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"Ich will nie wieder in die Welt der Leistung zurück"

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Weniger Stress ist der häufigste Vorsatz für 2019. Aber bringt es mehr Ruhe, den Job zu kündigen, um etwa Yoga zu lehren? Zwei Geschichten mit unterschiedlichem Ausgang.

Gegen Ende des Jahres wird der Wunsch groß, ab dem ersten Januar alles besser zu machen. Der häufigste Vorsatz für 2019 in Deutschland ist: weniger Stress. Seit 2011 erhebt Forsa im Auftrag der Krankenkasse DAK, was sich die Menschen hierzulande für das nächste Jahr vornehmen. Bei der letzten Umfrage gaben 62 Prozent der Befragten an, in diesem Jahr Stress abbauen oder reduzieren wollen, weitere 60 Prozent wünschen sich mehr Zeit für Freunde und Familie.

Der Wunsch, beruflich weniger eingespannt zu sein, ist in Deutschland offensichtlich stark – schließlich ist der Job die größte Stressquelle. Aber wird das Leben wirklich ruhiger, wenn man einen Top-Führungsposten oder das Studium aufgibt – um etwa Heilpraktikerin oder Yogalehrerin zu werden? Hier erzählen zwei Frauen, die sich das getraut haben, ihre Geschichte.

Mirian Lamberth, 49

hatte 22 Jahre lang Spitzenpositionen in der Modebranche inne – unter anderem als Kreativdirektorin für Tommy Hilfiger. Jetzt arbeitet sie als Körpertherapeutin – und ist glücklicher als zuvor.

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, an dem ich beschloss, alles loszuwerden. Den Privatjet meines Unternehmens, die Firmenkreditkarte, mein Haus in den Hamptons. Es war nach einer Yogastunde, die meisten anderen waren schon gegangen. Ich rollte gerade meine Matte zusammen, in Gedanken schon beim nächsten Termin. Meine Yogalehrerin kam auf mich zu und sah mich einen Moment lang ruhig an. Dann sagte sie: "Hör mal, Miri. Es reicht, oder?"

Das war vor acht Jahren. Ich war damals Kreativdirektorin der Modemarke Nautica in New York. Ich war kaum zu Hause, sondern arbeitete oft bis spät abends im Unternehmen oder war auf Dienstreise. Dafür hatte ich ein dickes Auto, eine Haushälterin und zwei Putzfrauen, meine beiden Kinder gingen auf teure Privatschulen. Ich hatte so viel Geld, dass ich kaum wusste, wofür ich es ausgeben sollte.

22 Jahre lang habe ich dieses Leben geführt. Mit 18 Jahren zog ich aus meiner Heimat Berlin nach New York, um Modedesign zu studieren. Kurz nach dem Studium bekam ich meinen ersten großen Job als Konzeptdesignerin bei Abercrombie & Fitch. Mit Anfang 20 verdiente ich dort im ersten Jahr 100.000 Dollar. Ich hatte zu diesem Geld überhaupt keinen Bezug. Ich bin in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, in einem Sozialbau am Kottbusser Tor. Meine Mutter war alleinerziehend und arbeitete als Sekretärin im Bezirksamt – und plötzlich saß ich im Schleudersitz ins Universum der Reichen. Im New York Ende der Achtziger schmissen die Unternehmen einem das Geld hinterher. Ein Jobangebot kam nach dem anderen. Mit 35 Jahren war ich Kreativdirektorin für den weltweiten Markt bei Tommy Hilfiger. Weiter oben geht in meiner Branche nicht.

Ich habe mich zwar nie zu hundert Prozent über meine Arbeit identifiziert und habe auch nie so viele Überstunden gemacht wie meine Kollegen. Trotzdem wurde mein Job über die Jahre zermürbend. Ich konnte mich über nichts mehr richtig freuen. Ich fühlte mich übersättigt, weil ich mir alles leisten konnte, gleichzeitig wusste ich kaum noch, wer diese reiche Person eigentlich war. Ich wünschte mir mehr Ruhe und Kontakt zu mir selbst – auch wenn ich das damals nicht so klar benennen konnte. Ich erinnere mich aber, dass ich kleine Glücksmomente immer dann erlebte, wenn ich mit mir allein war, zum Beispiel bei kleinen Spaziergängen im Park.

