Partner von:

Harte Verhandlungen über sonnige Orangen

e-fellow Astrid über das Verhandlungstraining bei der Allianz [Quelle: sxc.hu, Autor: jadey919]

e-fellow Astrid über das Verhandlungstraining bei der Allianz [Quelle: sxc.hu, Autor: jadey919]

Titel und Thema der Veranstaltung

 "Verhandlungen erfolgreich führen" nach dem Harvard-Modell
 

Wo und wann das Event stattfand

 Das Seminar der Allianz mit Elfriede Schallert
 fand am 19. und 20. Juni 2008 in München statt.
 

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

 Ralf Hilscher, Verantwortlicher für das Personalmarketing bei der Allianz, betreute die 14 Teilnehmer gemeinsam mit Gerald Haderlein, Werkstudent im Personalmarketing. Geleitet wurde das Seminar von Elfriede Schallert, Organisations-, Gesund- heits- und Arbeitspsychologin. Neben fünf e-fellows.net- Stipendiaten nahmen auch neun Förderstudenten der Allianz und der Dresdner Bank an der Veranstaltung teil.
 

Unkonventionelle Eröffnung

 Herr Ralf Hilscher stellte uns kurz unsere Trainerin Elfriede Schallert vor, die bei der Allianz seit Jahren regelmäßig Seminare leitet. Die sympathische Wienerin eröffnete das Seminar mit einer unkonventionellen Vorstellungsrunde: Jeder sollte seinen Lebenslauf auf einer imaginären Karte abgehen. Gleich zu Beginn forderte sie eine ehrliche Selbsteinschätzung der Teilnehmer hinsichtlich ihrer bisherigen Verhandlungs- erfahrungen in Theorie und Praxis. Schon dabei wurde deutlich, dass Verhandlungen nicht nur im Berufsleben geführt werden, sondern auch privat häufig vorkommen - und dass die Teilnehmer sich an unterschiedlichen Enden der Skalen bewegten, was ihre Vorerfahrung anging. Das versprach spannend zu werden.
 

Die Grundsäulen des Harvard-Modells

 Der Einstieg in die Theorie begann mit der Unterscheidung verschiedener Verhandlungsstile: der weiche Stil, der harte Stil, die Kompromiss-Strategie und die sachbezogene Variante, die wir im Laufe des Seminars besser kennen lernen sollten. Wichtig war vor allem die Erkenntnis, dass es für jeden Stil die passende Situation gibt. Keiner ist grundsätzlich schlechter oder besser als der andere - nur angemessener und effektiver.
 
 Mit übersichtlichen Schaubildern brachte uns Elfriede Schallert die Grundsäulen des Harvard-Ansatzes näher. Wir lernten Mensch und Problem zu trennen, Interessen statt Positionen zu vertreten, möglichst viele verschiedene, kreative Optionen auf den Tisch zu legen und schließlich anhand objektiver Beurteilungskriterien "im Sinne der Sache die beste Lösung" zu finden.
 

Ach, deshalb...

 An diesem Vormittag gab es eine Menge Aha-Effekte. Vieles hatte man schon erlebt, unbewusst angewandt oder - häufiger - falsch gemacht. Nachdem sich die Theorie bei einem sehr leckeren Mittagessen in der modernen Kantine der Allianz etwas gesetzt hatte, folgte am Nachmittag ein erster Testlauf: Sunny Orangen, das erste Rollenspiel. Jeweils zwei Spieler mussten anhand vorgegebener Sachverhalte miteinander verhandeln, zwei weitere Teilnehmer gaben ihnen ein umfassendes Feedback.
 
 Ausgestattet mit viel theoretischem Wissen und sehr guten Unterlagen zum Nachlesen entließ uns Frau Elfriede Schallert gegen 18 Uhr in den sonnigen Fußballabend. In der Max-Emanuel-Brauerei fieberten wir mit der deutschen Mannschaft beim Spiel gegen Portugal - und feierten anschließend auf der Leopoldstraße den Einzug ins Halbfinale der EM 2008.
 

"Im Sinne der Sache die beste Lösung..."

 Trotz dieses langen, fröhlichen Abends erschienen alle am nächsten Morgen pünktlich um 9 Uhr, was die Trainerin und die Vertreter der Allianz sehr freute. Nach einer kurzen Einführung in die richtige Vorbereitung ging es nun um die Verhandlungs- praxis. In mehreren Rollenspielen, die jeweils einen anderen Aspekt der Verhandlungsführung betonten, durfte jeder Teilnehmer die Theorie vom Vortag aktiv ausprobieren. Dabei reichte das Spektrum der Gesprächssituationen von einer Gehaltsverteilung unter fünf Leuten über ein Personal- entwicklungsgespräch bis hin zu harten Kaufpreis- verhandlungen.
 
 Die Reaktionen der Verhandlungspartner auf das Verhalten des jeweils anderen und die Auswirkungen der O.K.-Rotation, die am Vormittag noch eher abstrakt geklungen hatte, wurden schnell deutlich. War ein Verhandlungspartner genervt, wütend, resigniert oder frech, so wirkte sich das unmittelbar auf sein Gesprächsverhalten und die Reaktion seines Gegenüber aus.
 
 Jede Verhandlung wurde ausgiebig analysiert und in der Gruppe sowie in Einzelgesprächen mit den Spielern besprochen. So erhielt jeder ein sehr persönliches und ausführliches Feedback, das wertvolle Hinweise und Beobachtungen lieferte. Auch die Art, wie man Feedback gibt und annimmt, sehen wir nun mit ganz anderen Augen.
 

Die Allianz von ihrer besten Seite

 In dem Seminar haben alle Teilnehmer viel über die Verhandlungsführung nach dem Harvard-Modell und über sich selbst erfahren. In den Kaffeepausen ergab sich ein reger Erfahrungsaustausch in Sachen Studium, Praktikum - und Skigebiete. Viele Teilnehmer werden auch weiterhin in Kontakt bleiben.
 
 Die professionelle Durchführung und gute Zeitplanung ließen die Weiterbildungsarbeit der Allianz in bestem Licht erscheinen. Ralf Hilscher und Gerald Haderlein haben sich sehr aufmerksam um die Teilnehmer gekümmert und als Coachs in den Rollenspielen wertvolle Hinweise aus ihrer eigenen Berufserfahrung gegeben. Sie standen auch jederzeit für Fragen zur Allianz, der Arbeit und den Perspektiven dort zur Verfügung.
 
 Sollte es wieder einmal die Möglichkeit geben, an einem Seminar der Allianz teilzunehmen, so kann ich nur allen e-fellows raten, sie zu nutzen: Hier wird nicht nur geredet, hier wird gearbeitet, und man lernt wirklich etwas!

nach oben

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.