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Verkehrschaos und Versicherungsfragen

Alumna Rebecca bei Roche im

Alumna Rebecca bei Roche im "Perspectives"-Programm - Besuch im Oceanario

Teil 3: Langsam lernt Rebecca nicht nur alle Kollegen aus dem Perspectives-Programm, sondern auch ganz Portugal kennen - oder zumindest Krankenhäuser im ganzen Land. Diesmal geht es in die Algarve. Und Rebecca weiß endlich: Die nächste Station lautet USA.

Montag, 18. Februar

Heute Morgen schüttet es wie aus Kübeln. Sofort verwandelt sich Lissabon in ein Chaos. Straßen sind geflutet, Bäume umgestürzt, Böschungen abgerutscht. Diese Stadt ist einfach nur für Sonnenschein gemacht! In der Arbeit endlich angekommen, fängt die Woche an, wie sie aufgehört hat – mit einem Telefongespräch. Diesmal rede ich mit einer Perspectives-Kollegin, die gerade in Singapur arbeitet. Es ist schön, sie und ihre Sicht des Programms kennenzulernen. Jetzt habe ich es fast geschafft, mich mit allen Leuten meines Programms zu unterhalten, nur einer fehlt noch. Danach arbeite ich an meinem nächsten Miniprojekt und erstelle weitere Infomaterialien für Krankenschwestern und Doktoren.
 
Als ich fertig bin, schnappe ich mir schnell meinen Kollegen Paulo und präsentiere ihm die Arbeit der letzten Woche. Ihm gefallen meine Ideen - ich habe das Gefühl, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Morgen werde ich Paulo zu einem Treffen mit einem potenziellen Kunden in der Algarve begleiten. Den Nachmittag verbringe ich mit Internet-Recherche. Dort finde ich viele Materialien und Denkanstöße, die mir bei der Umsetzung meiner bisherigen Vorschläge helfen werden.

Dienstag, 19. Februar

Paulo holt mich direkt zu Hause ab, und wir fahren 190 Kilo- meter nach Portimao in der Algarve. Die Hin- und Rückfahrt sind eine tolle Gelegenheit, noch mehr von Paulo zu erfahren und Strategien für mein Projekt durchzugehen. Im Krankenhaus treffen wir den Patienten, die Krankenschwestern und die Ärztin, die das Informationsgespräch organisiert haben. Kurz nachdem Paulo angefangen hat, dem Patienten die Pumpe zu erklären, kommt plötzlich eine ganze Truppe aus Ärzten und Krankenschwestern in das kleine Zimmer und möchte auch etwas über die Pumpe erfahren. Insulinpumpen sind wirklich noch etwas Neues auf dem portugiesischen Markt! Das große Interesse ist natürlich gut für uns, und wir machen gleich noch ein weiteres Treffen nur für die Krankenhausangestellten aus.
 
Dem Patienten gefällt die Pumpe. Er ist auch wirklich ein guter Kandidat – motiviert und technisch interessiert, er könnte die Therapie bestimmt schnell lernen. Beim Preis muss er erst mal schlucken, aber er zeigt reges Interesse, als Paulo andeutet, dass wir an alternativen Finanzierungswegen arbeiten. Das heißt: Ran an die Arbeit, sobald wir wieder in Lissabon sind!

Mittwoch, 20. Februar

Mein erstes Ziel des Tages ist die amerikanische Botschaft, denn mein Pass muss erneuert werden. Ich habe die doppelte, deutsch-amerikanische Staatsbürgerschaft (thank you mom!), was sehr praktisch ist und mein Leben bisher oft vereinfachte. Nach einem sorgfältigen Sicherheitscheck, 15 Minuten später und 54 Euro ärmer, bin ich wieder draußen und verfahre mich prompt auf dem Weg zur Arbeit. Die Straßenführung in Lissabon ist wirklich kompliziert! Um mit dem Auto nur von einer Straßenseite legal auf die andere zu kommen, muss man um mindestens drei Straßenzüge und einen Verkehrskreisel fahren. Naja, auch nicht so schlimm – ich finde das Büro nach einer kurzen Weile doch noch.
 
Der Tag vergeht mit viel Recherche zu den Versicherungsgesellschaften und unseren Konkurrenten. Fast am Ende des Tages hat mein Chef Paolo ein Minütchen Zeit. Er ist von seiner zweiwöchigen Geschäftsreise wieder zurück, und ich präsentiere ihm meine Arbeit der letzten paar Wochen. Die Ideen gefallen ihm. Ich freue mich sehr über das positive Feedback.

Donnerstag, 21. Februar

Heute Vormittag habe ich mein monatliches Check-up-Gespräch mit Francis, dem Manager des Perspectives-Programms. Wir reden über die neuesten Ereignisse. Letzte Woche habe ich eine E-Mail an den CEO einer Roche-Affiliate in den USA geschickt und gefragt, ob ich mein nächstes Projekt dort machen kann. Am Montag kam die Antwort - es klappt! Jetzt muss ich erst mal mit Francis besprechen, wie es mit der Organisation dieses Projektes weiter geht. Wir diskutieren auch, wo und an welcheN Aufgaben ich für Projekte 3 und 4 arbeiten könnte, welche Arbeitserfahrungen mir nützen und wie ich meinen Lebenslauf stärker machen kann.
 
Über dieselben Themen spreche ich auch mit Paulo beim Mittagessen. Ich merke schon jetzt, dass das Mentoring, das wir bei Perspectives bekommen, wirklich einmalig ist. Natürlich liegt viel bei einem selbst, aber die Unterstützung ist großartig! Am Nachmittag habe ich dann ein Meeting mit Fatima, der Chefin für Qualität und Regulatory Affairs. Ich möchte generell mehr über ihre Arbeit erfahren und hoffe auch, dass sie mir erklären kann, wie die Interaktion mit der Regierung und eventuell den Versicherungsgesellschaften funktioniert.

Freitag, 22. Februar

Endlich Freitag. Heute Vormittag suche ich nach wissenschaftlichen Studien, die den Nutzen der Insulinpumpentherapie für Patienten zeigen. Ich hoffe, einige gute Argumente zu finden, mit denen wir die Versicherungen überzeugen können, dass die Insulinpumpentherapie letztendlich Geld spart - weil sie die Gesundheit der Patienten allgemein verbessert. Und tatsächlich werde ich fündig. Die Ausarbeitung einer Präsentation dazu nehme ich mir aber für einen anderen Tag vor. Von Paulo erhalte ich eine E-Mail mit Infos über eine Willkommenswoche von Diabetes Care für neue Mitarbeiter, die im April in Mannheim stattfindet, und fragt, ob ich Lust darauf hätte. Klaro! Das ist ja eine fantastische Gelegenheit, noch mehr über Diabetes Care zu erfahren und Leute kennen zu lernen. Ich freue mich schon.
 
Am Nachmittag verbessere ich meine bisher erstellten Dokumente und verschicke sie an meine Kollegen zur Übersetzung (so gut ist mein Portugiesisch leider noch nicht!). Dann arbeite ich meine Ideen für die Kostenrückerstattungen weiter aus. Hoffentlich sind sie bald soweit, dass wir sie in die Tat umsetzen können.
 
Und das war's auch schon mit meinem Tagebuch. Ich möchte mich zum Schluss noch herzlich bei e-fellows.net bedanken. Durch euch habe ich vom Perspectives-Programm erfahren, und es ist alles, was ich mir erhofft und vorgestellt habe und noch viel mehr. Danke!

 

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