Unternehmensberater: McKinsey bekommt 224 neue Partner
- Tillmann Neuscheler
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Vom Aufstieg zum "Partner" träumen viele junge Unternehmensberater, aber nur wenige schaffen es. Bei McKinsey sind es in diesem Jahr etwas mehr als im vergangenen Jahr.
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Für junge Strategieberater ist der Aufstieg in den Rang eines Partners oft der große Wunschtraum. Den wenigsten gelingt das, weshalb sie nach wenigen Jahren meistens wieder abspringen. Denn wer es nach dem in vielen großen Beratungshäusern üblichen "Up or out"-Prinzip nicht innerhalb einer vorgegebenen Zeit auf die nächste Stufe der Karriereleiter schafft, muss das Haus verlassen.
McKinsey hat jetzt in einer internen Mitteilung bekannt gegeben, wer in diesem Jahr neu zum Partner gewählt worden ist. Zum 1. Januar 2026 wird das amerikanische Beratungsunternehmen rund um die Welt 224 Mitarbeiter in den Rang eines Partners befördern, berichtet das "Wall Street Journal". Die Messlatte für eine solche Beförderung liege "unverhohlen hoch", schrieb McKinsey-Chef Bob Sternfels laut dem Wirtschaftsblatt in einer Mail an die Mitarbeiter.
Die Zahl wurde der F.A.Z. aus zuverlässiger Quelle bestätigt. Die Zahl der Beförderungen liegt etwas höher als im Vorjahr, als nur rund 200 Mitarbeiter in den Partnerrang befördert wurden. In den Jahren davor - als die Beraterbranche in der Nach-Corona-Zeit außergewöhnlich stark expandierte - waren es allerdings deutlich mehr: Im Jahr 2023 waren rund 250 befördert worden, im Jahr 2022 waren es 380 und im Jahr 2021 sogar mehr als 400. Die Zahl der gewählten Partner schwankt von Jahr zu Jahr, mittlerweile hat sie sich wieder grob auf den Werten der Vor-Pandemie-Jahre eingependelt. Insgesamt hat McKinsey rund um die Welt derzeit etwa 2.500 Partner.
Knapp 30 Prozent Frauen unter den neuen Partnern
McKinsey ist nach dem außergewöhnlichen Rekordwachstum der Nach-Corona-Zeit in den vergangenen Jahren personell auf die Bremse getreten. Im Jahr 2023 hatte McKinsey erstmals im Rahmen eines intern "Projekt Magnolia" genannten Restrukturierungsprogramms Stellen im eigenen Haus gestrichen, vornehmlich im sogenannten Backoffice. Derzeit beschäftigt McKinsey rund um die Welt noch etwa 40.000 Mitarbeiter, Ende 2023 waren es noch rund 45.000.
Unter den 224 Beförderten sind in diesem Jahr 66 Frauen. Mit knapp 30 Prozent liegt der Frauenanteil damit so hoch wie noch nie. Wie bei anderen großen Beratungsunternehmen auch, nimmt die Zahl der Frauen an der Spitze allmählich zwar zu, allerdings ist der Frauenanteil auf den höheren Hierarchiestufen noch immer deutlich geringer als unter den gewöhnlichen Beratern. Das zeigte sich bei McKinsey zuletzt auch bei der Wahl der neuen Senior-Partner, die schon im April stattfand. Dort waren unter den 56 Beförderten laut Bloomberg nur sechs Frauen, was einem Anteil von elf Prozent entspricht.
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