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Inhouse-Beratung, Aufstieg, Arbeitszeiten

Was ist der Unterschied zwischen Inhouse Consulting und einer externen Unternehmensberatung?

Eine interne Unternehmensberatung befasst sich ausschließlich mit Projekten innerhalb des Konzerns, steht aber auch im Wettbewerb mit externen Beratungen und bearbeitet Projekte mit demselben Anspruch. Auftraggeber einer internen Unternehmensberatung ist immer der Konzern, dem sie angegliedert ist. Der Vorteil einer internen Unternehmensberatung ist, dass diese sich in der Regel besser mit dem Konzern auskennt, den sie berät. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Berater eines solchen Inhouse-Consultings später in verantwortungsvolle Management-Positionen innerhalb des Mutterkonzerns wechseln.

Bei einer externen Beraterfirma wie beispielsweise McKinsey wird ebenfalls projektbezogen gearbeitet, die Bandbreite ist allerdings größer. und meist ist der Einfluss eines Mitarbeiters auf die Projektwahl und damit auf den Arbeitsalltag größer als im Inhouse Consulting. 

Wie kann man innerhalb einer Unternehmensberatung aufsteigen?

Die Methoden zu Feedback und Leistungsbeurteilung sind unterschiedlich. Gemeinsam ist allerdings allen Unternehmensberatungen, dass es regelmäßige Feedback-Runden gibt. Diese sind meistens projektbezogen, finden also in den Regel jeweils nach einem Projekt statt. Zusätzlich gibt es meist noch eine umfassendere halbjährliche oder jährliche Leistungsbeurteilung mit entsprechendem Feedback-Gespräch. Eine wichtige Rolle spielen dabei unter anderem Fachwissen, Motivation, Kommunikation mit Kollegen und Kunden sowie der Gesamteindruck des Kunden. Dies Beurteilungen werden zu einer Gesamtnote verrechnet; oft entscheidet diese über einen Gehaltsbonus, sie kann aber auch Grundlage für Beförderungen oder individuelle Bildungsmaßnahmen zur weiteren Qualifikation sein.

Die Weiterbildung der Mitarbeiter nehmen viele Unternehmensberatungen sehr ernst. Auch dort gibt es unterschiedliche Modelle, die immer auf die jeweiligen Fähigkeiten und Wünsche des Beraters abgestimmt werden. Dazu gehören in den ersten zwei Jahren ein regelmäßiges Trainingsprogramm sowie später neben persönlichem Coaching auch Seminare in Moderation oder Konfliktmanagement.

Wie wichtig sind im Beratungsalltag die sozialen Aktivitäten außerhalb der Arbeitszeiten?  

Unternehmensberatung ist ein "people business", das heißt, viel hängt von der Interaktion mit dem Klienten und deinen Kollegen ab. Das Feierabendbier oder das gemeinsame Essen außerhalb der Arbeitszeit können also eine sehr wichtige Rolle spielen. Längerfristig geplante Essen mit Klienten und dem Projektteam gehören hierbei zum Pflichtprogramm. Das spontane abendliche Bier ist nicht auf jedem Projekt die Regel, einen "Sozialzwang" gibt es meistens nicht. Allerdings ist der informelle Austausch mit Kollegen oft nützlich, und es schadet nie, Kunden und Kollegen außerhalb des Tagesgeschäfts kennenzulernen.

In der Unternehmensberatung  gelten lange Arbeitszeiten. Kommen Gesundheit und Sport dabei nicht zu kurz?

Consultants essen oft nur zwischendurch und gehen öfter in Restaurants – das sind nicht die besten Voraussetzungen für eine gesunde Ernährung. Gerade bei hohem Stress ist es wichtig, nicht jeden Tag eine fettige Zwischenmahlzeit zu essen und nicht in jedem Restaurant das Schnitzel. Wer ein bisschen auf seine Ernährung achtet, sollte allerdings keine Probleme bekommen.

Eher fehlt Beratern die Zeit für sportliche Aktivitäten. Vor allem wer Leistungssport betreibt, muss damit rechnen, dass regelmäßiges Training nicht immer möglich ist. Oft besteht allerdings die Möglichkeit, das Sportangebot in den Hotels wahrzunehmen oder seine Laufschuhe mit in den Koffer zu packen. In jedem Fall gehört Disziplin dazu, während eines anstrengenden Projekts unter der Woche noch Sport zu treiben.

Bekomme ich als Berater einen Dienstwagen?

Viele Unternehmensberater, vor allem solche, die hauptsächlich in großen Städten unterwegs sind, entscheiden sich bewusst gegen ein Auto. Sie nutzen stattdessen öffentliche Verkehrsmittel, die vor allem bei Stoßverkehr schneller sind. Generell gibt es bei allen großen Unternehmensberatungen die Möglichkeit, einen Dienstwagen zu bekommen.

Wie sieht es mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus?

Es gibt speziell für Mütter verschiedene Modelle. Teil- oder Gleitzeitmodelle sind nicht unüblich. Da das Beratungsgeschäft ein Projektgeschäft ist, ist auch eine längere Auszeit bei Schwangerschaften in der Regel unproblematisch. Nach Schwangerschaft und Mutterschutz können Frauen problemlos wieder einsteigen. Mütter mit Kindern werden eher regional eingesetzt. Die meisten Beratungen sind momentan ohnehin versucht, mehr Frauen für den Beruf zu gewinnen und bieten deshalb entsprechende Unterstützung an.

Sind Sonderlösungen bezüglich des Wohnortes möglich? Muss ich dort wohnen, wo das Unternehmen ansässig ist?

Sonderlösungen erfordern immer etwas mehr Organisation und Verhandlung, sind im Einzelfall je nach Consulting-Firma aber möglich. Je mehr Berufserfahrung bei den Verhandlungen in die Waagschale geworfen wird, desto eher sind individuelle Lösungen verhandelbar. Allerdings ist es auch wichtig, besonders in den ersten Jahren, die Kollegen im direkten Umkreis zu haben, weil man sich viel abspricht und viel voneinander lernt.

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