
 

Auf nach Penzberg
 Bei meinen Projekten an unterschiedlichen Standorten des Unternehmens lernte ich, mich zügig in komplexe Zusammenhänge einzudenken und diese auf die wichtigsten Aspekte zusammenzufassen. So führte mich mein erstes Projekt an den Standort Penzberg südlich von München. Meine Aufgabe bestand vor allem darin, eine globale Sourcing- Strategie für so genannte Hochrisiko-Materialien zu entwickeln. Das sind Materialien, die zwar wichtig sind, aber sehr knapp und daher schwierig zu beschaffen. Dabei unterstützte ich die Einheit "Rohstoff-Einkauf direkte Güter".
 

Blick durch die Auto-Brille
 Zu Beginn hatte ich immer noch meine "Automobil-Brille" auf und verstand nur mit Mühe, welche Wirkungsfelder das Unternehmen Roche bietet und welche Produkte es herstellt und vertreibt. Die mir bekannten bisherigen logistischen Anforderungen an Zwischenerzeugnisse oder Endprodukte umfassten Transportschutz und Qualität. Qualität bekam bei Roche jedoch eine ganz andere Bedeutung. Plötzlich war es wichtig, nach Produktlaufzeiten zu schauen, zum Beispiel bei Produkten mit einer Haltbarkeit von wenigen Monaten, oder nach Kühltemperaturen und Kühlketten beim Transport. Die Produkte waren nun teils pflanzlich oder organisch und sollten helfen, Leben zu retten. Und nicht nur, diese angenehm auszuschmücken.
 

Handlungsempfehlungen für Indianapolis
 Eines meiner späteren Projekte brachte mich an den Standort Indianapolis in den USA. Dort analysierte ich die aktuellen logistischen Prozesse vom Wareneingang bis zum Warenaus- gang und formulierte im Anschluss eine Handlungsempfehlung über meine Erkenntnisse. Eine zusätzliche Lernerfahrung war es auch, sich auf die Kultur der Amerikaner einzustellen.
 

Hilfe durch den Mentor
 Meine Projekte waren teils sehr strategisch und stark operativ - abhängig von Aufgabenstellung und Einsatzort. Sie dauerten meist etwa drei bis vier Monate. Kontakte zu knüpfen und Ansprechpartner zu finden war nicht nur eine wichtige Aufgabe innerhalb der Projekte, sondern ist auch heute eine hilfreiche Stütze aus der Trainee-Zeit. Während der gesamten Zeit stand mir dabei mein Mentor für fachliche und persönliche Fragen jederzeit zur Verfügung.
 

Training bei Rhetorik-Gurus
 Die Weiterentwicklung der Soft Skills stand bei vielen Trainee-Seminaren im Fokus. Teils wurde der Schwerpunkt auf die Kommunikation und Rhetorik gelegt, beispielsweise bei den Seminaren "Stimme und Persönlichkeit" bei einem bekannten Rhetorik-Trainer oder bei Kommunikations- oder Verhandlungs- Seminaren. Außerdem bezog sich die Weiterbildung noch auf Entwicklung der Projekt-Tätigkeiten wie in Seminaren zum Projektmanagement.
 

Der rote Faden im Trainee-Programm
 Rückblickend betrachtet ist es für mich faszinierend zu sehen, wie es unser Logistik-Management geschafft hat, einen "roten Faden" durch meine doch sehr unterschiedlichen Projekte zu ziehen, und mich so gut auf meine heutige Funktion vorzubereiten. Im Anschluss an mein Trainee-Programm wurde ich Leiterin der Kommissionierung in der operativen Logistik am Standort Mannheim. Die Tätigkeit als Vorgesetzte macht mir sehr viel Spaß und bietet nun zusätzliche Lernfelder. Neben dem Prozessmanagement ist vor allem die Personalführung eine spannende Herausforderung, auf die ich jedoch im "Management Start Up Programm" vorbereitet wurde und bei der ich auch jetzt aktiv unterstützt werde.

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