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Zehn Dinge, die Studis auf sich nehmen

Klettern Mann Studium [Quelle: pixabay.com, StockSnap]

Quelle: pixabay.com, StockSnap

Herrlich so ein Studentenleben? – Von wegen! Vor mindestens einer dieser zehn Herausforderungen stehst du als Student. 

Früher war anscheinend vieles besser. Zumindest bekommst du als Studi diesen Eindruck, wenn du Studentenlieder aus dem frühen 19. Jahrhundert hörst wie: "Es leben die Studenten stets in den Tag hinein. Wär'n wir der Welt Regenten, sollt immer Festtag sein."

Ist Studieren wirklich so schwer? Eine eindeutige Antwort gab es nicht und wird es wahrscheinlich niemals geben. Klar ist, dass das Studentenleben neben tollen Seiten auch Herausforderungen für dich bereithält. (You've got 99 problems and Corona ain't one?) Welche Schwierigkeiten dir als Studi sicher bekannt vorkommen, erfährst du hier.

1. Du machst für Geld (fast) alles?

Maskottchen Studentenjob Nebenjob  [Quelle: unsplash.com, Mark de Jong]

Wie heißt es so schön? Umsonst ist nur der Tod. Natürlich brauchst du im Studium Geld. Laut der Umfrage "Fachkraft 2030" von Studitemps und der Maastricht University stehen Studenten hierzulande 939 Euro im Monat zur Verfügung. 40 Prozent davon, etwa 375 Euro, spült ein Nebenjob in die Tasche.

Mit mies bezahlten Kellnerjobs oder im Kundencenter musst du dein Konto jedoch nicht aufbessern. Stattdessen kannst du dich zum Beispiel fürs Essen bezahlen lassen. Das Zentrum für Luft- und Raumfahrt sucht aktuell für eine Studie junge Frauen und Männer, die vier Tage lang auf eine "hyperkalorische Ernährung" umstellen – sprich: Futtern wie bei Muttern.

Wenn du eher der "asketische" Typ bist, aber eine Arbeit suchst, die sich mit deinem Alltag gut vereinbaren lässt (siehe Punkt neun), hast du ebenfalls eine Alternative: Ein Unternehmen bezahlte Studenten vor einigen Jahren fürs Schwarzfahren. Sie sollten als Lockvögel das Verhalten der Kontrolleure testen. Vielleicht ist noch eine Stelle frei. 

2. Dein Studium macht dich krank?

Nein, jetzt kommt kein "Wie du dich auf dem Campus mit Corona infizierst"-Artikel. Allerdings kann dein Studium schnell zur Belastung werden – zumindest erweckt diesen Eindruck der Arztreport der Barmer Krankenkasse aus dem Jahr 2018. Ihm zufolge ist mehr als jeder sechste Studi von einer psychischen Erkrankung betroffen. Grund für diese Entwicklung ist vermutlich auch der gestiegene Leistungsdruck im Hörsaal.

Dennoch gilt: Als Studi gehörst du zu einer vergleichsweise gesunden Bevölkerungsgruppe. Zögere aber nicht, dir bei einer Depression Hilfe zu suchen. Dein Studentenwerk bietet dir vor Ort kostenlose psychologische Beratung an. 

3. Schuldenfalle Studium?

Studieren lohnt sich. Doch bis zum Abschluss musst du einige Zeit und viel Geld investieren. Das Studentenleben ist vor allem ohne Stipendium teuer. Laut CHE-Studienkredit-Test 2019 finanzierten vor Corona etwa 93.000 Akademiker ihre Ausbildung über einen Studienkredit. Das entspricht zum Glück nur 3,2 Prozent aller Studis. 

Hoffentlich sind in Zukunft noch weniger Akademiker auf das Modell "Studium auf Pump" angewiesen. Doch die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 reißen vermutlich ein Loch in den studentischen Geldbeutel.

4. Erstklassige Studienbedingungen? Wohl eher Holzklasse ... 

Bei der Immatrikulation hattest du das Bild alter, ehrwürdigen Hallen vor den Augen. Dass die Ausstattung deiner Hochschule wirklich noch aus dem 18. Jahrhundert stammt, konntest du nicht ahnen.

