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JabRef und CiteULike

JabRef

Das Programm JabRef basiert auf der BibTeX-Syntax (siehe oben). Das erklärt die komplizierte Handhabung im Vergleich zu EndNote. Dafür hast du die volle gestalterische Freiheit des TeX-Codes. Die Funktionen der Literaturverwaltung gleichen weitgehend der Konkurrenz. Die Organisation der eigenen Datenbank und die optische Gestaltung der Resultate unterscheidet sich jedoch. Für die Arbeit mit der eigenen Datenbank musst du so genannte BibTeX-Keys anlegen. Sie funktionieren ähnlich wie die Stichwörter bei Citavi. Bei der Recherche verwendest du logische Operatoren. Eine typische Suche im Verzeichnis sieht ungefähr so aus:

(author = mann OR title|keywords = "Der Untertan") AND NOT -
 author = thomas

Das Programm ist sehr flexibel konfigurierbar. Einträge werden dynamisch mit bestimmten Gruppen verbunden. Entspricht ein Datensatz bestimmten Kriterien, kann er automatisch weiteren Daten zugeordnet werden. Um dir Arbeit zu ersparen, kannst du mit "Strings" arbeiten. Das entspricht einer Art Autotextfunktion. Längere Eingaben können so durch Kurzzeichen ersetzt werden. Statt des vollen Namens einer Fachzeitschrift, zum Beispiel "Zeitschrift für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht", kannst du ein Buchstabenkürzel wie ZaöRV verwenden. Obwohl das Programm auf LaTeX basiert, ist es im Prinzip kompatibel zu EndNote oder Citavi. Allerdings gestalten sich Im- und Export von Dateien etwas komplizierter.

Die lange Einarbeitungszeit und die kompliziertere Handhabung sind zunächst eine Hürde für den Einsatz von JabRef. Die Stärken liegen jedoch auf der Hand: Die freie Gestaltung des Layouts ermöglicht auch die Darstellung aufwändiger Formeln. Das ist vor allem für technische Studiengänge interessant. Außerdem lässt sich das Erscheinungsbild der eigenen Arbeit jeder Anforderung seitens der Medien anpassen. Viele Verlage nutzen beispielsweise TeX zur Gestaltung ihrer Publikationen.

CiteULike

Bei CiteULike können Literaturnachweise manuell oder per importierten Daten ergänzt werden. Dabei kannst du ihnen PDF-Dateien, Internetadressen und Artikelidentifikatoren (DOI) für Webseiten beifügen. Den Einträgen ordnest du Stichworte zu, sogenannte "Tags". Die Tags kannst du selbst festlegen oder sie aus den generierten Vorschlägen auswählen. Auf diesen Tags basiert auch die Suche nach abgelegten Zitaten. Tag-Wolken, wie man sie von Suchmaschinen wie quintura kennt, sollen dabei helfen, effektiver auf relevante Ergebnisse zu stoßen.

CitULike hat Optionen, die EndNote und Kollegen nicht bieten. Du kannst gefundene Nachweise mit anderen Nutzern teilen. Dafür organisieren sich die Anwender in Gruppen. Um eine zu große Zahl an Gruppen zu vermeiden, müssen Neugründungen von Webmastern bestätigt werden. Eine "Watch"-Funktion, ähnlich wie die "Live"-Option der Suchmaschine Fireball, zeigt dir nach welchen Tags andere Nutzer gerade suchen. Wenn du über bestimmte Projekte auf dem Laufenden gehalten werden willst, kannst du RSS-Feeds abonnieren. CiteULike eignet sich gut für wissenschaftliche Arbeiten und bietet Zugriff auf über 11.000 Fachzeitschriften. Allerdings orientiert sich das Programm sehr am englischsprachigen Raum. Der Im- und Export von BibTeX- und EndNote-Formaten ist möglich.

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Im e-fellows.net wiki kannst du dein Wissen teilen und von den Erfahrungen anderer Stipendiaten profitieren.

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