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Alternative Fixantien gesucht

Roche, Labor, IHC, Diplomand, Quelle: Roche

Roche, Labor, IHC, Diplomand, Quelle: Roche

Anfang Januar habe ich mit meiner Diplomarbeit bei Roche begonnen und bin dazu von Stuttgart nach Penzberg in Oberbayern umgezogen. Bereits im Dezember hatte ich eine Ferienwohnung gemietet, direkt an den Alpen, 100 Meter über dem Tal gelegen und auf einem Hof mit fünf Häusern. Dort angekommen, fühlte ich mich als wäre ich gerade in den Urlaub gefahren und nicht zu meiner Diplomarbeit. Nur der Schnee fehlte noch, aber nicht mehr lange.
 

Der erste Tag

 An meinem ersten Tag als Diplomand wurde ich der ganzen Abteilung vorgestellt und sprach mit meinem Betreuer über die Organisation der Diplomarbeit. Bereits bei meinen Besuchen im Juli und Dezember hatten wir über das Thema gesprochen, ich hatte Literatur von Roche bekommen und diese ausführlich studiert. Wir wollten keine Zeit verlieren und bemühten uns noch am ersten Tag um Chemikalien für meine Diplomarbeit. Nach der Einarbeitungsphase standen diese dann zur Verfügung. Es wurde mir sehr schnell klar, dass ein gutes Zeitmanagement absolut notwendig ist.
 
 Als mein Betreuer zu mir sagte, ich solle eine Besprechung zu meiner Diplomarbeit mit den Experten der Abteilung organisieren, saß ich zunächst ohne Outlook-Kenntnisse vor meinem PC. Doch Andreas aus der Nachbargruppe war gleich hilfsbereit: Signatur erstellen, Terminkalender einsehen, Besprechungsanfrage senden. Schon war es geschafft.
 

Neue Geräte und neue Gesichter

 Im Laufe der ersten Wochen bei Roche musste ich mich zunächst an mein Arbeitsumfeld gewöhnen. Viele neue Geräte, noch mehr neue Gesichter und neue Aufgaben. Mir wurde klar, dass selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten für eine Diplomarbeit in der Industrie sehr wichtig sind. Aus der Laborarbeit im Studium glaubte ich hierfür gut gerüstet zu sein, doch die nötige straffe Organisation und noch mehr Planung als im Studium waren für mich eine Herausforderung. Am Anfang musste ich neue Labortechniken lernen und an vielen Besprechungen teilnehmen, um die Diplomarbeit zu planen. Außerdem nahm ich Kontakt zu anderen Gruppen auf, um Material und Hilfe zu organisieren. Mittlerweile sind mir die neuen Arbeitstechniken vertraut und ich bin gut in die Abteilung integriert. Allerdings wäre ich ohne die große Hilfsbereitschaft der MTAs in der Einarbeitungsphase manchmal recht hilflos gewesen.
 

Neuland: alternative Fixantien gesucht

 Auch mein Diplomarbeitsthema war für mich als Lebensmittel- chemiker Neuland. Es geht dabei nicht um vertraute chemische Analytik wie Hochleistungsflüssigkeits-Chromatographie, Gaschromatographie oder Massenspektrometrie, sondern um gewebsbasierte Bioanalytik. Genauer gesagt teste ich alternative Fixantien anstelle von Formalin, in dem Gewebe in der Pathologie normalerweise konserviert wird. Dabei untersuche ich Unterschiede im Hinblick auf Immunhistochemie und Nukleinsäureanalytik.
 
 Bislang habe ich Paraffinschnitte am Mikrotom hergestellt, klassische Zellfärbungen und IHC-Assays durchgeführt. In der zweiten Hälfte der Diplomarbeit werde ich dann die Erhaltung der Ribonukleinsäure, das ist das Template der Proteinbio- synthese, im Tumorgewebe mittels Polymerasekettenreaktion untersuchen. Hierzu konnte ich im April an einem LightCycler®-PCR-Kurs teilnehmen. Dieser fand bei Roche statt und war eine perfekte Vorbereitung für meine anstehenden Versuche.
 

Die Mühe lohnt sich

 Obwohl ich mich intensiv in das Thema einarbeiten musste, bin ich überzeugt, dass sich diese Mühe lohnt. Ich kann hier meine Kenntnisse erweitern und gewinne einen Überblick über die verschiedenen Forschungsfelder. Ich finde es faszinierend, wie viele neue Arbeitsfelder und -techniken ich in meinen ersten 100 Tagen bei Roche kennengelernt, gesehen und angewandt habe.
 

Fast wie Urlaub

 Neben der Diplomarbeit gibt es in Oberbayern viel zu erleben. Im Winter Skifahren auf dem Zugspitzplateau oder dem nahe gelegenem Lenggries. Im Sommer sind Wandern, Radfahren, Schwimmen und Laufen vor der Kulisse der Alpen und den vielen Seen der Region einfach ein Traum. Roche bietet auch verschiedene Betriebssportmöglichkeiten, wie zum Beispiel Badminton. Auf dem Praktikanten- und Diplomandenstammtisch habe ich viele nette Leute kennen gelernt.
 

Ein Platz im Boardinghouse

 Allen e-fellows, die eine vielseitige Diplomarbeit suchen, kann ich Roche empfehlen. Man kommt mit vielen verschiedenen Abteilungen in Kontakt und hat viele Möglichkeiten, sein Arbeitsfeld zu erweitern. Mit etwas Glück ergattert man auch einen der Plätze im begehrten Roche-Boardinghouse. Auch ich bin kürzlich dorthin gewechselt. Es ist nur drei Fahrradminuten vom Werksgelände entfernt.
 

Mein Fazit der ersten 100 Tage bei Roche

 Es war ein gelungener Start in meine Diplomarbeit und viele neue Aufgaben, die mich begeistert haben.

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    Hey Thorben! Das hört sich ja viel versprechend an:) Befinde mich derzeit im 2. Semester meines Masterstudiums in Biologie an der TUM und strebe auch an meine Masterarbeit bei Roche zu schreiben. Kannst du mir etwas über deine Erfahrungen mit dem Bewerbungsverfahren erzählen? Liebe Grüße JL