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Laborarbeit ohne Langeweile

Alumnus Daniel bei Roche, Applied Sciences, Teil 2

Seit gut sechs Monaten bin ich nun als Ingenieur bei Roche Diagnostics im Bereich Applied Science beschäftigt. Zu unserer Arbeitsgruppe gehören außer meinem Chef noch zwei weitere technische Mitarbeiter, ein Post-Doc, ein Diplomand und eine Auszubildende. Sie arbeiten jeweils an verschiedenen Produktentwicklungen. Das Projekt, an dem ich seit Juli arbeite, umfasst die Entwicklung zweier neuer Produkte im Umfeld der quantitativen PCR (Polymerase Chain Reaction). Mit dieser Methode ist es möglich, gezielt Stücke der Erbsubstanz DNA millionenfach zu kopieren und diesen Prozess auch in Echtzeit zu verfolgen. Das erste Produkt sollen wir laut Planung bereits Anfang März einführen ("launchen").
 

Montag, 15.1.2007
 Wie an jedem normalen Montag beginnt auch diese Woche mit einer Mitarbeiterbesprechung unserer Arbeitsgruppe. Bei dieser Sitzung besprechen wir organisatorische Dinge, die meist für uns alle relevant sind oder führen bei Bedarf auch Schulungen, zum Beispiel von Arbeitsanweisungen, durch. Danach gibt es von meiner Kollegin noch einen Kurzbericht vom Skifahren, bei dem am Wochenende ein Großteil unserer Abteilung mit am Start war.
 Da für heute viel Laborarbeit auf meinem Programm steht, mache ich mich dann auch gleich an die Vorbereitung und Durchführung der heutigen Experimente. Nach der Mittagspause geht es mit dem Versuch weiter. Dennoch zeigt sich dieser Nachmittag auch von seiner besonders schönen Seite: Der Besuch unserer ehemaligen Diplomandin, die bis Ende Dezember in unsere Gruppe war, steht an und in der Kaffeepause feiern wir ihren Ausstand nach. Bei selbstgebackenem Kuchen und Muffins wird über die vergangene Zeit und ihre Zukunftspläne gequatscht und wie immer viel gelacht. Danach geht es erholt und frisch gestärkt zurück an die Laborbench, wo ich noch bis in die frühen Abendstunden beschäftigt bin.
 

Dienstag, 16.1.2007
 Fast nahtlos geht es heute Morgen mit dem Abschluss der Arbeit von gestern weiter. Danach widme ich mich meinem PC. Nachdem ich zwei Wareneingangsbuchungen im Bestellsystem erledigt habe, beginne ich mit der Auswertung der gestrigen Experimente. Sie nimmt heute den ganzen Tag in Anspruch. Dass ich vor dem PC ganz einroste, verhindert der Umstand, dass ich noch zwei Reagenzien zu einem Kooperationspartner bei Pharma, der anderen Division innerhalb des Roche-Konzerns, bringen muss. Bei dieser Gelegenheit können dann auch noch die offen gebliebenen Punkte bezüglich des Evaluierungsprogramms geklärt werden. Nachdem ich das Stabilitätsexperiment für den morgigen Tag mit einem Versuchsprotokoll vorbereitet habe, mache ich mich auf in den Feierabend.
 

Mittwoch, 17.1.2007
 Dank der guten Vorbereitung am gestrigen Tag geht es auch heute direkt mit den Laborarbeiten los und so vergeht die Zeit bis zur Mittagspause wie immer ohne Langeweile. In der Kantine ist dann der geplante Umbau des Pausenraums das diskutierte Gesprächsthema an unserem Tisch. Jeder hat hier so seine eigene Meinung und Vorstellungen. Am Nachmittag arbeite ich dann parallel weiter an den Experimenten und den dazugehörigen Auswertungen. Schließlich muss ich noch einen Versandauftrag für die externe Evaluierung erstellen. Dazu muss ich mich allerdings erst kurz in das neu eingeführte elektronische Versandsystem einklicken.
 

Donnerstag, 18.1.2007
 Am heutigen Tag stehen alle Zeichen auf Sturm. Das betrifft aber zum Glück in erster Linie das Orkantief "Kyrill", das draußen aufzieht. Im Labor bleibt es dagegen eher ruhig. Nachdem ich das Paket mit Reagenzien, die auf Trockeneis verschickt werden müssen, versandfertig an das Serviceteam übergeben habe, geht es an den Rest der Auswertungen von gestern. Zwischendurch führe ich ein Telefonat mit dem Servicetechniker, der nächste Woche die Wartung und Kalibrierung eines qPCR-Geräts durchführen will. Nachdem der Termin festgelegt ist, informiere ich meine Kollegen darüber und kläre die ausstehenden Details mit den anderen Geräteverantwortlichen.
 
 Am Nachmittag bekomme ich dann die neu kalibrierten Pipetten zurück, für die ich auch gleich die entsprechenden Eintragungen in den Gerätebüchern mache. Später kommt noch die Bitte meines Chefs die Zusammenfassung von experimentellen Daten, die wir für einen Projektmeilenstein benötigen, durchzuschauen und gegebenenfalls zu überarbeiten. Nach Erledigung dieser Aufgabe und der Dokumentation der ausgewerteten Versuche im Laborjournal, mache ich mich auf in den (wetterbedingt) stürmischen Feierabend.
 

Freitag, 19.1.2007
 Am Morgen beschäftige ich mich mit dem Abschluss der Auswertung und Zusammenfassung der Versuchsergebnisse vom Anfang der Woche. Am Mittag steht dann ein Teammeeting an, bei der wir unserem Gruppenleiter die Ergebnisse von dieser und letzter Woche vorstellen und diskutieren bzw. die nächsten Experimente planen. Direkt danach treffen wir uns für eine Gruppenbesprechung, bei der jeder Mitarbeitende das jeweilige Projekt, die aktuellen Ergebnisse und die geplanten Experimente vorstellt. Für die meisten von uns beginnt darauf auch schon das Wochenende.

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