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Forschungsaufenthalt am Babson College - der Hochschule für Unternehmensgründer

Center for Entrepreneurship des Babson College bei Boston

Center for Entrepreneurship des Babson College bei Boston

Das Babson College habe ich erstmals vor drei Jahren während eines 4-tägigen "Executive Education Programs" kennen gelernt. Nun forsche ich im Rahmen meiner Dissertation am Center for Entrepreneurship des Babson College. Dort sind 25 Professoren tätig, die alle in verschiedenen Bereichen des Gründungsmanagements forschen und lehren.
 

Schlaraffenland für Forscher
 Die Forschungsbedingungen des Babson College für einen Visiting Scholar sind wohl mit keiner deutschen Universität vergleichbar. Speziell die Bedingungen im Gründungs- management - auf neudeutsch auch Entrepreneurship genannt - sind hervorragend. So steht mir hier neben einem voll ausgestatteten Arbeitsplatz und einer sehr gut ausgestatteten Bibliothek, der Zugang zum Wissen vieler hochrangiger Wissenschaftler offen. Viele Dienste der Bibliothek sind online verfügbar, was sich speziell bei der Artikelsuche vorteilhaft bemerkbar macht. Beinahe alle Artikel aus den relevanten Zeitschriften und viele Datenbanken sind in elektronischer Form von einem PC mit Internetzugang abrufbar. Das bedeutet einen enormen Zeitvorteil und eine verbesserte Arbeitseffizienz im Vergleich zum Fernleihe-System in Deutschland.
 

Offene Türen und Ohren überall
 Ein unschätzbarer Vorteil ist auch der einfache Zugang zu allen Professoren. Bei einem Problem ist jeder Professor mühelos ansprechbar. Auf alle meine persönlichen oder E-Mail-basierten Anfragen bekomme ich normalerweise eine sehr schnelle Antwort, obwohl eigentlich alle Professoren immer busy sind. Im Fakultätsgebäude findet man eigentlich nur offene Türen, was auch das Selbstverständnis der Hochschullehrer im Umgang mit Studenten und Kollegen widerspiegelt.
 

Praxisorientierte Aus- und Weiterbildung
 Neben dem Forschen standen mir die MBA-Kurse und die zahlreichen, praxisorientierten Konferenzen am Babson College offen. Die Kurse werden dabei oft von so genannten Adjunct Professors geleitet. Die Gastdozenten arbeiten in der Regel in Venture Capital-Gesellschaften oder Industrieunternehmen. Viele Professoren des Entrepreneurship-Departments haben eigene Unternehmen gegründet. Daher wissen sie genau, wo die Probleme bei einer Unternehmensgründung liegen können. Im Vergleich zu deutschen Vorlesungen oder Seminaren wird in den USA ein beträchtliches Maß an Mitarbeit gefordert. Das ist allerdings auch bei einer Kursgröße von 15 bis 25 Personen einfacher umzusetzen.
 

Netzwerke als Informations- und Karriereinstrument
 Die Konferenzen und das breite Kursangebot ermöglichen sehr das Networking. So dachte ich als gebürtiger Schwabe immer, die Süddeutschen hätten die Vetternwirtschaft - eine frühe Form des Netzwerks - erfunden. Anscheinend sind aber viele Süddeutsche in die USA ausgewandert. Die Bildung und Nutzung von Netzwerken ist eine wichtige Sache, die viele Amerikaner sehr gut beherrschen. An der Universität spürt man das besonders durch die Alumni-Kultur. So werden Arbeitsstellen und Praktikaplätze sehr oft über Kontakte zu ehemaligen Absolventen vermittelt. Die Uni unterhält zur Förderung dieser Kontakte sogar ein eigenes Department.
 

Gründungsförderung am Babson College
 Neben dem breiten Kursangebot unterstützt die Universität ihre Studenten, eigene Unternehmen zu gründen. Studenten und Mitarbeiter können mehrmals im Jahr ihre Gründungsideen vor externen Experten aus Venture Capital-Gesellschaften vorstellen. Sind die Ideen ausgereift, können im Rahmen von internen Businessplan-Wettbewerben Geschäftskonzepte erarbeitet und vorgestellt werden. Den Gewinnern winken oft attraktive Geldpreise oder ein Platz im universitätseigenen Inkubator. Einzigartig, zumindest für deutsche Verhältnisse, ist die Eigenkapitalfinanzierung für ausgewählte Gründungsideen von der Universität .
 

Besonderheiten einer amerikanischen Universität
 Was besonders am Babson College, aber auch an vielen anderen amerikanischen Universitäten auffällt, ist die Identifikation der Studenten und Absolventen mit der eigenen Universität. Die Studenten an der Universität zeigen dies durch das Tragen von Kleidungsstücken mit dem Universitätswappen oder -namen. Die Absolventen erwähnen stets mit ihrem erworbenen Abschluss auch den Universitätsnamen. Darüber hinaus sind sie bereit - sogar stolz darauf - sich im Rahmen von Alumniaktivitäten für die eigene Hochschule einsetzen zu dürfen. Daneben ist die Internationalität der Studenten sehr erfrischend: Rund 25 Prozent der Studierenden des Babson College kommen aus dem Ausland.
 

Boston – Europa in den USA
 Das Babson College befindet sich 15 Kilometer westlich von Boston. Mit dem Auto oder dem öffentlichen Nahverkehr ist das Zentrum von Boston schnell zu erreichen. Allerdings ist Boston keine typische amerikanische Stadt mit vielen Hochhäusern, sondern eher europäisch geprägt. Die Stadt ist stark durch die vielen Universitäten wie Harvard University, Boston University und MIT geprägt. An sonnigen Tagen trifft man daher viele junge Leute auf Bostons Straßen. Am Nachmittag empfiehlt es sich, in eines der vielen Museen (ein wahres Schmankerl ist das Museum of Fine Arts) zu gehen oder den Straßenkünstlern von einem der unzähligen Cafes am Harvard Square aus zu lauschen. Abends kann man in einen der unzähligen Pubs oder Clubs gehen. Besonders zu empfehlen sind dabei Live-Konzerte, von Jazz bis Pop, oder ein Piano-Duell als besonderes Highlight. Sportinteressierte kommen an einem Besuch der Boston Celtics, dem Bostoner NBA-Basketball-Team, nicht vorbei.
 

Babson College beste Adresse für Entrepreneurship
 Für Wissenschaftler und Studenten, die an Entrepreneurship beziehungsweise Gründungsmanagement interessiert sind, gibt es wohl keine bessere Adressen als das Babson College. Das Babson College legt neben der theoretischen Ausbildung sehr viel Wert auf die praktische Komponente. Nicht umsonst wurde das MBA-Programm in Entrepreneurship in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge in der Zeitschrift US News zum besten MBA-Programm der USA gewählt.
 
 Noch Fragen? Dann schreib eine Mail an Jochen.

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