In meiner Arbeit sah ich derweil immer weniger Sinn. Ich saß in Meetings, in denen stundenlang die Farbe von Knöpfen diskutiert wurde. Ich reiste nach Brasilien, Japan und Indonesien, um shoppen zu gehen und Trends zu kopieren. Was dort gerade gut lief, stellten wir dann auch her. Die Massenproduktion wurde mir mit der Zeit immer unheimlicher. Einmal besuchte ich eine unserer Textilfabriken in China, die Halle war so groß wie ein Fußballfeld und komplett voll mit Kleidung. Ich fragte, ob das die gesamte Produktion sei. Nein, erklärte man mir, es seien nur die T-Shirts in der Farbe Weiß – in einer einzigen Größe. Das war ein Schockmoment für mich. Ich spürte: Das geht so nicht weiter. Wer bitte braucht so viele T-Shirts?

Die Entscheidung, etwas an meinem Leben zu ändern, kam ganz leise, ohne großen Knall. Monatelang spürte ich nur einen Kloß im Hals, der immer größer wurde. Dass mein Ausstieg dann ziemlich glatt verlief, ist einem Zufall zu verdanken:  Zwei Tage nach der Unterhaltung mit meiner Yogalehrerin bat mein Chef mich zu einem Gespräch. Es tue ihm furchtbar leid, aber die Zukunft meiner Stelle sei ungewiss. Das war 2010, nach der Finanzkrise, die goldenen Zeiten in New York waren vorbei. Ich sagte ihm, er brauche keine neue Stelle im Unternehmen für mich zu suchen. Stattdessen zog ich mit meiner Familie für ein Jahr nach Bali. Wir verkauften alles, was wir hatten, und jeder nahm nur einen Koffer mit. Da habe ich gemerkt, wie wenig ich eigentlich zum Leben brauche. Und dass ich nie wieder so arbeiten möchte wie früher. Ich hatte das Gefühl, mich zu viele Jahre herzloser Massenware gewidmet zu haben, während die Beziehungen in meinem Leben zu kurz kamen.

Ich war nie besonders sparsam oder habe mir viele Gedanken ums Geld gemacht. Ich habe immer gleich alles ausgegeben oder verschenkt. Nach dem Jahr auf Bali hatte ich keine Rücklagen mehr. Doch ich habe mir sehr viel weniger Sorgen um mich gemacht als mein Umfeld. Ich dachte: Zur Not arbeite ich eben im Bioladen. Das wäre nicht das Schlechteste gewesen.

Nach der Auszeit kam ich zurück nach Berlin, weil der Wohnungs- und Arbeitsmarkt hier viel entspannter ist als in New York. In der ersten Zeit hielt ich mich mit kleinen Consulting-Aufträgen über Wasser. Dann fragte mich jemand, ob ich eine Sterbebegleitung machen würde. Durch meine ehrenamtliche Arbeit im Kinderhospiz hatte ich Erfahrung damit und sagte zu. Etwa zeitgleich begann ich, als Yogalehrerin zu arbeiten. Die Ausbildung hatte ich schon Jahre zuvor nebenbei in New York gemacht. Dann bekam ich eine Anfrage, Yoga in Verbindung mit Körpertherapie anzubieten. Später habe ich auch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin gemacht.

Heute bin ich selbstständig und biete Coaching, Akupunktur, Akupressur und Körpertherapie an. Ich lebe mit meiner Familie zur Miete in einer 70-Quadratmeter-Dachgeschosswohnung und mache alles ganz in Ruhe. Ich arbeite gerade so viel, dass ich genug Geld für den Monat habe, manchmal habe ich nur einen Termin am Tag. Ich mache viel Sport an der frischen Luft und habe mich einer Outdoor-Crossfit-Gruppe angeschlossen. Insgesamt fühle ich mich heute verbundener mit der Welt. In meinem alten Job ging es immer nur um Äußerlichkeiten. Heute übernehme ich mehr Verantwortung für mich selbst, für meine Familie und auch für unseren Planeten. Ich buche seltener Flugreisen und versuche, ein nachhaltiges Leben zu führen.

Wenn ich doch mal mit meiner Familie in den Urlaub fliege, merke ich, dass ich noch nicht ganz losgelassen habe: Ich finde es schrecklich, am Flughafen Schlange zu stehen. Früher durfte ich immer an allen vorbeigehen oder bin im Privatjet geflogen. Mein Partner lacht nur, wenn ich das teurere Priority Boarding buchen will: "Nein, du stehst schön mit uns an!"

