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Zum LL.M. nach Vancouver in Kanada

Die Allard Hall, Sitz der UBC Law School [Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Martin Dee - UBC Communications & Marketing - CC BY-SA 3.0]

Quelle: Wikimedia Commons, Martin Dee - UBC Communications & Marketing - CC BY-SA 3.0

Als Absolvent des LL.M. in Common Law der University of British Columbia (UBC) stehen dir beruflich alle Möglichkeiten offen. Es ist das einzige Programm in Kanada, das sich speziell an Studenten aus dem Ausland richtet und darauf ausgelegt ist, Kurse für die Zulassung als Anwalt in Kanada anerkannt zu bekommen. Das Programm hilft dir, erste Schritte Richtung Praktikum in einer Anwaltskanzlei und 'Bar Exam' zu unternehmen.

Der LL.M. in Common Law ist eine wichtige Zusatzqualifikation für die Karriere in Deutschland oder in einem anderen Land. Die Hochschule ist eine der besten Universitäten des Landes und das Programm ist durch die große Anzahl an Wahlfächern sehr flexibel. Du lernst ein weiteres Rechtssystem kennen und baust deine Sprachkenntnisse aus - all das zusammen macht das Programm in Kanada attraktiv.

Die Fakultät

Die Faculty of Law der University of British Columbia ist eine der ältesten und renommiertesten Jura-Fakultäten in Kanada. Sie bietet verschiedene Graduate-Degree-Programme: Den LL.M. in Common Law, einen LL.M. mit Forschungsarbeit und einen Ph.D. Insgesamt sind mehr als 10.000 Studenten in allen Master- und Doktorprogrammen sowie knapp 40.000 Undergraduate-Studenten an der UBC eingeschrieben.

Besonderheiten des Studiengangs

  • Praktische Erfahrung kannst du bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit erwerben. Die Fakultät unterhält zwei Programme, die kostenlose Rechtsberatung für Geringverdiener oder rechtliche Recherchen für Non-Profit Organisationen anbieten.
  • Zwei" Graduiertenkollegia" (Green College und St. John's College) bieten Wohnraum direkt auf dem Campus speziell für Studenten in weiterführenden Studiengängen. Es gibt gemeinsame Mahlzeiten, akademische Diskussionen und Veranstaltungen für die Bewohner. 
  • An der UBC findet Kanadas älteste Law Graduate Student Conference statt. Sie wird von LL.M.-Studenten organisiert und zieht Studenten aus ganz Nordamerika zum fachlichen Schlagabtausch an.
  • Ein Career Service hilft dir bei der Vorbereitung von Bewerbungsgesprächen und bei der Jobsuche.
  • Der Campus der Universität befindet sich auf einer Halbinsel, umgeben vom Pazifik und dem Pacific Spirit Park.
  • UBC bietet mit dem "Graduate Pathways to Success"-Programm zahlreiche kostenlose Weiterbildungskurse, zum Beispiel Präsentationstechniken, Führungsverhalten, Zeit- oder Konfliktmanagement, Jobsuche, Bewerbungsunterlagen oder Karriereplanung.

Ein Programmteilnehmer im Gespräch

Warum wolltest du einen LL.M. machen?

Nach dem schriftlichen Staatsexamen habe ich mir Gedanken gemacht, wie es für mich weitergehen soll. Ich wollte nicht direkt ins Referendariat starten und auch nicht promovieren. Während eines Praktikums bei Clifford Chance habe ich einige Vorträge über den LL.M. als Zusatzqualifikation gehört und mit vielen Kollegen gesprochen, die von ihrem LL.M.-Studium geschwärmt haben. Diese Eindrücke und die Tatsache, dass ich gerne reise und meine Auslandssemester in der Schweiz super fand, haben mich schließlich dazu bewogen, mich nach LL.M.-Programmen umzusehen.

Was hat den Ausschlag für den LL.M. in Vancouver gegeben?

Nach dem Abitur habe ich ein Austauschprogramm gemacht und musste mich zwischen Australien und Kanada entscheiden. Damals hat Australien gewonnen – also wollte ich dieses Mal nach Kanada. Der LL.M. in Common Law an der UBC startet immer im Mai. Das war perfekt für mich, denn mit dem Staatsexamen war ich im Januar fertig und hatte so keine lange Wartezeit. Dazu kommt, dass die UBC eine wirklich renommierte Universität ist, auch wenn man sie in Deutschland noch nicht so kennt.

Was ist das Besondere am LL.M. in Common Law?

