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It never rains in California

Universität Berlekey, Kalifornien, USA

Universität Berlekey, Kalifornien, USA

"It never rains in (southern) California". Das brachte Albert Hammond bereits in seinem Kultsong in den 70er Jahren zu Papier! Drei Jahrzehnte später habe ich nun auch die Möglichkeit, mich im Sonnenstaat Kalifornien aufzuhalten und das zu überprüfen. Leider besteht meine Zeit hier nicht aus Sonne, Strand und Meer. Meistens halte ich mich nämlich in den Laboratorien und Hörsälen der legendären Universität Berkeley auf.
 

Vorlesungen und Mitarbeit in der Forschung
 Das Besondere an diesem Programm ist, dass ich hier in Berkeley nicht nur die Möglichkeit habe, Vorlesungen zu besuchen, sondern auch in einer Arbeitsgruppe an der aktuellen Forschung mitarbeiten kann. Als sich diese Möglichkeit auch für mich ergeben hat, habe ich sie natürlich sofort ergriffen und das umständliche Bewerbungsverfahren auf mich genommen. Glücklicherweise hat alles gut geklappt, und ich bin nun seit August 2005 hier an der Westküste in Berkeley. Besonders die ersten Wochen waren nicht einfach, da ich noch nicht einmal eine Wohnung hatte. Aber es hat auch irgendwie Spaß gemacht, diese Herausforderungen zu meistern und sich über die kleinen Erfolge zu freuen. Ende August ging es dann auch schon mit den Vorlesungen und der Forschungsarbeit los.
 

Studierende kommen hier viel früher ins Labor
 Anders als in Deutschland kann der Student in Berkeley auf ein viel größeres Angebot an Spezialvorlesungen zurückgreifen. Das hängt meiner Ansicht nach auch stark damit zusammen, dass die Kursvorlesungen interdisziplinärer gestaltet sind, und es üblich ist, sich auch Vorlesungen von anderen Fakultäten anzuhören.
 Ich habe im ersten Semester eine Vorlesung über Elektronenmikroskopie und eine Festkörperphysikvorlesung gehört. Zwei Vorlesungen klingt zwar jetzt nicht so viel, aber sie waren sehr anspruchsvoll. Außerdem habe ich natürlich auch noch Zeit in meine Forschungsarbeit gesteckt, die sich mit der Synthese und Charakterisierung von so genannten Nanodrähten beschäftigt. Hier habe ich auch noch viel Glück gehabt, da ich von einem äußerst kompetenten Doktoranden viel über die entsprechenden Methoden gelernt habe und sie nun auch selber anwenden kann. Das ist wohl auch einer der größten Unterschiede zu Deutschland, dass die Studenten schon viel früher in die Labors kommen. Viele Undergrads (vergleichbar mit Studenten im Hauptstudium) haben hier auch schon eigene Veröffentlichungen herausgebracht, was in Deutschland meist Doktoranden und eventuell Diplomanden vorbehalten ist.
 

Fortschrittlicher Schmelztiegel
 Glücklicherweise habe ich aber zumindest am Wochenende noch etwas Freizeit, und so kann ich auch Land und Leute kennen lernen. Ich habe nur nette Leute kennen gelernt, mit denen man abends auch mal gerne ein Bier trinken geht. Dann aber allerhöchstens bis zwei Uhr, weil spätestens dann in Berkeley "die Lichter ausgehen". Berkeley ist, wie man schnell merkt, eher auf Arbeiten als auf Party ausgelegt. Man könnte zwar auch nach San Francisco fahren. Dann muss man aber den langen Weg über die Bay Bridge auf sich nehmen. Ansonsten ist hier in der ganzen Eastbay, das die Städte über San Francisco, Oakland und Berkeley, das amerikanische Idealkonzept eines Schmelztiegels sehr weit fortgeschritten: Der Anteil der ausländischen Bevölkerung, speziell an der Universität, ist riesig. Das ist aber auch sehr interessant, weil man viele Leute aus der ganzen Welt kennen lernt. Außerdem gilt die Eastbay als eine der schönsten Gegenden der USA, was auch für die Gründerväter der Uni Berkeley 1868 das Argument war, sie hier entstehen zu lassen.
 

Naturparks und Spielhöllen
 Manchmal habe ich dann glücklicherweise auch ein Wochenende komplett frei und kann andere tolle Städte und Regionen im Westen der USA besuchen. Am besten haben mir der Yosemite Nationalpark und auch die Spielhöllen von Las Vegas gefallen.
 Meine Weihnachtsferien habe ich dann schließlich noch bei Freunden in Austin, Texas, verbracht, wo wir am 1. Weihnachtsfeiertag bei 30 Grad Celsius in der Sonne lagen. In diesem riesigen Land gibt es eben nichts, was es nicht gibt. Vor allem diese Eigenschaft machen die USA auch so interessant und beeindruckend. Ich freue mich riesig auf die Abenteuer, die in der verbleibenden Zeit noch auf mich zukommen.
 

Ausland? Ja!
 Wenn du auch gerade überlegst, ob du mal ins Ausland gehen solltest, dann kann ich nur wärmstens empfehlen, es zu machen. Denn es ist einfach super interessant, und man erweitert auch seinen persönlichen Horizont stark.

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