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Madrid ist zwei Semester wert

Wappentier Spaniens vor dem Eingang des Parlaments

Wappentier Spaniens vor dem Eingang des Parlaments "Congreso de
los Diputados"

Warum Madrid?!
 Spanien ist ein beliebtes Ziel für Erasmusstudenten aus ganz Europa. Einer von vielen Gründen ist sicher das angenehm warme Klima. Mein persönliches Ziel war es, Spanisch zu lernen und akademisch vom Aufenthalt zu profitieren. Sprachvorkenntnisse sind hilfreich, aber nicht nötig. Die Universitat de Barcelona und die Universidad Complutense de Madrid sind die größten und wichtigsten Universitäten des Landes. In einer Landeshauptstadt zu studieren, ist natürlich ein ganz besonderer Reiz. Entscheidend für meine Wahl war die Sprache, in der die Vorlesungen abgehalten werden. In Barcelona werden Vorlesungen meist auf Katalanisch gehalten, einer eigenständigen Sprache. Die Professoren in Madrid sprachen durchgehend Spanisch und waren sehr gut zu verstehen. Ein Sprachvorkurs wurde dennoch angeboten.
 

Vorlesung zu dritt - zurück ins Klassenzimmer!
 Der Unialltag überraschte schon am ersten Tag. Es gibt keine Hörsäle, sondern lediglich "Klassenzimmer". Das spanische Ausbildungssystem ist sehr verschult. Vorlesungen mit mehr als 20 Personen werden einfach geteilt. In einer Vorlesung waren wir sogar nur zu dritt. Die Qualität der Lehre schwankt sehr stark. Es kommt sehr auf den Dozenten an, ob eine Vorlesung gut oder schlecht ist. Eine Vorlesung dauert 50 Minuten, dafür hört man die meisten Fächer jeden Tag. Sprecht euren Studienplan VORHER mit eurem Betreuer an der Heimuniversität ab, dann habt ihr bei der Anerkennung der akademischen Leistungen keine Probleme.
 

"Colegios Mayores" - die Studentenwohnheime der Uni
 Viele Universitäten bieten eigene Studentenwohnheime an, die "Colegios Mayores". Wohnheimsplätze sind dort sehr begehrt und werden nur selten an ausländische Studenten vergeben. Wer einen solchen Platz bekommt, wird aber auf die vielen Vorteile nicht mehr verzichten wollen. So ist ein "Colegio Mayor" mit hauseigener Bar, Vollpension, Wäscheservice, Putzservice, Computerraum, Musikzimmer und Bibliothek ausgestattet. Sogar ein eigener Fitnessraum und ein medizinischer Dienst stehen Wohnheimsmitgliedern kostenlos zur Verfügung. Die Nähe zur Universität ist ebenfalls ein großer Pluspunkt, denn die Wohnheime sind direkt auf dem Unicampus. Die Preise betragen zwischen 600 und 800 Euro im Monat. Den Aufnahmeantrag bekommt man im Erasmusbüro der Gastuniversität.
 

Land und Leute
 Die Spanier sind ein offenes Volk, das gerne und viel redet. An das Sprechtempo muss man sich anfangs gewöhnen, aber durch ihre herzliche und freundliche Art fällt einem das nicht schwer. Kulturell bietet Madrid sehr viel. Das berühmte Kunstmuseum "El Prado" ist weltweit bekannt. Von Madrid aus erreicht man leicht die mittelalterliche Stadt Toledo. Die Stadt Segovia lockt mit dem berühmten römischen Aquädukt und einer eindrucksvollen Kathedrale. Sie ist das letzte große gotische Bauwerk Spaniens. Aranjuez, eine vielbesungene Stadt ist Weltkulturerbe der UNESCO. Man kann sie bequem mit dem Zug erreichen. Der Retiropark in Madrid lässt einen vergessen, dass man sich in einer Metropole mit vier Millionen befindet.
 

Madrid bei Nacht - eine einzige Feier
 Wenn Spanier feiern, gehen sie oft erst nach Mitternacht weg und kommen nicht vor Sonnenaufgang nach Hause. Das spanische Nachtleben ist anstrengend, aufregend und einmalig. Viele kleine Bars locken genauso wie spontane Straßenfeste. An meinem ersten Abend folgte ich einer Einladung zu einem Bier. Wir landeten bei einer Semesteranfangsparty mit über 1.000 Studenten auf einem Fußballplatz. Die beiden Semester in Spaniens Hauptstadt waren die schönsten in meinem Studium.

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