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Ratlos im CEO-Office

Jakarta City Stadt Allianz Tagebuch Tibor (Quelle: sxc.hu_arinarin)

Jakarta City Stadt Allianz Tagebuch Tibor (Quelle: sxc.hu_arinarin)

Teil 2: Kaum, dass Tibor es sich auf seinem künftigen Platz im CEO-Office gemütlich gemacht hat, klingelt auch schon das Telefon: Eine Führungskraft möchte detaillierte Auskunft zu einem Projekt. Tibor ist erstmal ratlos, findet aber schnell eine Lösung. Genauso, wie für sein Problem mit den indonesischen Vornamen.

Montag, 10. August 2009

 Nach einer sehr interessanten Stadtführung durch Jakarta am gestrigen Sonntag startet die neue Woche mit der langsam schon gewohnten Taxifahrt zum Büro. Normalerweise ist die Stecke immer recht verkehrsreich, aber heute kommen wir erstaunlich gut durch.
 
 Heute kommt ein Kollege aus Singapur in Jakarta an, der bis vor sechs Wochen noch in der Allianz-Zentrale in München gearbeitet hat. Dieser Kollege wird für die nächsten sechs Wochen das Umstrukturierungsprojekt unterstützen, in dem ich zurzeit mitarbeite. Am Nachmittag werde ich dann zum Briefing des neuen Kollegen dazugebeten, da ich hier auch noch einmal die Gelegenheit habe, detaillierte Fragen zum Sinn und Ziel des Projekts zu stellen. Später wechsele ich dann die Seite und zeige dem "neuen" Kollegen die Räumlichkeiten der Allianz.
 

Dienstag, 11. August 2009

 Der heutige Vormittag verläuft recht ruhig und so nutze ich die Gelegenheit, mich mit dem indonesischen, aber auch dem globalen Allianz-Intranet vertraut zu machen. Das Intranet ist sehr hilfreich, da im Telefonverzeichnis Bilder zu den einzelnen Einträgen abgebildet sind. Mit den indonesischen Namen habe ich nämlich noch so meine Schwierigkeiten. Hinzu kommt noch, dass die Indonesier meist mehrere Vornamen haben und einen komplett anderen Rufnamen. Da werde ich bestimmt noch eine Weile brauchen, bis ich die wichtigsten Namen drauf habe. Zwischenzeitlich überbrücke ich meine Unwissenheit bei der Anrede mit einem allgemeinen "Du".
 
 Nach dem Mittag in der typisch indonesischen Kantine kommt der Projektleiter auf mich zu und bittet mich um Unterstützung. So verbringe ich den Nachmittag damit, verschiedene Workshopergebnisse zusammenzufügen und aufzubereiten. Bei den Workshops ging es darum, Chancen und Risiken in Bezug auf die organisatorische Umstrukturierung abzufragen, aber auch Ängste der Führungskräfte.
 

Mittwoch, 12. August 2009

 Mitte der Woche bekomme ich die Aufgabe, eine Präsentation der Halbjahres-Ergebnisse der gesamten Allianz-Gesellschaften im Asien-Pazifik-Raum zu erstellen. Die Daten dafür kommen aus dem Regionalbüro in Singapur. Dem CEO in Indonesien geht es darum herauszuarbeiten, in welchen Bereichen die indonesischen Allianz-Gesellschaften im Vergleich zu den anderen Asien-Pazifik-Gesellschaften gut abschneiden, und in welchen schlechter. Trotz meines Versicherungshintergrunds stellt sich hier die eine oder andere Herausforderung, da die versicherungsspezischen Fachbegriffe auf Englisch Neuland für mich sind. Ein Kollege, der neben mir sitzt, hilft mir aber dabei, die Fachbegriff zu verstehen. Bei der Übersetzung ins Deutsche wird vieles klarer.
 
 Abends geht es mit den beiden CEOs zu einem Praktikantenabendessen. In unregelmäßigen Abständen laden die CEOs die Praktikanten zu solchen Abendessen ein. Bei dieser Gelegenheit wird ein anderer Praktikant verabschiedet, der Jakarta nächste Woche in Richtung Deutschland verlässt. Und ich werde noch einmal offiziell begrüßt.
 

Donnerstag, 13. August 2009

 Heute habe ich schon einmal die Gelegenheit, auf meinem künftigen Platz im CEO-Office zu sitzen, da der derzeitige Praktikant einen Tag Urlaub hat. Noch nicht einmal zehn Minuten auf dem Platz ruft schon die erste Führungskraft an und bittet um Informationen zum im Aufbau befindlichen Zielereichungssystem. Ich bin natürlich komplett ratlos, da ich zwar schon von der Thematik gehört habe, aber keine Ahnung habe, wie das System im Detail ausgestaltet werden soll. Zum Glück sitzt die CEO-Sekretärin in Reichweite und ich kann sie um Hilfe bitten.
 
 Den ganzen Tag reißt der Kontakt zu den Führungskräften der Allianz nicht ab. Immer kommt jemand vorbei und bittet um Auskunft zu den verschiedensten Themen. Ich merke schon nach einem Tag, dass ich auf der Position sehr viele Informationen bekomme und ganz dicht an den Entscheidungsträgern sitze. Das ist sehr spannend und es ist interessant zu sehen, wie dort Entscheidungen getroffen werden. Immer wieder kommen auch Anrufe aus Singapur oder aus der Zentrale aus München, die ich beantworten muss. Die Sekretärin ist dabei eine große Hilfe, da sie fast jeden kennt und alle Verbindungen sehr gut erklären kann.
 

Freitag, 14. August 2009

 Freitag ist der Tag, an dem das gesamte Büro mit einheitlichen Shirts zur Arbeit kommt. Es gibt drei verschiedene Allianz-Shirts und heute ist das schwarz-braune Batikshirt dran. Der Morgen beginnt mit einem frühen Meeting mit dem CEO. Zusammen mit einem anderen Praktikanten stimmen wir die Termine der kommenden Woche ab und klären, welche Präsentationen mit welchen Inhalten vorbereitet werden müssen. In der kommenden Woche wird das halbjährliche Meeting mit den hundert Führungskräften der Allianz Indonesien stattfinden, und im Anschluss daran eine Versammlung mit allen Mitarbeitern.
 
 Außerdem steht noch ein Vortrag des CEOs vor dem German Circle an. Den gesamten Tag verbringe ich dann damit, Daten aus den unterschiedlichen Abteilungen zu sammeln und verschiedene Informationen zusammenzutragen. So bekomme ich Kontakt zu vielen Mitarbeitern der Allianz.
 
 Abends besuche ich eine Veranstaltung des Goethe-Instituts hier in Jakarta, zu der ich über die Allianz eingeladen worden bin. Prof. Dr. Norbert Walter, Chefökonom der Deutschen Bank, spricht zum Thema "Zukunftsschlüssel Wissen". Nun steht ein langes Wochenende bevor, da Montag der indonesische Nationalfeiertag ist.

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