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Steuern und Unternehmenskauf

Erfahrungsbericht, Steuerrecht

Erfahrungsbericht, Steuerrecht

 

Titel und Thema der Veranstaltung

Bewerbertag Steuerrecht bei Clifford Chance

 

Wo und wann das Event stattfand

8. und 9. November 2007 in Frankfurt am Main

Teilnehmer und Unternehmensvertreter

Als Unternehmensvertreter waren Dr. Stefan Menner und Dr. Thomas Gasteyer, Partner bei Clifford Chance, sowie Annette Maaßen vom Personalmarketing dabei. Außerdem nahmen 16 (angehende) Juristen an der Veranstaltung teil.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

Ich habe aus zwei Gründen an der Veranstaltung teilgenommen: Erstens wollte ich schon länger an einer Veranstaltung einer Großkanzlei teilnehmen, um einen Eindruck von der Arbeitsweise dort zu bekommen. Zweitens wollte ich das angewandte Steuerrecht in der Praxis erleben.

Uniwissen vertiefen

Obwohl Steuerrecht sowohl im Jura- als auch im BWL-Studium zu den "lebensnäheren" Fächern gehört, ist es spannender in der Praxis zu sehen, wie sich der Alltag eines Juristen mit Schwerpunkt Steuerrecht gestaltet. An der Uni erwirbt man eher Wissen in Form von Bausteinen, die je nach Situation abgerufen werden. Das Steuerrecht in seiner ganzen Komplexität muss man nie wirklich anwenden, um der Lösung auf die Spur zu kommen. Spätestens bei der Behandlung von Fällen, in denen man einzelne Normen auf ihre Verfassungsmäßigkeit prüft, hat man an der Uni das Gefühl, dass einem etwas vorenthalten wird. Das relevante Wissen wird nicht sehr praxisnah vermittelt.

Wie die Veranstaltung abgelaufen ist

Schon vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung machten sich die Teilnehmer miteinander bekannt. Auch Dr. Stefan Menner und Annette Maaßen von Clifford Chance waren bei diesem ersten Kennenlernen dabei. Die eigentliche Veranstaltung begann mit einer Einführung über Kanzlei, Alltag und Möglichkeiten für Referendare bei Clifford Chance. Danach folgten verschiedene Vorträge. Hier lag der Schwerpunkt auf der Rolle des Beraters und den steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten beim Unternehmenskauf.

Mitmachen gefragt

Nachdem wir bei den Vorträgen eher passive Konsumenten waren, bildeten wir anschließend vier Gruppen - jeweils zwei Käufer- und Verkäuferparteien - und wurden selbst aktiv. In den Gruppen bereiteten wir eine Steuerklausel beim Unternehmenskauf vor, die anschließend dem Gegenpart verkauft werden sollte. Dies erwies sich mitunter als schwierig, aber durch die Teilnahme eines Partners von Clifford in jeder Gruppe war es auch sehr amüsant.

Interessante Fakten

Die Komplexität des Steuerrechts wurde an einem gespielten Unternehmenskauf eindrucksvoll dargestellt. Die meisten Teilnehmer verfügten zwar über steuerrechtliche Vorkenntnisse, bei dieser Veranstaltung aber wurden eine neue Sichtweise vermittelt und vorhandene Wissensbausteine zu einem einheitlichen Bild zusammengeführt. Darüber hinaus lernte man natürlich auch andere interessante Fakten kennen - zum Beispiel, dass die Einstellung des Gesetzgebers bezüglich des Unternehmenserwerbs anderer Unternehmen eher fraglich ist, wenn man sich VZ 2008 in § 8c KStG ansieht.

Ausklang mit fliegendem Essen

Abgerundet wurde der Tag durch eine Zusammenkunft von Teilnehmern und Vertretern der Kanzlei in der "Halle der Helden". Der Abend wurde uns mit Wein, Cocktails und "vorbeifliegendem" Essen versüßt.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle

Eine Veranstaltung mit einer derart hohen Dichte an Vorträgen verlangt ein gewisses Maß an steuerrechtlichem Vorwissen. Wichtig ist vor allem eine wirtschaftliche Denkweise. Hilfreich ist auch ein Interesse an Finanzmathematik bzw. Unternehmensbewertung und betrieblichem Rechnungswesen (Buchungssätze).

Mein persönliches Fazit

Eine knackige, informative und anspruchsvolle Veranstaltung, die man uneingeschränkt an steuerlich Vorgebildete und Interessierte weiterempfehlen kann.

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