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Reise in das juristische Neuland

Praktikantengruppe bei Hengeler Mueller

Praktikantengruppe bei Hengeler Mueller

Am 18. Juli 2005 begann für sechzehn Studenten das diesjährige Sommerpraktikum bei der Frankfurter Kanzlei Hengeler Mueller. Die angehenden Juristen trafen sich im Konferenzraum in der 16. Etage mit einem wunderschönem Blick auf die Skyline Mainhattans. Von den nächsten sechs Wochen hatten wir sehr unterschiedliche Vorstellungen: Der eine glaubte, trotz sehr guter Ergebnisse in der Uni den kommenden Anforderungen niemals standhalten zu können. Andere meinten, nun die Bestätigung sämtlicher Vorurteile bezüglich Großkanzleien zu erhalten. Und manch einer fragte sich noch, ob der Tausch Büro und Schönfelder gegen Urlaub und Sonne eine wirklich gute Idee gewesen war.
 

Juristisches Neuland entdecken
 Heute sind wir uns alle einig: Es war die richtige Entscheidung, direkt nach Semesterende von der Unibank auf den Bürostuhl zu wechseln und die Juristerei auf höchstem Niveau in der Praxis kennen zu lernen. Wir wurden mit sehr anspruchsvollen Aufgaben betraut, die jeder von uns als Herausforderung, niemals jedoch als Bürde empfand. Weil wir jeweils von zwei Tutoren betreut wurden, die sich zumeist mit unterschiedlichen Schwerpunkten befassten, durften wir in einer Vielzahl von Rechtsgebieten arbeiten. Das brachte uns nicht nur die Arbeits- weise eines Anwalts in einer großen Wirtschaftskanzlei näher. Zusätzlich konnten wir juristische Gebiete kennen lernen, die einem in der Uni nicht begegnen.
 

Partnern und Associates über die Schulter schauen
 Klassische Praktikantenarbeiten wie Kaffeekochen oder Kopieren kamen niemals vor, die Lernkurve ging daher steil nach oben. Die wöchentlich stattfindenden "Corporate Breakfasts" unterstützten diesen Effekt. Ein Partner oder ein Associate führte uns in seinen Tätigkeitsbereich ein und veranschaulichte ihn mit Fällen aus der Praxis. So lernten wir in den sechs Wochen den juristischen Ablauf von Mergers & Acquisitions (Fusionen und Unternehmenskäufe) kennen, begleiteten die Emission neuer Wertpapiere und entwarfen Prospekte und Schriftsätze zu kniffligen Haftungs-, Arbeits-, Marken- oder Insolvenzrechtsfragen.
 

In Gruppenarbeit zum Unternehmenskauf
 Schließlich konnten wir unser neu erworbenes Wissen in einer Fallstudie testen. In Gruppen betreuten wir unseren ersten Unternehmenskauf und waren von der Due Diligence (Prüfung der Ertrags- und Geschäftslage sowie der Jahresabschlüsse eines Unternehmens zum Beispiel bei Aktienemissionen) über die Erstellung eines Kaufvertrag-Mark-ups bis zur Unterschrift live dabei. Unsere Ergebnisse wurden dann mit einem Associate und einem Counsel besprochen. Dank des Englischunterrichts konnten wir unsere Kenntnisse im Wirtschafts- und Rechtsenglisch vertiefen und Verträge aus dem Common Law besser verstehen. Ausflüge zur Deutschen Börse und zur Deutschen Bank ermöglichten einen guten Blick über den juristischen Tellerrand hinaus.
 

Praktikanten-Luxus: Dinner und Golf
 Für den nötigen Ausgleich sorgten unsere "Social Events". Wir genossen den Blick über Frankfurt vom Maintower aus, erlebten echte Frankfurter Küche im "Wagner's", verbrachten den Feier- abend bei Cocktails in der "Sansibar" und betätigten uns sportlich auf dem Golfplatz. Dies war mit Sicherheit unser Highlight und wurde von einem hervorragenden Dinner in der Frankfurter Botschaft gekrönt. So hatten wir stetig das Gefühl, herzlich in der Kanzlei empfangen zu werden.
 

Motivation lässt Stunden schmelzen
 Ein Vorurteil wurde schließlich doch bestätigt: die langen Arbeitszeiten. Doch obwohl viele Stunden im Büro meist als negativ angesehen werden, müssen sie nicht immer eine Be- lastung sein. Denn die Motivation ist sehr groß, wenn man mit interessanten Fällen und Mandaten betraut wird und sich mit verantwortungsvollen und spannenden Rechtsfragen ausein- andersetzt. So verging die Zeit wie im Flug. Die sehr gute Atmosphäre innerhalb der Kanzlei hat ebenfalls dazu beige- tragen, dass die Stunden im Büro nicht zur Last wurden. Wir haben ein angenehmes und freundliches Arbeitsklima erlebt, in dem der arrogante und eingebildete Wirtschaftsjurist eigentlich nie vorkam. Ich hatte das Gefühl, dass alle mit Spaß und Ehr- geiz bei der Sache sind. Wir sind nach dem Motto verfahren: "Nur wer sich echt begeistern kann, ein Riesenwerk bemeistern kann."

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