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Chancen erkennen und ergreifen

Beachtliche Biografien

Beeindruckt zeigten sich die 24 Teilnehmerinnen am 25. Power Breakfast insbesondere von den Werdegängen der beiden Referentinnen. Denn die geschilderten Biografien sind mehr als beachtlich: Nicole Engesser Means absolvierte nach ihrem Abitur zunächst ein einjähriges Studium der chinesischen Sprache. Nach Abschluss ihres Jurastudiums arbeitete sie als Fachanwältin für Arbeitsrecht bei Bruckhaus Westrick Stegemann. Seit 1998 ist sie Partnerin bei Clifford Chance in Frankfurt. Manuela Mackert arbeitete nach dem Studium der Rechtswissenschaften in verschiedenen Bereichen der Deutschen Telekom AG, bevor sie 2001 zu Amadeus, einer Lufthansa Tochter, wechselte. Seit 2004 ist sie Vice President Human Resources Management im Bereich Labour Law & Labour Relations Services bei T-Systems International.

Die Devise: Zugreifen, wenn sich Chancen bieten

"Müssen solche Karrieren geplant werden oder regelt sie der Zufall?" Die Antwort auf die Frage einer Teilnehmerin war für uns beruhigend: Keine der beiden Referentinnen hatte ihre berufliche Laufbahn zu Studienzeiten bereits ausgeklügelt. "Man muss zugreifen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt. Wichtig ist aber, auf sie vorbereitet zu sein," so Nicole Engesser Means. Birgit Friske, Unternehmensgast aus dem Bereich Human Resources/Development von T-Systems International, gab uns den Ratschlag, nicht über zu viele Jahre hinweg akademische Laufbahnen zu verfolgen. Vielmehr sollten wir so früh wie möglich ins Berufsleben einsteigen und uns dann weiter orientieren. Auch dort gibt es laut Birgit Friske zahlreiche Türen, die sich öffnen und vielversprechende Chancen bieten, die ohne die vorhergehende Berufserfahrung gar nicht vorstellbar gewesen wären.

Das Frauenproblem: Selbstmarketing

In einem weiteren Punkt waren sich die Referentinnen einig: "Frauen haben häufig Probleme mit dem Selbstmarketing. Dadurch fallen sie in die üblichen Klischees hinein." Gerade leises Sprechen und "In-der-Ecke-Stehen" sind laut Aussagen der Referentinnen in einer männerdominierten Berufswelt völlig fehl am Platz. Stattdessen müssten Frauen lernen, im Berufsleben selbstbewusst aufzutreten und sich durchzusetzen. Dabei ist es auch erlaubt, die männliche Neugier zu wecken: "Für das Selbstmarketing kann ein kleines, selbstsicheres Eigenlob genügen," so Manuela Mackert. Dass hierbei der weibliche Charme nicht zu kurz kommen darf, wurde von beiden Referentinnen bestätigt. Aber keine Sorge: Auch die Referentinnen mussten Schritt für Schritt erst lernen, sich zu präsentieren und sich an die überwiegend männliche Arbeitswelt anzupassen.

Mehr Chancen in der freien Wirtschaft

Ohne Beschönigungsversuche bestätigten die anwesenden arbeitenden Mütter, dass Kinder die Karrieremöglichkeiten im Regelfall einschränken, wenn für eine bessere Kinderbetreuung eine Teilzeittätigkeit vereinbart wird. Laut Marion Marquardt, die als Unternehmensgast beim Power Breakfast dabei war, erfordert die Doppelbelastung ein gut ausgearbeitetes Zeitmanagement. Obwohl der öffentliche Dienst die Vereinbarkeit von Kind und Karriere sicherlich erleichtert, kann sich die Juristin aus dem Corporate Finance bei Clifford Chance eine Beschäftigung in diesem Bereich nicht vorstellen. Unter nachdrücklicher Zustimmung der beiden Referentinnen zieht sie ein flexibles Arbeitsleben in der freien Wirtschaft, das neue Chancen eröffnet, dem starren Behördensystem vor.

Fazit: Karrieren sind individuell

Besonders begeistert waren wir Teilnehmerinnen von den offenen und ehrlichen Antworten der Referentinnen und Unternehmensgäste. Dadurch war es uns möglich, ein realistisches Bild von den Höhen und Tiefen des Berufsalltags zu bekommen. Die Tipps, die sie uns gaben, haben uns weitergeholfen. "Mir ist insbesondere deutlich geworden, dass Karrieren anderer nicht kopierfähig sind. Jede muss schauen, was sie für sich möchte und was sich ihr bietet, und diesen Weg dann gehen," lautete das Fazit einer Jurastudentin.

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