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Ein Blick hinter die Kulissen des Technology Centers

iPad Mann Büro Business Arbeit Arbeiten [Quelle: unsplash.com, Autor: Tyler Franta]

Quelle: unsplash.com, Tyler Franta

Das neue Technology Center von Deloitte hat eröffnet. Doch an was arbeiten die Teams in Leipzig und welche Lösungen entwickeln sie? Wie sieht die Zusammenarbeit aus, welche Visionen gibt es und wen sucht Deloitte zur Verstärkung? Antworten liest du im Interview mit Dr. Volker Stroetmann und Timm Riesenberg.

Das Technology Center für das Businesses Consulting und Risk Advisory von Deloitte dient der langfristigen Erweiterung der Beratungslösungen vor Ort, indem Deloitte offsite-gesteuerte Dienstleistungen mithilfe hoch spezialisierter Mitarbeiter sowie der allerneuesten Technologien bereitstellt – gebündelt an einem Standort: Leipzig.

Gerade deutsche Unternehmen müssen hohe gesetzliche und regulatorische Anforderungen erfüllen und dabei dem Wettbewerbsdruck standhalten. Durch das Technology Center bietet Deloitte seinen Kunden nicht nur hochinnovative, skalierbare und zukunftsfähige End-to-End-Dienstleistungen an, sondern auch die Möglichkeit, bestehende Aktivitäten ganz oder teilweise an Deloitte auszulagern und ihren Ressourceneinsatz somit effizient zu gestalten.

Hier stellt Deloitte seinen Kunden kontinuierlich neue und etablierte Dienstleistungen zur Verfügung und deckt dabei ein vielfältiges Leistungsspektrum ab. Für seine Mitarbeiter heißt das: Zugang zu neuesten Technologien, spannende Weiterentwicklungsmöglichkeiten durch abwechslungsreiche Projekte und aktive Mitgestaltung des Aufbaus eines neuen Standorts.

Mal grundsätzlich gefragt: Was ist ein Technology Center?

Volker: Wir sehen, dass in Unternehmen im Zuge der Digitalisierung hinter Aufgaben wie Logistik, HR-Management oder Buchhaltung technologisch gesteuerte Prozesse stecken. Viele unserer Kunden möchten, dass wir ihnen diese Arbeit abnehmen. Das machen wir jetzt noch konzentrierter und bündeln diese Services im Technology Center.

Was gibt es hier für Sie zu tun?

Timm: Wir konzipieren, entwickeln und betreiben mit unserem Consulting-Team die Technologien für unsere Mandanten. Das heißt, dass unsere Mitarbeiter die Bedürfnisse des Kunden aufnehmen, sie in Konzepte gießen sowie das Engineering und teilweise den Betrieb durchführen. Wir stellen auch die Spezialisten, falls beim Kunden etwas nicht funktioniert. Und wir kümmern uns darum, dass die Daten in den Kundensystemen sicher sind. Hier können wir Betrugsvorfälle oder Cyber-Attacken erkennen und tracken. Dabei hat unsere Arbeit weniger Projektcharakter, sondern wir reden hier von drei bis fünf Jahren, in denen wir für Mandanten da sind.

Warum Leipzig?

Volker: In Leipzig und im weiteren Umland – von Halle, Magdeburg über Dresden – gibt es sehr gute Hochschulen. Diese Absolventen möchten wir als neue Mitarbeiter gewinnen. Darum siedeln wir das Technology Center dort an, wo das Herz der Region schlägt. Leipzig ist eine junge, pulsierende Stadt mit lebendiger Start-up-Szene. Mit dieser, den Universitäten, aber auch der Industrie vor Ort werden wir stark zusammenarbeiten.

Timm: Unsere Entscheidung für Leipzig basiert auf dem Zusammenspiel von mehreren Nutzenaspekten. Hierbei spielen unter anderem die vorhandene Infrastruktur (Autobahnen, Zuganbindung und Flughafen), die räumliche Nähe zu Berlin und das gute Bildungsniveau (Universitäten/FHs) eine wichtige Rolle. Auch das positive Bevölkerungswachstum, die Präsenz kleinerer IT-Firmen und das besondere Flair von Leipzigs Innenstadt machen diesen Standort überaus attraktiv.

Was sollte ich als Bewerber mitbringen?

Timm: Wir richten uns an (Wirtschafts-)Informatiker, Ingenieure, BWLer, VWLer und auch Naturwissenschaftler mit IT-Bezug. Die Bewerber sollten Programmiersprachen beherrschen und interkulturelle Erfahrung mitbringen. Pragmatisch und teamfähig zu sein, ist auch extrem wichtig. Das hilft, wenn man mit Kollegen aus Indien, Rumänien, England oder Portugal zusammenarbeitet. Zu kommunizieren und teamfähig zu sein ist also zentral. Auch eine Portion Pragmatismus ist erforderlich, gerade in der agilen Softwareentwicklung. Man sollte es mögen, sich in neue Prozesse einzudenken und zu verstehen, was der Kunde will – und das so zu transformieren, dass es designt und benutzerfreundlich programmiert werden kann.

Volker: Bewerber sollten Fächer mit IT-Bezug studiert haben, das können auch Naturwissenschaften sein. Wichtig ist uns, dass die Bewerber Spaß an technologischen Herausforderungen haben. Eines möchte ich bewusst ansprechen: Liebe Kandidatinnen, bewerben Sie sich. Ich halte es für wichtig, dass wir gerade in technologischen Bereichen Frauen haben – sowohl im Einsatz für den Kunden als auch auf Managementebene. Ich zum Beispiel leite ein Team in der Risk Technology Group, das zu über 50 Prozent aus Frauen besteht.

Aus welchen Branchen kommen die Kunden? Welche Projekte gibt es?

Volker: Die Branchen sind so vielseitig wie sonst auch bei Deloitte. Unsere Kunden kommen aus den Bereichen Automotive, Retail, Versicherung, Pharma, Life Science, Maschinenbau, Chemie etc. Wir unterstützen sie neben dem technologischen Backoffice zum Beispiel mit Big-Data-Analysen. Oder wir kümmern uns darum, dass die Daten in den Kundensystemen sicher sind. Ein weiteres Feld ist Natural Language Generation: Hier können wir dazu beitragen, künstliche Intelligenz für die Kundenkommunikation einzusetzen. Auch Robotics-Prozesse setzen wir auf.

Timm: Data Mining ist bei Handelsfirmen eines der großen Themen, um das Kundenerlebnis individueller zu gestalten. Auch Geschäfts-Prozesse bilden wir mit modernen Cloud-Lösungen ab. Hier ist Salesforce oder ServiceNow gerade sehr gefragt. Aber auch SAP S/4HANA-Implementierungen und kreative Mobile- oder Frontend-Entwicklung machen wir von Leipzig aus. Ein weiterer Klassiker sind SAP-ERP- und SAP-R/3-Systeme. Diese Software unterstützt Geschäftsabläufe in Finanzbuchhaltung und Logistik.

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