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Dem Husten den Gar ausmachen

Dem Husten den Gar ausmachen

Das Studien-Ende fest im Blick und die Diplomarbeit bereits begonnen, brachte mir ein Studienkollege im November 2005 eine Stellenausschreibung für ein Praktikum mit. Europas größter Dosenbonbonhersteller, die Firma Kalfany Bonbon GmbH & Co. KG, suchte einen Praktikanten für den Bereich Produktmanagement/Marketing. Die aufgeführten Aufgabenschwerpunkte hörten sich sehr interessant an und darüber hinaus hat das Unternehmen seinen Sitz auch noch in meinem Wohnort Müllheim, 30 Kilometer von meinem Studienort Freiburg entfernt. Ich konnte der Verlockung nicht widerstehen und schickte meine Bewerbungsunterlagen hin. Zwei angenehme Gespräche mit der Marketingabteilung und dem Geschäftsführer folgten und ich hatte das Praktikum.
 

Herr Heß, übernehmen Sie!
 Schnell kristallisierte sich meine Hauptaufgabe heraus. Kalfany stellt unter anderem die Hals- und Hustenbonbons der Marke Pulmoll her. Der Internetauftritt musste dringend generalüberholt werden und da ich so was bereits mehrfach gemacht hatte, war ich der richtige Mann für diese Aufgabe. Anfangs unterstützte ich darüber hinaus Sylvie und Damien aus der Marketingabteilung. So entwickelten Sylvie und ich gemeinsam eine Übersicht mit potentiellen neuen Produktideen für das Jahr 2007. Damien half ich, die Vermarktung der Fußball WM 2006-Bonbons zu planen. Kalfany darf nämlich als einziger Bonbon- sowie Süßwarenproduzent im Hartkaramellenbereich überhaupt das offizielle Label der FIFA WM 2006TM verwenden. Die WM Fußball-Bonbons gibt es in acht verschiedenen Sammeldosen sowie in drei 3D-Cups mit dem Goleo VI-Maskottchen. Für den Cup erhielt Kalfany den Innovationspreis "Sweetie 2006" in der Kategorie Fußball-WM-Produkt. Doch schon nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass die Neugestaltung des Internetauftritts der Firma recht umfangreich werden würde. Daher bekam ich die Verantwortung über dieses Projekt komplett zugewiesen und kümmerte mich von da an nur noch darum.
 

Von www, Relaunch und Usability
 Ich entwickelte zunächst ein grobes Konzept, wie ich mir den neuen Internetauftritt vorstellen würde. Das ging vom Design über den Inhalt der Seite bis hin zu neuen Funktionen und der Einrichtung eines Content Management Systems zur Pflege der Seite. Immer wieder präsentierte ich die Zwischenergebnisse dem Geschäftsführer Fritz Haasen, natürlich in enger Abstimmung mit meinen Marketingpaten Sylvie und Damien. Die "Usability", also die Benutzerfreundlichkeit, muss besonders hoch sein. Die Seite muss einen spannenden "Content", also Inhalt, aufweisen. Ansprechende Bilder müssen gefunden werden. Eine logische Menüführung gehört ebenso dazu wie die Einführung neuer Techniken, zum Beispiel eines Newsletter- systems.
 

Wer bekommt den Zuschlag?
 Ich recherchierte sehr viel im Internet und durchforstete das unternehmensinterne Netzwerk nach Informationen über die Marke Pulmoll. Meine Aufgabe war es nämlich auch, den Inhalt für die neuen Seiten zu texten. Zur technischen Umsetzung benötigten wir eine spezialisierte Agentur, so dass ich eine Ausschreibung aufstellte, um eine geeignete Agentur zu finden. Hier mussten klare Briefings mit klaren Zielen formuliert werden und nach einem Agenturpitch haben wir uns dann schließlich für eine geeignete Agentur entschieden.
 

Anspruch und Verantwortung
 Viele Dinge stellten sich erst im Laufe der Zeit heraus. Wie ist eigentlich die genaue Positionierung der Marke? Wie setze ich das im Internet entsprechend um? Was könnte für den Besucher der Website interessant sein? Welche technischen Voraussetzungen gilt es zu beachten? Viele Punkte mussten be- und durchdacht werden. Doch genau das machte auch den Reiz aus. Jeden Tag ging ich gut gelaunt zur Arbeit, denn das Projekt begeisterte mich immer wieder aufs Neue. Das hohe Maß an Verantwortung, das entgegengebrachte Vertrauen und die sehr positiven Rückmeldungen motivierten mich sehr. Einen wesentlichen Anteil an der angenehmen Arbeitsatmosphäre hatten aber auch meine Kollegen, die mich jederzeit unterstützten und immer ein offenes Ohr für mich hatten. Sowohl die Managementassistentin als auch der Geschäftsführer gaben mir ebenfalls oft wertvolle Tipps und stand mir mit Rat und Tat zur Seite.
 

Das Praktikum hat sich gelohnt
 Bei diesem Projekt konnte ich alles einbringen und anwenden, was mir Spaß macht. Kreativität war gefragt, eine genaue Planung und Konzeption war aber ebenfalls sehr wichtig. Ebenso die Kommunikation und Koordination zwischen Agentur und Firma. Ich bin sehr froh, dass mir mein Kollege damals diesen Zettel mit der Stellenausschreibung mitgebracht hat und ich mich trotz Diplomarbeit entschlossen habe, dieses Praktikum zu machen. Denn ich habe sehr viel gelernt, neue Freundschaften geschlossen, einen tollen Einblick in ein interessantes Unternehmen gewonnen und selbstständig ein richtig spannendes Projekt bearbeitet. So sollte ein Praktikum immer sein.

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