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Finanzen und Versicherungen

Wie bleibe ich trotz Absagen motiviert?

  • Absage nach der schriftlichen Bewerbung
    Wenn du nach der schriftlichen Bewerbung eine Absage erhältst, solltest du dir klarmachen, dass durchschnittlich nur drei bis fünf Prozent aller Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Hast du die Niederlage einigermaßen überwunden, solltest du deine Bewerbungsunterlagen prüfen und überlegen, was du bei der nächsten Bewerbung verbessern möchtest: Kannst du deine Fähigkeiten noch konkreter formulieren? Sind die Unterlagen übersichtlich? Hast du belegt, dass du die geforderten Kompetenzen tatsächlich beherrschst? Zeige deine Unterlagen auch jemandem, der schon arbeitet.
     
  • Absage nach dem Vorstellungsgespräch oder Assessment Center
    Jedes Vorstellungsgespräch ist eine gute Übung Im Laufe der Zeit lernst du, deine Körpersprache, Gestik und Mimik trotz Anspannung richtig einzusetzen. Viele Fragen werden dir unabhängig vom Unternehmen in jedem Gespräch wieder gestellt. Daher solltest du nach dem Vorstellungsgespräch aufschreiben, welche Antworten du gegeben hast und überlegen, wie du das nächste Mal passender antworten kannst.
     
    Obwohl nicht alle Unternehmen bereit sind, Feedback zum Gespräch zu geben, solltest du nach dem Grund der Absage fragen. Denn sachliche Kritik hilft dir sicherlich für das nächste Gespräch.
     
    Trainieren kannst du Vorstellungsgespräche in Seminaren des Career Service an der Uni oder in Kursen der Arbeitsagentur.

Neben der Jobsuche solltest du auf jeden Fall Dinge machen, die dich bei Laune halten und kleine Erfolge bringen. Das kann Sport, Musik oder auch ein ehrenamtliches Engagement sein. 

Wie halte ich mich finanziell über Wasser?

BAföG und Stipendien werden nach dem Abschluss nicht mehr ausgezahlt. Wer keine Unterstützung von seinen Eltern bekommt, hat verschiedene Möglichkeiten: 

  • Jobben: Bis zu 400 Euro monatlich können Absolventen durch Minijobs verdienen, ohne Steuern und Sozialabgaben zahlen zu müssen. Bis zu einem Einkommen von 800 Euro zahlst du ebenfalls keine Steuern und nur geringe Sozialversicherungsbeiträge. Wer mehr arbeitet, muss seine Einkünfte auch versteuern.
     
  • Arbeitslosengeld: Absolventen haben in der Regel keinen Anspruch darauf, es sei denn, sie haben in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate Arbeitslosenversicherung gezahlt.
     
  • Arbeitslosengeld II: Hilfsbedürftige Absolventen können Arbeitslosengeld II beantragen. Je nach Wohnort und persönlicher Situation erhalten sie unterschiedliche Beträge, maximal jedoch 345 Euro. Dazu kommt finanzielle Unterstützung für die Miete. Alleinerziehende erhalten noch einen Extra-Beitrag.
     
  • Bewerbungskosten: Die Arbeitsagentur unterstützt Absolventen bei der Bewerbung auch finanziell. Deine Kosten für Bewerbungsfotos, -mappen und Anfahrt zum Vorstellungsgespräch erstattet dir die Arbeitsagentur, sofern der potenzielle Arbeitgeber dies nicht anbietet. In Anspruch nehmen kannst du diese Unterstützung auch schon vor der letzten Prüfung. Beantragen musst du die Hilfe vor dem Bewerbungsgespräch. Wieviel du an Kosten erstattet bekommst, hängt von deinem Vermittler der Arbeitsagentur ab.

Welche Versicherungen brauche ich? 

