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Für die Niere reist Silke nach Japan

Silke beim Get-together in Tokushima (Quelle: e-fellows.net)

Silke beim Get-together in Tokushima (Quelle: e-fellows.net)

Mit der Doktorarbeit auf Kongressreise

 Als Mitglied im Doktorandenkolleg "Lead Structures of Cell Function" des Elitenetzwerkes Bayern kann ich Reisemittel für Kongressreisen beantragen. So besuchte ich schon einige internationale und nationale Physiologen-Kongresse; zum Beispiel in Paris, Hannover, Köln oder Gießen. Dort präsentierte ich die neuesten Daten zu meiner Promotion oder hielt einen Vortrag. Doch dieses Mal ging es nach Japan; zum Internationalen Symposium "On exocrine secretion" nach Tokushima und zum internationalen Physiologen-Kongress nach Kyoto.
 

Japanische Experten, chinesische Doktoranden

 Voller Neugierde, aber auch etwas aufgeregt, flog ich am 22. Juli nach Osaka. Schließlich wusste ich nicht, was mich in Japan in Bezug auf Land, Kultur, Sprache, Leute und Klima erwarten würde. Der erste Eindruck: 30 Grad mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit. Von Osaka ging es mit dem Bus weiter nach Tokushima auf der Insel Shikoku, wo das 11. Internationale Symposium "On exocrine secretion" stattfand. Auf dem Programm standen Vorträge von Experten auf diesem Forschungsgebiet - hauptsächlich von Japanern. Durch ihre Beiträge erfuhr ich von einigen neuen Konzepten und Inhalten. Beim Get-Together am ersten Abend lernte ich zwei Chinesinnen kennen, die in Japan promovieren, sowie eine Doktorandin aus Dänemark. Mit ihnen führte ich in den Mittags- und Kaffeepausen in vielerlei Hinsicht sehr interessante Gespräche. Wir unterhielten uns über das jeweilige Promotionsprojekt, die Bedingungen und den Ablauf einer Promotion in China beziehungsweise Dänemark, den Lohn und die Laborausstattungen. Die beiden Chinesinnen haben wir auch viel über das Leben und die Kultur in Japan und China erzählt, was ich sehr spannend fand.
 

Mit dem Bus Japan entdecken

 Im Anschluss an das dreitägige Symposium hatten die Veranstalter eine Busfahrt organisiert, die mit ein paar Zwischenstopps von Tokushima nach Kyoto führte. Auf dieser Bustour bekamen wir einige Eindrücke von der Kultur, der Bevölkerung und dem Essen in Japan. Wir besuchten eine typische Indigo-Färberei, ein japanisches Puppentheater und bestaunten die "Whirlpools" unter der Onaruto Bridge. In der Mittagspause ging es in ein japanisches Nudelrestaurant, wo wir auf dem Boden sitzend mit Stäbchen Nudeln und Miso-Suppe aßen - ein tolles Erlebnis. Nach der Weiterfahrt über die größte Hängebrücke der Welt, die Akashi-Kaikyo-Brücke, stand am nächsten Tag der Physiologen-Kongress in Kyoto bevor.
 

Denkanstöße für die Promotion

 Veranstaltungsort war das internationale Konferenzzentrum in Norden der Stadt. Das sechstägige Programm bestand jeweils aus vier bis sechs parallelen Sessions, die sämtliche Gebiete der Physiologie abgedeckt haben. Ich habe mir aus dem Programm alle Vorträge zur Kanal- und Nierenphysiologie herausgesucht. Der Großteil der Vorträge war sehr gut – tolle neue Daten, übersichtlich dargestellt und verständlich präsentiert. Dadurch konnte ich auch einige Ideen und Anstöße für meine Promotion sammeln. Allerdings fiel es mir schwer, das Englisch von manchen japanischen Vortragenden zu verstehen. Während des Kongresses habe ich einige Kontakte zu Wissenschaftlern aus der ganzen Welt geknüpft - vielleicht entwickelt sich daraus das ein oder andere Netzwerk.

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