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Welche Studentenjobs gibt es jetzt noch?

Kasse Kassierer Hände Arbeit [Quelle: Pexels.com, Autor: Jack Sparrow]

Quelle: Pexels.com, Jack Sparrow

Vielen Studenten sind im Lockdown die Nebenjobs weggebrochen. Welche sind jetzt noch verfügbar, welche werden am besten bezahlt – und in welchen Städten muss man am wenigsten für seine Miete arbeiten?

Das Studentenleben in der Pandemie war vor dem Lockdown schon öde genug, aber seit dem 16. Dezember fallen auch noch viele Arbeitsplätze weg: Wenn die Restaurants geschlossen sind, kann man nicht kellnern gehen, wenn die Läden zuhaben, keine Kleider verkaufen. Dabei ist es für viele Studenten weiterhin unerlässlich, nebenbei arbeiten zu können.

Gut, dass längst nicht alle Jobs Winterschlaf machen, denn bei vielen Arbeitgebern sind Studenten nach wie vor gefragt. Das zeigt eine Auswertung des Personaldienstleiters Zenjob, der sich für die F.A.Z. alle angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten zwischen dem 16. Dezember und dem 18. Januar angeschaut hat. Über die App werden sowohl spontane und einmalige Aushilfsjobs als auch längerfristige Beschäftigungsmöglichkeiten für Studenten vermittelt.

Am höchsten ist die Nachfrage derzeit nach Studenten, die als Lagerhelfer (durchschnittlicher Lohn: 12,58 Euro pro Stunde), als Kassierer in Supermärkten (12,53 Euro pro Stunde) und als Fahrer bei Lieferdiensten (13,69 Euro pro Stunde) arbeiten wollen. Etwas weniger begehrt als ihre Kollegen an der Kasse sind Studis, die im Markt die Waren verräumen (12,52 Euro pro Stunde). Auch Büro-Aushilfen (15,08 Euro pro Stunde) werden weiter gesucht: Viele von ihnen sind in Call-Centern im Einsatz und arbeiten von zu Hause aus. Ebenfalls groß ist der Bedarf nach Ordnern, Inventurhelfern und Promotern. Die Nervensägen in der Fußgängerzone werden unter den Lockdown-Jobs dabei am besten bezahlt: 16,60 Euro verdienen die Hey-du-siehst-aus-als-hättest-du-kurz-Zeit-für-eine-Gute-Sache-Arbeiter in der Stunde im Durchschnitt.

Studentenjobs nach Nachfrage

Aufstellung Studentenjobs nach Nachfrage 2021 [Quelle: Zenjob, Autor: e-fellow.net]

Der durchschnittliche Lohn unter den Studentenjobs hängt dabei nicht nur von der Branche ab – je nach Stadt fällt der Verdienst ganz unterschiedlich aus. Schaut man aufs ganze Jahr 2020 und auf alle 31 Städte, in denen Zenjob Studenten vermittelt hat, haben es die Studenten in Leipzig am besten: Für vergleichsweise fürstliche 13,40 Euro arbeiten sie hier im Schnitt in der Stunde. Auf Platz zwei und drei folgen Gießen mit 13,27 Euro und Krefeld mit 13 Euro, danach kommen Nürnberg (12,95 Euro), München (12,94 Euro) und Mannheim (12,91 Euro).

In München kostet laut einer Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft und der MLP Finanzberatung eine hypothetische Musterwohnung mit einer Größe von 30 Quadratmetern und einer Entfernung von 1,5 Kilometern zur Uni mit Abstand am meisten: Studenten mussten im Jahr 2019 hier 717 Euro im Monat berappen. Setzt man die hohen Mieten in Bezug zu den Stundenlöhnen, stehen die Münchner also auf einmal gar nicht mehr so gut da: Sie müssen etwa 55 Stunden arbeiten, um auf einen Bruttolohn zu kommen, der so hoch wie ihre Miete ist. Unter den acht größten deutschen Städten ist das der mit Abstand schlechteste Wert. Hier haben es die Leipziger am besten: Sie haben nicht nur den höchsten Durchschnittslohn, sondern zahlen mit 278 Euro für die hypothetische Musterwohnung auch am wenigsten Miete.

Städte nach Miete/ Lohn-Verhältnis

Aufstellung Städte Nach Miet- Lohnverhältnis [Quelle: Zenjob, Autor: e-fellows.net]

Schaut man auf das ganze Corona-Jahr 2020, wurden die Studenten am besten bezahlt, die sich nicht zu fein für die harte Arbeit des Putzens und Aufräumens waren: 14,28 Euro zahlten Arbeitgeber in der Stunde, als die Deutschen auf einmal vermehrt in heimischen Hotels Urlaub machen wollten. Auch in der Kinderbetreuung (14,09 Euro pro Stunde) und als Sachbearbeiter (14 Euro) ließ sich im vergangenen Jahr gutes Geld verdienen. 

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