Partner von:

Der große Kick

Leipzig, Freitag, 21.05.2004, strömender Regen. Drei Studenten in einem viel zu großen Sprinter auf dem Weg zum Großmarkt. Wir sollen die ersten Einkäufe für die Ivy League erledigen. Noch liegt wenig Stress in der Luft. Erst bei Metro realisiere ich, wie groß die Ivy League eigentlich wird. Vier bis oben hin bepackte Wägen voll mit Plastikbesteck, Grillkohle, 30 Flaschen Cachaça, 120 Liter Saft – und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ob das wirklich für 600 hungrige Fußballer und deren Fans reicht, fragen wir uns? Denn Wirtschaftsstudenten sind bekanntlich gefräßig. Unser Sprinter ist auf jeden Fall voll, und wir sind pitschnass.

Es geht los

Um 18 Uhr sind die meisten Teams, Alumni und Sponsoren an der HHL versammelt. Und die Stimmung ist gut – trotz der Schlange am Check-In und des schlechten Wetters. Nach dem Grußwort unseres Rektors Professor Dr. Arnis Vilks verspricht unser studentischer Chef der Ivy League, dass es morgen, am Samstag, nur mit einer Wahrscheinlichkeit von elf Prozent regnen werde. Denn neben Petrus soll auch unser Schirmherr Gerhard Mayer-Vorfelder über das Fußballwetter wachen. Beim anschließenden Buffet finden sich neben Wirtschaftsstudenten aus ganz Europa und den Sponsoren auch viele Alumni der HHL ein. Unter ihnen auch die Studenten, die vor gut acht Jahren die Ivy League gegründet haben. Unter den entspannt Feiernden sind auch wir, die Organisatoren, zwar schon ein bisschen angestrengt, aber sehr zufrieden mit dem ersten Tag.

Möge der Bessere gewinnen

Samstag, 6:30 Uhr. Der Wecker klingelt. Und die erste Aufgabe des Tages wartet auf das Organisationsteam: Shuttle Busse abholen. Vier Stunden und viele Fahrten später haben wir fast jeden schlaftrunkenen Fußballer und Fan zum Turnier gefahren. Jetzt habe auch ich Zeit, mir die Spiele der Vorrunde anzuschauen. 20 Teams kämpfen um den Einzug ins Viertelfinale: Die beiden Hauptsponsoren ebay und Booz Allen Hamilton, ein Team der Lehrstühle und zwei Teams der HHL Studenten messen sich mit der nationalen und internationalen Konkurrenz. Zwischen grillen und Müll aufsammeln erfahre ich, dass es eines unserer Teams ins Viertelfinale geschafft hat. Ab jetzt wird jedes Spiel von den beiden Cheerleading Teams der HHL und der Uni Eichstätt-Ingolstadt kräftig angefeuert. Dies ist wohl auch der Grund, warum unser All-Star Team das Finale erreicht. Nach einem Kaffee und Small Talk mit unserer Sponsorenvertretung von Deloitte greife auch ich zu den Pompons und unterstütze tatkräftig unser Team.

Play hard – party hard

Trotz heldenhaft gehaltenem Elfmeter verlieren wir gegen das hervorragende Team aus Bratislava. Gefeiert wird dennoch. Vor allem auf der traditionellen Ivy League Party, die dieses Mal von den DJs des bekanntesten Leipziger Clubs, dem Nachtcafé, angeheizt wird. Nachdem gegen elf Uhr alles auf- und weggeräumt ist, klinken auch wir Organisatoren uns in die Party ein. Gerade noch rechtzeitig genug, um die Übergabe der Pokale durch Miss Germany live mitzuerleben. Für mich, wie für die meisten, endet die Party erst morgens um fünf. Nur noch fünf Stunden Schlaf bis zum großen Abschlussbrunch. Trotz dieser sportlichen Herausforderung finden sich mehr als die Hälfte aller Teilnehmer am nächsten Morgen im Paulaner zum bayerischen Brunch ein. Mit gefülltem Magen verabschiede ich meine beiden Gäste. Und freue mich schon auf die nächste Ivy League. Wie alle anderen auch.

nach oben

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.