Vom zugigen Kämmerchen über den düsteren Audimax bis hin zu harten Holzbänken: Deine Vorlesungen fanden schon unter den denkbar ungemütlichsten Bedingungen statt. Fehlt nur noch das Zirkuszelt, oder? Ach ja, das Zelt gab's schon. Frag mal einen Studenten der TU Braunschweig.      

5. Was heißt eigentlich "weit weg vom Schuss"? 

Nicht jeden zieht es fürs Studium in die schillernden Metropolen dieser Welt wie Bielefeld ... äh, Moment: Paris, New York oder Berlin. Wer dennoch in eine Großstadt zieht, muss aufgrund teurer Mieten oft auf die zentrale Lage verzichten. So wird der Weg in die Uni schnell zur Expedition (siehe Punkt neun). 

Richtig abenteuerlich wird's, wenn du dich für einen Studienort wie das norwegische Tromsø entscheidest. Die University of Tromsø ist die nördlichste Uni der Welt. Mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 2,5 Grad Celsius fühlt sich das Studium dort wirklich wie eine Polarexpedition an.  

6. Schläfst du noch oder studierst du schon?

Student Vorlesung Langeweile langweilig [Quelle: unsplash.com]

Den Zusammenhang zwischen Wachkomas und laaaaaangen, langweiligen Vorlesungen hat die Wissenschaft leider bislang nur unzureichend erforscht. Nicht, dass keine Daten vorhanden wären: Sicher hast du in dem ein oder anderen Seminar gelernt, mit offenen Augen zu schlafen.

Manche Lehrveranstaltungen machen es auch unmöglich, wach zu bleiben. Während der längsten Marathonvorlesung der Welt (mehr als 139 Stunden!) dürfte auch der Referent kurz weggenickt sein. 

7. Gute Frage? Nächste Frage! 
© Riala – pixabay.com

Was willst du eigentlich später werden? Nervige Fragen musst du dir während deines Studiums häufig anhören. Die Fragerei geht manchmal sogar schon vor Studienbeginn los, wenn du dich für deine Traum-Uni bewirbst. Das Aufnahmeverfahren in Oxford etwa ist legendär. Eine Auswahl der "besten" Fragen findest du hier

8. Ist bei dir noch ein Platz frei?
Zelten Uni [Quelle: unsplash.com]

In Städten wie München gelangen Studenten angeblich eher in den Besitz von waffenfähigem Plutonium als an einen Platz im Wohnheim. Kein Wunder: Laut Deutschem Studentenwerk sinkt die Zahl der geförderten Wohnraumplätze.

Die Not macht manchen Studi erfinderisch: Der Kanadier Evan Eames schlug zum Beispiel während seines Physikstudiums in Manchester einfach sein Zelt in einem fremden Garten auf. Statt Miete bezahlte Eames die Gartenbesitzerin, indem er ihr Nachhilfe in Mathe gab. 

9. Schon wieder Verspätung? 

Studentin Zug U-Bahn Mädchen Pendeln [Quelle: unsplash.com]

Wer "Studium" sagt, muss auch "Öffis" sagen: Zwar fährt im Sommer knapp ein Drittel aller Studis mit dem Rad zur Uni, im Winter führt aber kein Weg vorbei an Bus, Bahn und Tram. Mehr als die Hälfte aller Studis nutzen dann öffentliche Verkehrsmittel. Spätestens jetzt wird die Fahrt im vollen Waggon zur Herausforderung.   

10. Wie lange mache ich das schon? 

Mann alt Uni Campus Student [Quelle: unsplash.com, pixabay.com]

Zu lange, wenn du dir diese Frage stellst. Auch wenn die Regelstudienzeit gilt, kommt es dir vielleicht so vor, als würde dein Studentenleben kein Ende nehmen.

Wenn du aber gerne länger studierst, bist du an der Uni Hamburg richtig: Im Wintersemester 2017/18 waren hier knapp 7.000 Studenten immatrikuliert, die die Regelstudienzeit um mehr als zwei Semester überschritten hatten. Den Rekord stellte ein Studi im 90. Semester auf!

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