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Allianz blickt auf Zeit nach der Pandemie

Frau Mann Besprechung Büro Einblick [Quelle: Pexels.com, Autor: The Coach Space]

Quelle: Pexels.com, The Coach Space

Vereinfachen, digitalisieren, Klimaschutz – Vorstandschef Bäte gibt erste Einblicke in seine neue Strategie.

Die Allianz plant für die Zeit nach der Pandemie: "Wir wollen unsere Produkte und Prozesse weiter vereinfachen und die digitale Qualität weiter ausbauen", sagte Vorstandschef Oliver Bäte bei der Präsentation der Bilanz für das abgelaufene Jahr am Freitag. Bäte, dessen Vertrag bei Europas größtem Versicherer noch bis 2024 datiert ist, hat damit bereits einen ersten Blick auf seinen neuen Dreijahresplan gewährt, der im kommenden Dezember vorgestellt werden soll.

Nachdem seine erste Mehrjahresstrategie mit dem Titel "Renewal Agenda" vor allem an Renditezielen orientiert war und der bis Ende des Jahres laufende Nachfolger "Simplicity wins" den internen Umbau zum Ziel hat, dürfte im kommenden Strategieplan noch die Themen Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung (ESG) hinzukommen. "Wir wollen eine treibende Kraft sein beim Umbau unserer Gesellschaft zu einer klimaneutralen Welt", kündigte Bäte an.

Umweltpläne konkretisiert

Erst Mitte Januar hatte der Versicherer seine bisherigen Umweltpläne konkretisiert und erstmals Zwischenziele auf dem Weg zur bereits anvisierten Klimaneutralität bis ins Jahr 2050 angekündigt. Demnach sollen bis 2025 die Emissionen für ausgewählte Anlageklassen im Portfolio von Kundengeldern um ein Viertel im Vergleich zu 2019 reduziert werden. Auch werden Aktien und Anleihen künftig nach den Kriterien des 1,5- Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens überprüft. Nach diesen Vorgaben werden auch alle Immobilien, in die man investiert ist, gecheckt.

Gerade die Vermögensverwaltung mit den beiden Töchtern Pimco und Allianz Global Investors (AGI) entwickelte sich im Corona-Jahr 2020 besser als das Sachversicherungs- und das Lebensversicherungsgeschäft . Die kleinste der drei Sparten im Allianz-Konzern steigerte das für Dritte verwaltete Vermögen um 26 Milliarden Euro auf 1,712 Billionen Euro. Inklusive der Eigenanlagen wuchs das gesamte verwaltete Vermögen auf ein Allzeithoch von 2,389 Billionen Euro. Wer das Jahr bereits auf Rekordniveau beginne, könne auch anschließend auf höhere Einnahmen und Gewinne hoffen, so die Einschätzung von Finanzvorstand Giulio Terzariol. Insgesamt hat die Allianz im vergangenen Jahr einen operativen Gewinn von 10,8 Milliarden Euro erzielt. Der lag zwar über neun Prozent unter dem Ergebnis von 2019. Die Allianz ist damit aber der Gewinnkönig im Dax vor Volkswagen. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern ein Ergebnis von zwölf Milliarden Euro mit einer Spanne von einer Milliarde Euro nach oben wie unten.

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    Bis 2050 klimaneutral zu werden, ist aber ziemlich unambitioniert und reicht bei weitem nicht aus, um auch nur bei bei unter 2ºC zu bleiben. Für das 1,5-Grad-Ziel wäre Klimaneutralität bis 2030 / 2035 nötig, je nachdem welchen Berechnungen man folgt.

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