  • Krankenversicherung:
    Ab dem 25. Lebensjahr oder mit dem Ende des Studiums kannst du nicht mehr über die Eltern familienversichert sein oder den Studententarif der Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Seit dem 1. Januar 2011 gilt, dass gesetzlich Versicherte 15,5 Prozent ihres Einkommens als Krankenversicherungsbeitrag zahlen. Die Hälfte davon zahlt der Arbeitnehmer. Kinder und Ehepartner, die kein eigenes Geld verdienen, sind über diesen Betrag automatisch mitversichert.
     
    Trotz des Einheitsbetrags lohnt es sich, Versicherungen zu vergleichen, da einige von ihnen Zusatzbeiträge erheben. Andere erstatten ihren Mitgliedern einen Teil der Beiträge, wenn diese an Bonusprogrammen teilnehmen und beispielsweise regelmäßig Sport machen oder zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Erhöht deine Krankenkasse den Tarif, hast du das Recht, zu kündigen und zu einer anderen Kasse zu wechseln. Sonst bist du in der Regel drei Jahre lang an deine Krankenkasse gebunden.
     
    Private Versicherungen kommen für Absolventen in der Regel nicht in Frage, es sei denn, sie verdienen mehr als 49.500 Euro im Jahr oder machen sich selbstständig. Hier werden die Beiträge individuell nach einem Gesundheitscheck berechnet. Wer chronische Krankheiten hat, zahlt von Anfang an mehr. Mit steigendem Alter zahlt man höhere Versicherungsbeiträge. Wer seinen Ehepartner oder Kinder mitversichert, zahlt pro Person weitere Beiträge. Der Vorteil dieser Versicherung ist, dass man sich auch in Privatpraxen behandeln lassen kann und bei Ärzten oft schneller einen Termin bekommt als Kassenpatienten.
     
  • Haftpflichtversicherung
    Diese Versicherung kommt für Schäden auf, die man anderen verursacht, etwa bei Unfällen im Straßenverkehr. Pro Jahr kostet sie rund 50 Euro.
     
  • Berufshaftpflicht
    Die Berufshaftpflicht kommt für Schäden auf, die ein Angestellter im Beruf verursacht und die nicht über das jeweilige Unternehmen abgedeckt sind. Für Rechtsanwälte und Ärzte ist sie Pflicht und für Selbstständige besonders wichtig. In anderen Berufen muss man individuell entscheiden, ob die Berufshaftpflicht nötig ist.
     
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
    Diese Versicherung springt ein für Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können und zahlt dann rund 1.000 Euro monatlich. Für Berufsanfänger liegt der Beitrag bei mindestens 40 Euro monatlich. Wer chronisch krank ist, bezahlt mehr. Ab dem 30. Lebensjahr wird die Versicherung ebenfalls teurer. Wer sie abschließt, muss einen Gesundheitscheck machen lassen.
     
  • Arbeitslosenversicherung
    Für Angestellte ist diese Versicherung verpflichtend. Der Betrag wird ihnen vom Gehalt abgezogen. Selbstständige können sich freiwillig versichern. Wer seinen Job verliert, muss mindestens zwölf Monate Arbeitslosenversicherung bezahlt haben, um einen Anspruch auf Arbeitslosengeld zu haben. 60 Prozent des letzten Gehalts bekommt er dann. Wer Kinder hat, bekommt 67 Prozent. Wer seinen Arbeitsvertrag selber kündigt, ist drei Monate lang gesperrt und bekommt erst danach Arbeitslosengeld.
     
  • Hausratversicherung
    Bei Bränden, Wasserschäden, Sturmschäden oder Einbrüchen übernimmt die Hausratversicherung die Reparaturkosten. Versichern sollte man den Neuwert des Mobiliars. Wer teuren Schmuck oder wertvolle Elektrogeräte (Computer, Fernseher, Stereoanlage) in seiner Wohnung aufbewahrt, sollte diese in die Versicherungssumme einbeziehen. Auch Fahrräder können mitversichert werden.
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