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Bis hierhin und nicht weiter: Wann du Nein sagen solltest

Grenzen setzen Stop Nein sagen [Quelle: Pexels.com, Autor: Vie Studio]

Quelle: Pexels.com, Vie Studio

Wie dich andere behandeln, bestimmst du selbst. Finde deine persönlichen Grenzen und lass dein Gegenüber wissen, wo sie beginnen. So verschaffst du dir Respekt und stärkst dein Selbstvertrauen. Wir haben Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen.  

Oft ist es der Chef, der nach Feierabend noch bei dir anruft. Oder ein Freund, der sich nur dann meldet, wenn er deine Hilfe benötigt. Oder der Partner, der vor anderen als Witz getarnte, verletzende Seitenhiebe gegen dich austeilt. Musst du dir ein solches Verhalten gefallen lassen? Ist es der Beziehungsfriede wert, lieber nichts zu sagen? Nein! Grenzen setzen ist wichtig – ob beruflich oder privat. Denn wer nicht alles mit sich machen lässt, wird von anderen respektiert. Gleichzeitig ermöglichen dir klare Grenzen ein stressfreieres, ausgeglicheneres und gelasseneres Leben. 

Warum fällt uns Grenzen setzen schwer?

Wer Grenzen setzt, sagt Nein – und läuft damit Gefahr, andere vor den Kopf zu stoßen und zurückgewiesen zu werden. Und das möchte schließlich niemand. Trotzdem ist es wichtig, anderen zu zeigen, dass du nicht alles mit dir machen lässt. Denn du tust dir damit einen großen Gefallen.

Grenzen setzen lernen: ein Geschenk an dich selbst

Machst du deinem Gegenüber einmal klar, ab wann du dich nicht mehr wohlfühlst, wird er oder sie sich das merken und dich in Zukunft eher so behandeln, wie du es dir wünschst. Doch nicht nur das: Grenzen zu setzen hilft auch deinem Selbstwertgefühl. Durch klare Ansagen gewinnst du den Respekt anderer und fühlst dich dadurch wertgeschätzt. Du hast das Gefühl, dass dein Gegenüber auf dich und deine Bedürfnisse achtet und deine Zustimmung nicht einfach voraussetzt.

Übung: So findest du deine Grenzen

Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Bedürfnisse und Ängste, und somit auch ganz eigene Grenzen. Im ersten Schritt gilt es für dich also herauszufinden, wo genau deine Grenzen verlaufen.

Erinnere dich dazu zurück an negative Erfahrungen, die du gemacht hast – auch wenn das Überwindung kostet. Wann hattest du zuletzt einen Kloß im Hals? Wann hast du Ja gesagt, obwohl du eigentlich nicht wolltest? Warum konntest du in der Situation nicht Nein sagen? Was wäre das Schlimmste, was passieren könnte, hättest du Nein gesagt? Schreib gerne ein Tagebuch, in dem du die Antworten auf diese Fragen immer wieder aktualisierst. So findest du heraus, was genau dir Angst macht und woran du arbeiten solltest.

Grenzen kommunizieren: Darauf solltest du achten

Hast du deine Grenzen erkannt, ist es an der Zeit, sie deinen Mitmenschen mitzuteilen. Bevor es losgeht, gibt es noch ein paar Dinge zu beachten. Denn im Geschäfts- wie im Privatleben kann einiges schiefgehen, wenn du falsch an die Sache herangehst.

  • Achte darauf, freundlich und direkt zu sein, wenn du Grenzen setzt. Du kannst eine kurze Begründung geben, warum du gerade Nein sagst, solltest dich aber nicht in langen und ausschweifenden Erklärungen verlieren. Hat dein Gegenüber das Gefühl, dass du dich rechtfertigst, könnte es den neu gewonnen Respekt vor dir wieder verlieren.
  • Keine Angst vor dem Chef oder der Chefin! Führungskräfte sind auch nur Menschen und freuen sich, wenn sich ihre Mitarbeitenden auf der Arbeit wohl fühlen. Mit guten Argumenten und Höflichkeit überzeugst du deine:n Vorgesetzte:n im Handumdrehen.
  • Manche Menschen wollen deine Grenzen partout nicht akzeptieren. Nimm das nicht hin, sondern suche immer wieder das Gespräch und verweise auf deine Grenzen. Sollte jemand deine Grenzen trotzdem regelmäßig überschreiten, bleibt dir nichts anderes übrig, als ihn oder sie letztendlich aus deinem Leben zu verbannen.

Erfolgreich Grenzen setzen: drei Beispiele

Wie funktioniert Grenzen setzen in der Praxis? Die folgenden Beispiele zeigen es dir:

  • Wenn dir dein:e Chef:in mehr Arbeit zuteilen möchte:

    Sehr gerne erledige ich das für Sie. Welche Aufgabe soll ich stattdessen später erledigen oder weglassen?

    So zeigst du, dass du die zugewiesene Arbeit gerne machst, aber Prioritäten brauchst. Jetzt ist dein:e Chef:in an der Reihe und muss entscheiden, welches To-do wichtiger ist.

  • Wenn dich ein:e Freund:in oder dein:e Partner:in anbrüllt:

    Ich mag es nicht, wenn du mich anbrüllst. Ich gehe jetzt in einen anderen Raum und wenn du wieder normal mit mir reden kannst, komm gerne zu mir.

    So machst du deinem Gegenüber deutlich, dass du dir einen respektvollen Umgang erbittest, denn auch du behandelst ihn beziehungsweise sie ja respektvoll.

  •  Wenn sich ein:e Freund:in immer wieder Geld bei dir leiht, aber es nicht zurückgibt:

    Ich helfe dir gerne, wo ich kann. Aber ich habe dir schon öfter Geld geliehen und mich enttäuscht, dass du es bis jetzt nicht zurückgezahlt hast. Ich fühle mich ausgenutzt. Erst wenn du deine Schulden begleichst, kann ich dir wieder etwas leihen.

    So stellst du klar, dass du guten Willens bist, aber nicht ausgenutzt werden möchtest. Liegt deinem Freund oder deiner Freundin etwas an eurer Freundschaft, so wird er oder sie dir dein Geld zurückgeben.

Fazit

Wenn du deine Grenzen kennst und diese klar kommunizierst, zeigst du anderen, dass du nicht alles mit dir machen lässt. Auch wenn manche in deinem Umfeld zunächst verhalten darauf reagieren werden, helfen Grenzen dir langfristig, nicht ausgenutzt zu werden. Vielmehr wird man dich respektieren und dir Anerkennung zeigen, wenn du auch mal Nein sagst. Zöger also nicht und probier es einfach mal aus – du wirst sehen, es lohnt sich.

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