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Oktopussy und Muskelmägen

Perspectives-Programm Berufsteinstieg bei Roche Basel

Perspectives-Programm Berufsteinstieg bei Roche Basel

Teil 2: Alumna Rebecca trifft sich mit Patienten, die die Insulinpumpen von Roche benutzen - und erfährt viele Details, wie sie den Kundendienst noch verbessern kann. Daneben erfährt Rebecca auch, wie Muskelmägen schmecken.

Montag, 11. Februar

 5.30 Uhr morgens - raus aus den Federn und leider wieder zum Flughafen. Das Wochenende mit meinem Freund war wunderschön und viel zu kurz. Aber was können wir tun, die Arbeit ruft uns beide und Urlaubstage sind ein Luxus in den USA... Ich fahre von Lissabon gleich 300 Kilometer weiter nach Porto. Dort treffe ich am späten Vormittag meine Kollegin Sonia. Sonia ist Ausbilderin für Insulinpumpen und kümmert sich um den Verkauf der Pumpen und um die Patientenbetreuung im Norden des Landes. Im Unikrankenhaus reden wir mit einigen Krankenschwestern und Ärzten des Diabetes-Teams. Bei diesem Gespräch lerne ich, wie das Diabetes-Management in ihrem Krankenhaus funktioniert. Für mich sind die Eindrücke aus dem Krankenhaus unglaublich interessant - allein zu sehen, wer überhaupt mit den Pumpen umgeht, ist Gold wert.
 
 Am Nachmittag setzen Sonia und ich uns in das Besprechungszimmer des kleinen Büros, das Roche bei Porto unterhält. Wir reden sehr lange über jeden Punkt meiner Projektnotizen. Der Abend wird abgerundet mit einem Essen mit anderen Kollegen in einem wunderbaren Restaurant, dem "Antonio", dessen Hausspezialität Oktopus ist. Mmmh, meine Kollegen haben nicht zu viel versprochen: Es ist ein Gedicht!
 

Dienstag, 12. Februar
 Mein zweiter Tag in Porto und "on the road". Ich ändere im Büro noch schnell meinen Fragebogen zur Kundenzufriedenheit mit der Insulinpumpen-Probezeit, sodass wir ihn morgen gleich ausprobieren können. Danach fahren wir Richtung Süden nach Coimbra, wo wir einen Kollegen, Carlos, treffen. Er ist für den Verkauf von Blutzuckermessgeräten in dieser Gegend zuständig. Unser gemeinsames Mittagessen ist wieder ein kulinarisches Lernerlebnis für mich: "moelas", auf Deutsch: Muskelmagen! Ich habe davon noch nie etwas gehört. Ich kenne zwar die englische Entsprechung - "gizzards" - aber ich hatte bis jetzt keine Ahnung, was das ist. Wer hätte gedacht, dass Vögel zwei Mägen haben... aber es war trotz des Namens wirklich gut!
 
 Nach dem Essen haben wir einen gemeinsamen Termin im Unikrankenhaus. Vor einer Gruppe von etwa einem Dutzend Krankenschwestern hält zuerst Carlos einen Vortrag über die Messgeräte, dann erklärt Sonia, wie die Insulinpumpe funktioniert. Wieder ist es toll zu sehen, wie unterschiedlich meine Kollegen mit unseren Kunden umgehen und wie der Kontakt zu den Kunden funktioniert. Die Zeit vergeht sehr schnell - und schon fahren wir wieder zurück nach Porto.
 

