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Campus University Adelaide

Campus University Adelaide

Der Flug nach Australien ist lang, aber auch ohne Stop-over zu schaffen. In Adelaide angekommen, wird man auf Wunsch von der Uni abgeholt und in eine zeitweilige Unterkunft gebracht. Dieses Angebot anzunehmen ist auf jeden Fall empfehlenswert: Freundliche Mitarbeiter der Uni, die vom Flug und den Quarantäne-Kontrollen geräderte Studenten gerne wieder aufbauen, erwarten einen am Flughafen.
 

Starthilfe im 'Survival Pack'
 Ausgestattet mit einem 'Survival Pack', Informationen über Uni und Stadt, Müsliriegel, Tütensuppe und etwas zu trinken, wird man im Royal Adelaide Hospital (RAH) abgeliefert. Der Residential Wing des Krankenhauses dient der Uni als Unterkunft. Die meisten Zimmer sind ohne Klimaanlage. Man bekommt also die Hitze des australischen Sommers direkt zu spüren. Das RAH liegt sehr zentral und in unmittelbarer Nähe der Uni. Das ist besonders in der Orientation-Week (kurz: O-Week) sehr geschickt: Man kann so das kostenlose Frühstück und Mittagessen auf dem Campus nutzen.
 

Wo wohnen?
 Im RAH ist man für eine Woche untergebracht. Das reicht aus, um sich in Ruhe nach einer Wohnung umzuschauen. Die Wohnungssituation ist entspannter als in Tübingen, außerdem hilft das International Office mit Accomodation Kursen, Recherchedatenbanken und kostenlosen Telefonen bei der Suche. Die schwarzen Bretter sind ebenfalls eine gute Möglichkeit um WG's zu finden. Ich habe in Thebarton nahe am River Torrens gewohnt. Am Fluss entlang waren es
 zehn Minuten mit dem Fahrrad zur Uni und somit auch zur Innenstadt. Ich habe in einer WG mit zwei Australiern gewohnt. Um die Sprache besser zu lernen und mehr Aussies kennen zu lernen ist das sicher die beste Option.
 

O-Walk und O-Week
 Vor Semesterbeginn gibt es die bereits erwähnte O-Week. O-Week ist die ideale Zeit, um in das Unileben einzutauchen und Leute kennen zu lernen. Es gibt viele Informationsveranstaltungen, die Vereine stellen sich vor und auf dem Campus sind
 viele Parties und Konzerte. Vereine spielen an einem australischen Campus eine sehr große Rolle. Dort kann man Sport treiben und an vielen sozialen Aktivitäten teilnehmen. Die Vereine sind auch eine gute Möglichkeit, ohne eigenes Transportmittel das Land kennen zu lernen. So macht zum Beispiel der Mountainclub regelmäßig lohnende Ausflüge. Darunter ist der O-Walk ein Erlebnis, das ich nur jedem empfehlen kann!
 

Kaffee und Kuchen im German Club
 Die Auswahl an Aktivitäten scheint unbegrenzt: Es gibt Tauchen, Klettern, Surfen, Wasserski oder auch so ausgefallene Sportarten wie Cricket und Lacrosse. Wer den Aussies Deutschland ein wenig näher bringen möchte und gerne Kaffee und Kuchen
 genießt, ist im German Club richtig. Einem Club beizutreten kostet in der Regel 10 Australian Dollar für zwei Semester.
 

Alt aussehen auf dem Campus
 Allgemein fühlt man sich am Campus manchmal, besonders aber während der O-week, etwas alt. Die meisten Australier, die das Studium anfangen, sind zwischen 17 und 19 Jahren alt. Deswegen gibt es während dieser Zeit Alkohol nur mit ID und alle Campus-Parties enden um 24 Uhr. Abgesehen davon ist es sehr schön auf dem Campus: Mit einer Mischung aus schattigen Plätzen, Rasenflächen, alten und neuen Gebäuden schafft er eine angenehme Studienatmosphäre. Es gibt Möglichkeiten etwas zu essen, eine Bar, Bücher und billige CDs zu kaufen. Die Bibliothek ist groß und gut ausgestattet. Hin und wieder finden kostenlose oder zumindest billige, typisch australische Barbecues (Barbies) veranstaltet von diversen Clubs.
 

Mitarbeit gefordert
 Ich studiere Physik und habe in Adelaide am Center for Subatomic Structures of Matter (CSSM) eine zehnmonatige Forschungsarbeit gemacht. Die wenigen Dozenten, die ich dabei kennen gelernt habe, waren alle sehr freundlich und hilfsbereit. Die Studienatmosphäre war noch entspannter als in Tübingen, allerdings wird in den Kursen während des Semesters mehr Mitarbeit in Form von Assignments verlangt als hier. Für Physikstudenten, die sich für Quantenfeldtheorie interessieren, kann ich Adelaide nur empfehlen.
 Das CSSM ist dafür der wohl beste Platz auf der Südhalbkugel und exzellent ausgestattet. Für den Bereich Lattice Gauge Theory steht ein Großrechner zur Verfügung und die Dozenten sind - ebenso wie die Arbeitsatmosphäre - kurz gesagt genial.
 

Neben jeder Kirche steht in Pub
 In der Informationsmappe, die das International Office zu Beginn ausgibt, sind auch Adressen der verschiedenen Foodcourts enthalten. Das billigste und authentischste asiatische Essen bekommt man an der Markthalle. Dort gibt es auch außerhalb des Foodcourts einige asiatische Schnellimbisse.
 Der viel zitierte Satz: 'Adelaide ist die Stadt der Kirchen und neben jeder Kirche steht ein Pub' trifft die Situation ganz gut. Zentren des Nachtlebens sind die Rundle Street und North Adelaide. Es gibt aber darüber hinaus noch genug
 Pubs und Clubs zu entdecken. Die höchste Restaurantdichte hat wohl die Rundle Street.
 Ausgehen ist generell etwas billiger als in Deutschland und deutlich billiger als in Sydney und Melbourne.
 

Auf zum 'Barbie'
Adelaide ist im Grunde genommen ein großes Dorf, aber genau diese ruhigere Atmosphäre sorgt für sehr angenehme Studienbedingungen. Trotzdem sollte man neben dem Studieren Freizeitausgleich nicht vergessen. Als da wären: Tauchen, Klettern, Bushwalking und Surfen; sämtliche Outdoor-Aktivitäten stehen bei den Aussies hoch im Kurs. Natürlich darf auch hin und wieder ein Barbie (BBQ) nicht fehlen.
 

Ausflugstipps
Gegenden, die sich unbedingt für Ausflüge lohnen, sind unter anderem Kangaroo Island (KI), die Flinders Ranges, die Grampians und das Barossa Valley. Für weitere Anregungen kann ich den 'Lonely Planet Australia' wärmstens empfehlen.
Der Aufenthalt in Adelaide war aus meiner Sicht einmalig. Ich kann die Stadt und die Uni nur empfehlen.
 
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung - am besten per E-Mail an mich.

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