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Windrad, Berge, Wiese, Nachhaltigkeit [Quelle: pexels.com, Autor: Pixabay]

Quelle: pexels.com, Pixabay

Du sparst Strom, überlegst dir dreimal, ob der Langstreckenflug wirklich nötig ist, und fährst wann immer es geht Fahrrad? Hast du mal darüber nachgedacht, auch beruflich dem Klima zu helfen? Jelena macht genau das: Sie berät Versicherungen und unterstützt sie dabei, grüner zu werden.

Liebe Jelena, du arbeitest bei Deloitte im Bereich Actuarial & Insurance Services – du berätst also Versicherungen. Wie kannst du ihnen helfen?

Die Themen bei uns reichen von traditionellen aktuariellen Aufgaben wie Berechnungen von Schadensrückstellungen und dem Erfüllen regulatorischer Anforderungen bis hin zur Implementierung neuer Technologien und der Anwendung von Data Science Methoden, um Versicherungsrisiken besser zu quantifizieren oder klassifizieren zu können, die Schadensquote zu verbessern oder aber auch die Schadensregulierung effizienter zu gestalten. Außerdem beschäftigen wir uns auch mit den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit – dieser Bereich ist auch bekannt als ESG, was für "Environmental, Social and Governance" steht. Dazu modellieren wir zum Beispiel Klimaszenarien oder entwickeln mit Versicherern nachhaltige Produkte, um sie dabei zu unterstützen, das Klima zu schützen.

Was war bisher dein spannendstes Projekt?

Sehr spannend war ein Projekt, in dem ich mit Kolleg:innen einen Workshop zum Thema Nachhaltigkeit vorbereitet habe. Die Kund:innen wollten sich über ESG-Aspekte in der Versicherung informieren und wissen, wie sie sich in Bezug auf Nachhaltigkeit aufstellen können. Ich habe mit fünf Kolleg:innen aus verschiedenen Bereichen zusammengearbeitet – das war sehr interaktiv, wir konnten uns viel austauschen und Themen gemeinsam erarbeiten. Bei uns wird Teamwork groß geschrieben, und wir arbeiten auch viel in interdisziplinären Teams zusammen.

Die Fragen, die wir uns im Workshop konkret gestellt haben, waren zum Beispiel: Was ist ein grünes Produkt? Was gibt es aufgrund der regulatorischen Vorgaben zu tun? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es? Wir haben den Kund:innen unter anderem am Beispiel einer Gebäudeversicherung dargelegt, wie sie ihr Produktportfolio nachhaltig gestalten können. Sie können zum Beispiel Produkte konzipieren, die gegen Klimaschäden versichern. Oder aber die "Reparieren statt Ersetzen"-Philosophie im Schadenersatz kann Teil eines nachhaltigen Produktangebots sein.

Was hat dir am meisten Spaß an dem Projekt gemacht? Und gab es auch Herausforderungen?

Wir haben es geschafft, einen für den Kunden sehr interessanten Workshop zu gestalten. Die Kunden waren begeistert und wollen mit uns zusammenarbeiten. Das Projekt hat mir auch deswegen so gut gefallen, weil ich viel gelernt habe! Mein Team und ich mussten bei der Arbeit sehr kreativ sein und neue Ideen entwickeln. An einem so wichtigen und greifbaren Thema zu arbeiten, das einem guten Zweck dient und hohe Relevanz für die Gesellschaft hat – das hat mir am meisten Spaß gemacht.

Die größte Herausforderung war, dass es bei sehr vielen ESG-Aspekten in der Versicherung noch keinen Marktstandard gibt. Das Thema ist sehr aktuell, dementsprechend gibt es sehr viele Quellen und wissenschaftliche Studien dazu. Diese muss man kennen und durcharbeiten, um alle Informationen zu erhalten und auf dem aktuellen Stand zu sein.

Stichwort Nachhaltigkeit – inwieweit ist das in der Versicherungsbranche ein Thema?