Mittwoch, 13. Februar
 Letzter Tag in Porto. Um mein Programm hier abzurunden, treffen wir heute vor allem Patienten. Unser erster Halt ist in einem Ort außerhalb Portos. Eine Patientin hat angerufen und von Fehlermeldungen auf ihrer Pumpe berichtet. Wir holen die Pumpe bei ihrer Mutter ab. Sonia sieht auf den ersten Blick, dass sie wahrscheinlich nur gesäubert werden muss, da sie sehr schmutzig ist und deswegen klemmt. Zurück im Büro reinigen wir die Pumpe und lassen sie den Rest des Tages an, um sie zu testen. Eine andere Patientin, die wir in der Zwischenzeit treffen, hat gerade erst mit dem Gerät angefangen und braucht noch ein paar Katheter. Sie ist auch das erste "Versuchskaninchen" für meinen Fragebogen, den sie mir später per E-Mail zuschicken wird.
 
 Später erfahren wir in einem weiteren Krankenhaus von den Krankenschwestern die neuesten (kritischen) Nachrichten. Anscheinend planen die Apotheken eine Preiserhöhung, um ihren Gewinn bei Blutzuckerteststreifen zu erhöhen, und das ist natürlich schlecht für die Diabetespatienten (und somit für Roche). Ein Mitglied des dortigen Diabetes-Teams hat auch eine Pumpe - die zweite Gelegenheit, meinen Fragebogen auszutesten. Nachdem wir abends die gereinigte Pumpe wieder abgeliefert haben, ist meine Zeit in Porto auch schon wieder vorbei. Es waren drei sehr interessante Tage. Ich nehme viele neue Eindrücke mit - das wird mir bestimmt bei meinem Projekt weiterhelfen.
 

Donnerstag, 14. Februar
 Morgens rufe ich den Leiter des Kundenservices für Diabetes Care in der Schweiz an. Ich habe einen Termin mit ihm, um über ein interessantes Mietsystem für die Pumpen in der Schweiz zu reden. Wir führen eine sehr nette, informative Unterhaltung, und ich glaube, dass ich einen großen Schritt weitergekommen bin. Ich mache mich gleich daran, die Zahlen durchzugehen, wie man so etwas für Portugal adaptieren könnte.
 
 Am Nachmittag fahre ich mit dem Thema dieser Woche fort: So viel wie möglich über das Business von Roche Diagnostics zu lernen. Ich begleite eine Kollegin, die im Kundenservice für Professional Diagnostics arbeitet, bei ihrem Besuch eines Labors in Lissabon. Dort erklärt sie mir, wie die großen Geräte für die biochemische und immunologische Analyse von Blutproben funktionieren. Es ist toll, diese "Laborstraßen" in echt zu sehen und mit den Leuten im Labor zu reden. Eine ganz andere Welt als Diabetes Care! Ich freue mich sehr über diesen kleinen Einblick - jetzt kann ich mir diesen Bereich endlich besser vorstellen.
 

Freitag, 15. Februar
 Auch der heutige Tag fängt mit einem Telefongespräch an. Mein Perspectives-Kollege, der gerade in Schanghai ist, erzählt mir von seinen bisherigen Erfahrungen. Wie die anderen Kollegen hat auch er einen ganz eigenen, sehr interessanten Werdegang. Danach arbeite ich weiter an meinen Ideen, wie man die Insulinpumpen finanzieren kann, und habe zum Schluss einen konkreten Vorschlag, den ich hoffentlich nächste Woche präsentieren kann. Außerdem erstelle ich weiteres Informationsmaterial für die Ärzte und Patienten. Auf meinen Ausflügen diese Woche habe ich gesehen, dass die Auswahl der Patienten und das Trainingsprogramm der Krankenhäuser für die Insulinpumpen nicht überall die gleiche Qualität haben. Das aber sind ausgesprochen wichtige Komponenten einer erfolgreichen Probezeit.
 
 Das Ende dieser Arbeitswoche bildet ein nettes Gespräch mit einer Perspectives-Kollegin, die auch gerade erst angefangen hat. Wir tauschen uns über unsere ersten Eindrücke aus. Nach den ganzen Telefonaten freue ich mich schon sehr, alle meine "Perspectives-Fellows" im April bei einem Kurs in Berkeley persönlich kennenzulernen!

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