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Das erwarten Absolventen vom Job

Meeting, Besprechung, Kollegen [Quelle: unsplash.com, Autor: Headway]

Quelle: unsplash.com, Headway

Absolventen stehen oft in der Kritik, unrealistische Vorstellungen vom Arbeitsmarkt zu haben. Sie seien unmotiviert und geldgierig. Doch was ist dran an den Vorurteilen? Eine Studie stellt Vorstellung und Realität gegenüber.

Mehr Geld als erwartet

Das Gehalt vieler Absolventen liegt über ihren Erwartungen – das zeigen zumindest die Ergebnisse einer Studitemps-Studie, die mit über 300.000 Studierenden durchgeführt wurde. Besonders Geisteswissenschaftler schätzen sich in Sachen Gehalt häufig falsch ein. Aber auch Absolventen naturwissenschaftlicher Fächer und der Mathematik dürfen optimistischer sein. "Das Klischee, junge Menschen würden maßlose Erwartungen an ihre zukünftigen Arbeitgeber stellen, sehe ich nicht erfüllt. Im Gegenteil: Sie verkaufen sich eher unter Wert.", so Studitemps CEO Eckhard Köhn.

Alleinig Juristen überschätzen sich und ihren Marktwert deutlich und fallen bei dieser Statistik aus den Raster, wie die Auswertung zeigt.

Gehaltserwartung Absolventen [Quelle: Studitemps]

Zufriedenheit dank hohem Zahltag

Die Mehrheit erwartet, dass sie durch ein hohes Gehalt insgesamt auch deutlich zufriedener mit ihrem Job ist. Die höchste Zufriedenheit und damit auch die höchsten Gehälter erwarteten der Studie zufolge Absolventen, die sich eine Karriere im Soft- oder Hardwarebereich, in der Automobil-, in der Chemie- sowie der Bankenbranche erhoffen.

Erwartete Job-Zufriedenheit [Quelle: Studitemps]

Überraschend ist, dass sich viele Absolventen nach wie vor für eine Karriere in der Medienbranche interessieren – obwohl sie hier weder mit einem hohen Gehalt noch mit einer hohen Zufriedenheit rechnen.

Ab ins Büro

Doch Geld allein macht nicht glücklich. Auch andere Kriterien sind bei der Auswahl eines Arbeitgebers relevant – beispielsweise verschiedene Arbeitszeitmodelle oder die Möglichkeit auf mobiles Arbeiten.

Homeoffice ist beliebt und vor allem seit Corona zur neuen Normalität vieler Arbeitnehmer geworden. An Attraktivität gewinnt die Heimarbeit bei den Befragten einer DAK-Studie unter anderem wegen des Zeitgewinns durch den Wegfall von Pendelzeit und der besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Außerdem ließe sich die Arbeit besser über den Tag verteilen, was zu einer Steigerung der Produktivität beitrage.

Die Studitemps-Studie zeichnet hingegen ein anderes Bild. Knapp drei Viertel (74,1 Prozent) der befragten Studenten ziehen das Büro mit festem Arbeitsplatz dem Homeoffice vor. Flexible Arbeitsplätze, wie man sie oft bei großen Konzernen und hippen Start-ups findet, liegen dabei nicht hoch im Kurs. Lediglich 11 Prozent der Absolventen bevorzugen ein "Arbeitsleben als Working Nomad".

Teilzeit unerwünscht – Fortbildung erwünscht

Studierende im Freizeitstress? Wohl kaum. 52 Prozent der Befragten gehen von einer klassischen 40-Stunden-Woche aus. Mit bis zu 50 Wochenstunden rechnen immerhin noch 12 Prozent der Befragten und 17 Prozent sogar mit noch mehr. Der Arbeitswille junger Genrationen ist also doch höher als oftmals vermutet.

Erwartete Arbeitszeit [Quelle: Studitemps]

Auch beim Thema Mitarbeiter-Benefits zeigen sich interessante Ergebnisse. Absolventen lassen sich weniger vom Firmenhandy, Geschäftswagen oder dem Fitnessstudio überzeugen. Vielmehr erhoffen sie sich gute Fortbildungsmöglichkeiten. "Junge Menschen haben die Schnelllebigkeit und Wandelbarkeit des 21. Jahrhunderts bereits ins Stammbuch geschrieben bekommen. Sie wissen, dass sie in einer Wissensgesellschaft leben, in der diejenigen weiterkommen, die sich weiterbilden und lebenslang lernen", so Köhn.

Job-Benefits [Quelle: Studitemps]
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