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Erst nach Harvard, dann zu Hengeler Mueller

Harvard University [Quelle: Pixabay.com, 12019]

Quelle: Pixabay.com, 12019

Studieren in Harvard – für viele ein Traum. Radmila Petrovic hat ihn wahrgemacht – durch eine Reise, die nicht nur ihren juristischen, sondern auch ihren wirtschaftlichen, sprachlichen und kulturellen Horizont erweiterte.

Eine Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Wer ein LL.M.-Studium absolvieren möchte, wird zunächst entscheiden müssen, wohin die Reise gehen soll. Die Auswahl ist nicht leicht, denn LL.M.-Programme werden mittlerweile auf allen Kontinenten angeboten. Für mich selbst war sehr schnell klar, dass es in die USA gehen sollte. Zum einen reizte es mich, für eine längere Zeit außerhalb Europas zu leben. Zum anderen bieten die USA eine große Auswahl an hervorragenden Universitäten. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich eine Zusage der Harvard Law School erhielt.

"Die kulturelle und fachliche Vielfalt waren für mich prägend"

Mit meinem LL.M.-Studium verbinde ich vor allem die zahlreichen menschlich und fachlich beeindruckenden Persönlichkeiten, die ich während meiner Zeit in Cambridge kennenlernen durfte. Das gilt sowohl im Hinblick auf die Lehrenden als auch die Studierenden der Harvard Law School. Hinzu kam die große kulturelle Vielfalt meines LL.M.-Jahrgangs, der aus rund 180 Studierenden aus etwa 100 Nationen bestand. Da für die LL.M.-Studenten und die regulären J.D.-Studenten ein gemeinsames Curriculum angeboten wird und wir somit die gleichen Vorlesungen besuchten und die gleichen Prüfungen ablegten, bestand zudem ein enger Kontakt zu den amerikanischen Studierenden. Letzteres war für mich bei der Auswahl der Universitäten ein wichtiger Aspekt, da ich auch das "normale" Universitätsleben in den USA kennenlernen wollte.

Auch ein bisschen BWL kann nicht schaden

In fachlicher Hinsicht haben mich insbesondere das interdisziplinäre Kursangebot und der Austausch zwischen den Fakultäten beeindruckt. Die Studierenden lernen von Beginn an, die rechtliche Tätigkeit in einen größeren Gesamtkontext zu stellen. Im Rahmen des fächerübergreifenden Angebots werden vielfältige Kurse angeboten, die an der Schnittmenge von Jura und Wirtschaft oder Politik ansetzen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, ausgewählte Vorlesungen an der Harvard Business School und der Harvard Kennedy School zu besuchen. Ich habe das Angebot in Anspruch genommen und mit großem Interesse einige betriebswirtschaftliche Kurse belegt. Das dadurch gewonnene Grundverständnis für betriebswirtschaftliche Themen hilft mir bis heute, auch die wirtschaftliche Perspektive unserer Mandanten besser zu verstehen.

Das Fazit

Das LL.M.-Studium war für mich ein einmaliges Erlebnis, an das ich nur beste Erinnerungen habe. Ich empfinde es als großes Privileg, an vielen Orten der Welt Freunde und Bekannte zu haben, mit denen mich dieses besondere Erlebnis verbindet. Darüber hinaus war das LL.M.-Studium eine tolle Gelegenheit, meinen eigenen fachlichen und kulturellen Horizont zu erweitern und meine Englischkenntnisse zu vertiefen. Sicherlich lässt sich ein vergleichbarer sprachlicher
und fachlicher Mehrwert im späteren Berufsleben auch anderweitig erzielen, etwa durch Secondments im Ausland oder Fortbildungen. Die besondere kulturelle Erfahrung während meines LL.M.-Studiums und die Vielzahl an persönlichen Kontakten und neuen Freundschaften lassen sich für mich hingegen nicht ersetzen und werden mich mein gesamtes (Berufs-)Leben begleiten.

Dieser Erfahrungsbericht ist erstmals in Der LL.M. der Buchreihe e-fellows.net wissen erschienen.

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