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Geld, Geldscheine, Gehalt [© Fotolia.com]

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Um Stipendien ranken sich viele Gerüchte: Stipendien gibt es nur für Einser-Studenten, Stipendien bringen viele Verpflichtungen mit sich, und so weiter. Hier kommen fünf große Mythen auf den Prüfstand.

"Für ein Stipendium braucht man ein Einser-Abi"

Die Abi-Note spielt zwar oft eine wichtige Rolle, ist aber bei vielen Förderprogrammen nicht das einzige und manchmal nicht einmal das entscheidende Kriterium. Viele Stiftungen legen großen Wert auf gesellschaftliches Engagement. Manche sind auf die Förderung von bestimmten Fachgebieten ausgerichtet, andere unterstützen bestimmte Gruppen, zum Beispiel Alleinerziehende oder Menschen mit Behinderung. Wichtig ist bei der Bewerbung ein überzeugendes Gesamtpaket, das auf die Anforderungen des Stipendiengebers zugeschnitten ist. Es lohnt sich also, gründlich zu recherchieren, welches Stipendium zu einem passt. Dafür gibt es Suchmaschinen und Datenbanken im Netz.

"Bei der großen Konkurrenz hat man keine Chance"

Kommt drauf an. Am größten ist der Andrang bei den 13 Begabtenförderungswerken, während es bei den kleinen Stiftungen oft mehr Stipendien als Bewerber gibt. 90 Prozent der Studenten bewerben sich auf weniger als ein Prozent der Stipendien, zeigt eine Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach. Im Schnitt sind laut der Allensbach-Studie gut 40 Prozent aller Stipendienbewerbungen erfolgreich. Insgesamt erhält ungefähr jeder 25. Student ein Stipendium.

"Wenn die Eltern Geld haben, wird man nicht gefördert"

Manche Geldgeber fördern gezielt bedürftige Studenten. Bei anderen Stipendien spielt der finanzielle Hintergrund keine Rolle – zum Beispiel bei Reise- und Forschungsstipendien. Auch das Deutschlandstipendium wird unabhängig vom Kontostand vergeben. Entscheidend sind gute Noten und gesellschaftliches Engagement. Bei den Begabtenförderungswerken ist die Förderung nach sozialer Lage gestaffelt und orientiert sich am Bafög. Der Höchstsatz liegt bei 670 Euro pro Monat (ab Wintersemester 2016/17 bei 735 Euro). Zusätzlich erhalten die Stipendiaten monatlich 300 Euro "Büchergeld", von dem aber nicht zwingend Bücher gekauft werden müssen. Das "Büchergeld" wird unabhängig vom finanziellen Hintergrund gezahlt.

"Die Bewerbung ist aufwendig und dauert ewig"

Die Auswahlverfahren variieren je nach Stipendiengeber. Für manche Stipendien muss man vom Lehrer oder Professor vorgeschlagen werden, auf andere kann man sich selbst bewerben. Nach der schriftlichen Bewerbung folgt in der Regel ein Auswahlgespräch. Bei großen Stiftungen werden die Bewerber oft zusätzlich zu einem Assessment-Center eingeladen, das mehrere Tage dauern kann. Dort müssen sie Vorträge halten und in Gruppendiskussionen ihr Argumentationstalent unter Beweis stellen. Es gibt aber auch Stipendiengeber, die auf aufwendige Verfahren verzichten und direkt nach der schriftlichen Bewerbung eine Entscheidung treffen.

"Als Stipendiat hat man viele Verpflichtungen"

Die meisten Stipendiengeber wollen von ihren Stipendiaten regelmäßig über deren Studienfortschritte informiert werden. Meist wird erwartet, dass man jedes Semester oder einmal im Jahr einen Bericht schreibt. Außerdem sollten die Stipendiaten die Angebote der sogenannten ideellen Förderung nutzen: Seminare, Ausflüge oder Ferienakademien, die von den Stiftungen organisiert werden. Dort kann man andere Studenten kennenlernen und Netzwerke für den Berufseinstieg aufbauen.

© ZEIT Online (Zur Original-Version des Artikels)

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