Das Thema ist gerade sehr aktuell – einerseits natürlich aufgrund der immer stärker sichtbaren Auswirkungen des Klimawandels. Andererseits gibt es aber auch zahlreiche neue regulatorische Anforderungen, unter anderem im Rahmen der EU-Taxonomie. Die Versicherer spielen aufgrund ihres Geschäftsmodells eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels und sind von seinen Auswirkungen besonders betroffen. Durch ihre Arbeit wird das Risiko auf mehrere Schultern verteilt, sie helfen der Gesellschaft und unterstützen sie dabei, grüner zu werden.

Bist du auch schon auf Widerstand gestoßen, als du auf ESG-Aspekte im Transaktionsgeschäft aufmerksam gemacht hast?

Im Gegenteil! So wie ich es bisher erlebt habe, ist die Bereitschaft bei den Versicherungen sehr groß, an ESG-Aspekten zu arbeiten. Die Kund:innen kommen direkt auf uns zu und wollen aktiv werden. Sie sind interessiert und begeistert von dem Thema.

Wie sind die Zusammenarbeit und der Teamspirit bei Deloitte?

Sehr angenehm. Ich habe mich von Anfang an sehr wohlgefühlt bei Deloitte. Man ist nie allein, wenn man vor einem Problem steht. Jeder unterstützt jeden! Man kann immer auf alle Kolleg:innen zugehen und Fragen stellen oder um Unterstützung bitten. Wenn es die aktuelle Situation zulässt, unternehmen wir auch gerne was zusammen, gehen nach der Arbeit was trinken oder machen gemeinsame Ausflüge. Es gibt auch Teamtage, an dem alle Kolleg:innen aus ganz Deutschland und Österreich zusammenkommen.

Wieso sind Mathematiker:innen bei Deloitte gut aufgehoben?

Mathematiker:innen sind bei uns im Team sehr gerne gesehen! Ich habe ja selbst Mathematik studiert und kann mein Wissen aus der Uni jetzt bei allen Arbeitsaspekten anwenden. In unserem Studium lernen wir komplexes Denken und strukturiertes Problemlösen – von diesen Fähigkeiten profitiere ich natürlich jetzt sehr stark, wenn ich in der Beratung Lösungen finden will. Außerdem kann ich in meinem Job auch mathematische Modelle nutzen, zum Beispiel wenn ich berechnen will, wie sich die Prämien für Gebäudeversicherungen in Hochwassergebieten ändern. Ich nutze auch Programmiersprachen, die ich an der Uni gelernt habe.

Hattest du vor deinem Einstieg bei Deloitte schon Erfahrung im Versicherungswesen?

Nein, ich hatte keine Erfahrung mit Versicherungen – aber das ist auch keine Voraussetzung, um bei uns im Team einsteigen zu können. Es war schon eine Herausforderung, weil ich mich erst einlernen musste. Aber Deloitte unterstützt die Einsteiger:innen bei der Einarbeitung, es gibt ein Lernprogramm, um sich neue Themen anzueignen, viele Lernvideos, e-Learning Plattformen und zahlreiche weitere Angebote.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um dein:e Kolleg:in zu werden?

Es ist von Vorteil, wenn man Mathematik oder ein vergleichbares technisches oder naturwissenschaftliches Fach studiert hat. Man sollte zudem offen sein und bereit, viele verschiedene neue Dinge zu lernen. Ein gewisses Interesse an Datenanalyse, maschinellem Lernen und an Finanz- und Versicherungsthemen ist auch hilfreich. Schön ist es auch, wenn die Bewerber:innen engagiert sind, und sowohl selbstständig als auch im Team gut arbeiten. Man sollte auch klar und überzeugend präsentieren können, kommunikativ sein und kritische Fragen stellen können.

Bei uns gibt es so viele verschiedene Themen, dass jeder seinen Platz findet. Nach dem Einstieg kann man sich in die Richtung entwickeln, die einen am meisten interessiert. Dafür ist es natürlich hilfreich, sich unterschiedliche Themen in verschiedenen Projekten anzusehen. Das ist ja der Vorteil an der Arbeit als Consultant – dass man so vielfältige Themen in kurzer Zeit bearbeitet und ständig dazulernt.

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