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Sechs Studententypen statt typischer Student

Unistart, Auge, Zeitung, Rolle [Quelle: freeimages.com, Autor: emsago]

Quelle: freeimages.com, emsago

McKinsey, der Spiegel und studiVZ wollten wissen: Wie ist der typische Student von heute - partysüchtig, heimatverbunden, karrierefixiert? Die Antworten von 164.000 Studenten und Absolventen zeigten, dass es den 'Prototyp Student' nicht gibt. Stattdessen fanden die Macher der Studie sechs Studententypen - und den Trend zu weniger Mobilität, Praktika und sozialem Engagement.

Trägheit oder Nestwärme?

Der Trend zeigt, dass Studenten generell immer weniger mobil sind. Bei der Uniwahl steht die Nähe zu Familie und Freunden mit 45 Prozent auf Platz eins. Gleich dahinter kommt das Studentenleben, denn für 41 Prozent der Studenten ist die Attraktivität des Standorts wichtig. Erst danach ist der Ruf der Universität ausschlaggebend (23 Prozent). Die internationale Ausrichtung der Studiengänge ist nur für 11 Prozent ein Kriterium.

Globalisierung versus Heimatverbundenheit

70 Prozent der deutschen Studierenden verlässt die heimischen Gefilde nicht - auch wenn die Hälfte das später bereut. Einmal immatrikuliert, verlässt über ein Drittel der Studenten die Hochschulstadt bis zum Ende der Unikarriere nicht mehr. Die immer internationalere Wirtschaftswelt dagegen braucht den "selbstbewussten Karrieretypen" - er ist einer der sechs Studententypen, die der Studentenspiegel unter den Befragten ausmachen konnte.

Der selbstbewusste Karrieretyp

Der selbstbewusste Karrieretyp ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Akademikerkind, macht viele Praktika und hat Auslandserfahrung. Er will Geld, Ansehen und eine Familie mit Kind - dafür zurückstecken würde er aber nicht. Deswegen ist der Frauenanteil dieses Typs mit rund einem Drittel eher gering. Unter allen deutschen Studentinnen ist nur jede Fünfte ein Karrieretyp.

Der Familienmensch

80 Prozent dieses Typs sind weiblich. Der typische Familienmensch ist heimatverbunden und gehört nicht zu den besten Absolventen seiner Fächer. Meist sind das Erziehungs- und Sprachwissenschaften, seltener Wirtschafts- oder Naturwissenschaften. Die 20 Prozent der deutschen Studierenden, die dem Familienmenschen entsprechen, stellen die Familie und das Kümmern um die eigenen Kinder in den Mittelpunkt. Sie suchen daher bevorzugt sichere Arbeitsplätze im öffentlichen Sektor.

Der Weltverbesserer

Auch Weltverbesserer suchen sich ihre Arbeit oft im öffentlichen Dienst. Sie sind politisch, sozial engagiert und streben einen Spitzenabschluss an, um gesellschaftliche Missstände ändern zu können. Oft werden sie Juristen oder studieren Sozialwissenschaften. 17 Prozent der deutschen Studierenden zeigen sich so ambitioniert, wobei das Verhältnis von Männern zu Frauen ausgewogen ist.

Der Rationalist

Der Rationalist zieht sein Studium rasch durch. Praktika oder Auslandsaufenthalte macht er selten. Als Mathematiker, Informatiker oder Ingenieur möchte er ein besseres Gehalt als seine Eltern, die meist keine Akademiker sind. Rund ein Sechstel der Studenten entspricht diesem Typ, der einen sicheren Job in der freien Wirtschaft sucht und legt Wert auf soziale Absicherung legt. Frauen machen hier 40 Prozent aus.

Der Selbstverwirklicher

Der Selbstverwirklicher ist sich und seinen Interessen treu - danach wählt er sein Studienfach. Jobchancen sind ihm weitestgehend egal. Wichtig sind ihm dagegen flache Hierarchien und ein internationales Arbeitsumfeld. Deswegen zieht es ihn eher zu Start-Ups als zu alteingesessenen Unternehmen. Mit 16 Prozent ist diese Gruppe die zweitkleinste unter den deutschen Studierenden. Sie umfasst genauso viele Männer wie Frauen.

Der ambitionierte Aufsteiger

Zu diesem Typ gehören überwiegend Männer, die sich nach oben arbeiten wollen. Insgesamt macht diese Gruppe allerdings nur 12 Prozent der Studierenden aus. Das Studienfach ist meist BWL. Karriere, ein sehr gutes Gehalt und keine Familie - das will der ambitionierte Aufsteiger. Praktika und Auslandsstudium sind ihm nicht so wichtig. Er möchte es besser haben als seine Eltern, die eher gering gebildet sind.

Weniger Engagement außerhalb der Uni

Eine bunte Mischung also, die in den Hörsälen der deutschen Unis sitzt. Allerdings kann sie - unabhängig vom Typ - etwas weniger Qualifikationen vorweisen als im Studentenspiegel vor sechs Jahren. Insgesamt probieren die Studierenden in weniger Praktika aus, was ihnen liegen könnte. Sie engagieren sich auch nicht mehr so häufig ehrenamtlich. 2004 waren drei Viertel der Studenten sozial aktiv, heute sind es nur noch 58 Prozent.

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