Der LL.M. in Common Law richtet sich eigentlich an Leute, die im Ausland Jura studiert haben und jetzt in Kanada Recht praktizieren möchten. Dafür muss man nämlich vorweisen, dass man bestimmte Kurse an einer kanadischen Law School abgeleistet hat und dann ein spezielles Examen schreiben. Deshalb ist der LL.M. in Common Law auch so aufgebaut, dass alle relevanten Rechtsbereiche abgedeckt werden, also Strafrecht, Zivilrecht, Verfassungsrecht und so weiter. Auch wenn ich nicht vorhabe, in Kanada zu bleiben, finde ich das sehr gut für mich, denn so bekomme ich einen fundierten Einblick in das Common-Law-System.

Außerdem gibt es an der UBC noch ein zweites LL.M.-Programm, den "research-based LL.M.". Dort belegt man nur einen Pflichtkurs, muss zwölf Credits in Wahlfächern erwerben und widmet sich sonst das ganze Jahr einem Forschungsthema, über das man dann eine umfangreiche wissenschaftliche Abhandlung schreibt. Man kann natürlich weitere Kurse besuchen, doch die wenigsten machen das. Ich wollte meinen LL.M. dafür nutzen, meinen Horizont zu erweitern statt mich auf ein Thema zu spezialisieren und habe mich deshalb ganz bewusst gegen das "research-based"-Programm entschieden.

Was ist das Besondere am Common Law und was bringt es dir als deutsche Juristin, mehr darüber zu wissen?

Anders als das deutsche Recht, das sich auf Gesetze stützt, beruht das Common Law auf Präzedenzfällen, also Urteilen, die in der Vergangenheit gefällt worden sind. Das Common Law hat seinen Ursprung in England und hat sich von dort in die USA, nach Kanada, Australien, Indien, Südafrika und in viele andere Länder ausgebreitet.

Viele Verträge zwischen internationalen Unternehmen werden auf Grundlage des Common Law geschlossen. Sich damit auszukennen kann also nicht schaden, auch wenn ich noch nicht weiß, ob ich später einmal in einer Großkanzlei arbeiten werde.

Wie unterscheidet sich das Jura-Studium in Kanada vom Studium in Deutschland?

Der Unterrichtsstil ist ganz anders als in Deutschland. In den Kursen wird viel mehr hinterfragt und diskutiert als in Deutschland - darauf muss man sich gut vorbereiten und vorher viel lesen. Auch in den Klausuren und Papers muss man seine Meinung vertreten und nicht nur Informationen zusammenfassen. Außerdem ist der Kontakt zur Uni viel enger als in Deutschland und die Kurse sind sehr klein – keine Massenveranstaltungen wie in Heidelberg.   

Wem würdest du das Programm empfehlen?

Der LL.M. ist besonders gut geeignet, wenn man als Jurist in Kanada Fuß fassen möchte. Außerdem kann ich ihn jedem empfehlen, der mehr über das Common-Law-System wissen will, zum Beispiel weil er später international arbeiten möchte. Ein großes Plus bietet Vancouver übrigens für alle, die gerne Sport machen oder in der Natur unterwegs sind: Hier hat man das ganze Jahr über unzählige Möglichkeiten, ob Surfen, Ski fahren, Radeln oder Paddling.

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Du willst dir den LL.M. finanzieren lassen? Hier findest du zahlreiche Stipendien von Staat, Stiftungen und Kanzleien.

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Kommentare (3)

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  1. Anonym

    Nachweis Englischkenntnisse

    Wird für den Nachweis der Englischkenntnisse ein bestimmtes Zertifikat (Toefl, ILTS etc.) verlangt?

  2. Anonym

    Mindestnote: 8 Punkte

    Hallo Jan, wir haben bei unserem Ansprechpartner an der UBC nachgefragt: 8 Punkte sind die Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung. Die Formulierung "gut" ist hier tatsächlich etwas unglücklich gewählt. Viele Grüße Milena vom e-fellows.net-Team

  3. Anonym

    Mindestnote

    "Mindestens die Note "gut" im ersten Staatsexamen." scheint mir schon reichlich sportlich. Das ergibt sich auch nicht unbedingt aus der PDF, da der weiterführende Link (http://iem.grad.ubc.ca/index.asp?cID=58&sc=Submit) "Gut" undifferenziert für alle grundständigen deutschen Studiengänge als Zugangsvoraussetzung nennt. Im Vergleich werden bei kanadischen Studenten Noten im oberen 24%-Bereich verlangt. Da käme man als deutscher Jurastudent evtl. noch mit einem "befriedigend" unter.

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