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Erste Hilfe für unzufriedene Studenten

Studienberatung Psychologie Hilfe [© Alexander Raths - Fotolia.com]

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Euphorisch bist du in dein erstes Uni-Semester gestartet: Endlich stehst du auf eigenen Beinen, endlich bestimmst du selbst, wann und was du lernst. Doch wenn die anfängliche Begeisterung verflogen ist, schleichen sich manchmal Zweifel ein – ja, vielleicht sogar ein leises Gefühl der Überforderung.  Wann ein Studienabbruch sinnvoll ist und was du wissen musst, bevor du die Notbremse ziehst.

Ein kleiner Trost vorab: Du bist mit deiner Unsicherheit nicht allein. Laut Statistischem Bundesamt wirft nämlich jeder fünfte Student an einer deutschen FH das Handtuch, an einer Uni sogar jeder vierte. Die höchste Abbrecherquote verzeichnen Mathematik und Naturwissenschaften; die wenigsten Abbrecher gibt es in der Veterinärmedizin.

Ursachenforschung vor dem Studienabbruch

Bevor du einen Abbruch ernsthaft in Erwägung ziehst, solltest du nach den Gründen für deine Unzufriedenheit suchen. Denn manchmal lassen sich Probleme auch mit weniger drastischen Mitteln lösen: Vielleicht hilft schon ein guter Nachhilfelehrer oder ein entschlackter Stundenplan Oder vermiesen dir Privatprobleme wie Beziehungsstress oder Knatsch im Freundeskreis das Studium? Auch in diesem Fall wären ein Studienabbruch oder Fachwechsel der falsche Ansatz.

Folgende Fragen solltest du dir stellen, um deinem Unifrust auf den Grund zu gehen:

  • Warum hast du dich ursprünglich für deinen Studiengang entschieden?
  • Was stört dich konkret an deinem Studiengang?
  • Gibt es bestimmte Dozenten, mit denen du nicht zurechtkommst?
  • Hast du Probleme mit der Organisation deines Studiums?
  • Interessierst du dich für die Inhalte deines Studiums?
  • Bist du vom Arbeitsvolumen überfordert?
  • Ist dein Studium zu theoretisch ausgerichtet?
  • Was ist dein Berufsziel?

Sieben Gründe – sieben Lösungen

Ohnehin schon gestresst vom Unialltag, mag es dir schwerfallen, über Fragen wie diese nachzudenken. Trotzdem solltest du dir die Zeit nehmen, denn wenn du deine Probleme erst einmal identifiziert hast, bist du der Lösung schon ein gutes Stück näher gekommen. Ein Patentrezept gibt es leider nicht, denn jeder Einzelfall ist anders. Zur Inspiration findest du hier aber eine Liste mit sieben häufigen Problemen und bewährten Lösungsansätzen:

Alles eine Frage der Zeit

Ein Studienabbruch oder -wechsel ist prinzipiell zu jedem Zeitpunkt möglich. Je früher du allerdings bemerkst, dass dein Studium dich nicht zufriedenstellt, desto besser – zumindest wenn du BAföG-Empfänger bist. Dann solltest du dein Studienfach spätestens nach dem dritten Semester wechseln, um nicht den BAföG-Anspruch für dein gesamtes Studium zu verlieren. Gleiches gilt auch für die Stipendien der Begabtenförderungswerke.

Wechselst du an deiner Uni in einen zulassungsfreien Studiengang, musst du deinen Wechsel lediglich innerhalb einer gesetzten Frist bei der Studentenkanzlei anmelden. Beim Wechsel in ein zulassungsbeschränktes Fach oder an eine andere Uni gelten die üblichen Bewerbungsfristen. Aber Achtung: Oft starten Studiengänge nur zum Wintersemester. Die Zeit bis dahin kannst du zum Beispiel für ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt nutzen.

Studienabbruch und Fachwechsel im Lebenslauf

Viele Studenten fürchten, dass ein Studienabbruch oder Fachwechsel ihren Lebenslauf ruiniert. Diese Angst ist unbegründet – wenn du den Bruch gut erklären kannst. Das gilt besonders, wenn du dich erst spät zu diesem Schritt entschieden hast – denn dann lässt sich das abgebrochene Studium im CV auch nicht unterschlagen. In diesem Fall solltest du das Anschreiben oder eine dritte Seite dazu nutzen, deinen Richtungswechsel zu begründen. Wer hingegen schon im ersten Semester die Reißleine gezogen hat, kann den kurzen Abstecher auch ganz unter den Tisch fallen lassen.

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