Die erfolgreichen Klienten als Spiegel des früheren Ichs

Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, fehlt mir heute nichts. Ich liebe meine neue Arbeit, denn sie ist sinnvoll und ich merke, dass ich meinen Klienten helfe. Ich mag Menschen sehr gern – das ist auch der Grund, warum ich in der Modeindustrie so lange durchgehalten habe. Ich durfte dort mit Leuten zusammenarbeiten, die ich toll fand und mit denen ich sehr gerne Zeit verbrachte. Mit einigen alten Kollegen bin ich bis heute befreundet. Doch nicht alle Freundschaften haben den Wechsel überlebt. Das war die einzige negative Erfahrung im Zuge meiner Entscheidung: Ich musste feststellen, dass manche Menschen nur an mir interessiert waren, solange ich viel Geld hatte und wichtig war. Das war in einigen Fällen schmerzhaft – aber es hat auch sein Gutes. Heute weiß ich, dass meine Freunde wahre Freunde sind.

Mit der Welt der Unternehmer und Topmanager habe ich übrigens auch als Gesundheitscoach noch zu tun. Viele meiner Klienten haben tolle, kreative Jobs, in denen sie gut verdienen. Gleichzeitig besteht ein Leidensdruck, der sie zu mir führt. Ich arbeite ganzheitlich und schaue mit ihnen gemeinsam, was sie brauchen. Es geht in meiner Therapie um Körpererfahrung und wir führen Gespräche darüber, wie Körper und Seele zusammenhängen. Mir kommt es manchmal so vor, als würde mir das Schicksal einen Spiegel vorhalten, in dem ich mein früheres Ich erkennen kann. Ich mag diese Menschen und bewundere sie. Aber ich will nie wieder in ihre Welt der Leistung zurück.

(Protokoll: Inga Pötting)

Als Yogalehrerin gestresster als zuvor

Antonia Krausig*, 24

gab ihr Studium und ihren Job im Café auf, um Yoga zu unterrichten. Nach einem halben Jahr war sie gestresster als zuvor.

Im Jahr 2017 beschloss ich: Ich will nicht mehr arbeiten, nur um Geld zu verdienen. Ich wollte etwas tun, das mich erfüllt. Ich legte meine Studienpläne vorerst beiseite, kündigte den Caféjob, der meine Miete zahlte, und meldete ein Gewerbe als Yogalehrerin an. Yoga schien mir als Gegenentwurf zum Schneller-Höher-Weiter, dessen ich müde geworden war, die perfekte Alternative. Das stille, meditative In-Sich-Hineinhorchen und das gemeinsame Singen von Mantras gaben mir Ruhe und Selbstvertrauen – also das, wonach ich mich am meisten sehnte. Dieses Gefühl wollte ich teilen. Doch schon ein halbes Jahr später habe ich genau das Gegenteil erreicht: Ich hatte mein eigenes Gleichgewicht verloren, zweifelte an mir selbst – und erwischte mich immer häufiger dabei, dass meine Gedanken ständig ums Geld kreisten.

Yoga war während einer schwierigen Zeit ein effektives Werkzeug geworden: Nach dem Abitur in Berlin war ich nach Kapstadt gegangen, um dort Kunst zu studieren. Meine Familie kommt ursprünglich aus Südafrika und der Großteil meiner Verwandtschaft wohnt noch immer dort. Doch das Kapstadt meiner Kindheit sah ich nun mit andren Augen. Diese wunderschöne Stadt zwischen Bergen und traumhaften Stränden zeigte mir ihre hässliche Seite aus Verbrechen, Hektik, Gewalt und Armut. Ich war ständig unruhig und fühlte den Stress, der von der Stadt ausging. Obwohl mich meine Eltern nach Möglichkeit unterstützten, arbeitete ich, wie alle Menschen in Kapstadt, ununterbrochen, um Miete und das Studium finanzieren zu können. Ich kellnerte in einem Restaurant und half in einer Smoothie-Bar aus. Zeit und Geld waren immer knapp: Denn trotz der geringen Löhne in Kapstadt sind die Mieten nahezu genauso hoch wie in Deutschland. Viel Zeit, um Menschen kennenzulernen oder mich auf meine Kunst zu konzentrieren, blieb nicht. 

Ich begann, mich immer einsamer zu fühlen, war überfordert und zog mich immer mehr zurück. Ich bin eigentlich ein fröhlicher Mensch, doch in Kapstadt lernte ich eine Seite von mir kennen, die traurig, ängstlich und verunsichert ist. Trotzdem sagte ich mir jeden Tag: "Da musst du jetzt durch!" Und: "Du bist schließlich erwachsen!" 

Yoga gab die alte Sicherheit zurück

Was mir in dieser Zeit half, war Yoga – und um ganz präzise zu sein Kundalini, eine spezielle Form von Yoga, die besonders auf Meditation und Atmung setzt. Anfangs machte ich die Übungen für mich allein zu Hause. Nach ein paar Monaten besuchte ich einen Kurs und fühlte mich das erste Mal seit Langem wieder wie ich selbst. Die Meditation gab mir die Sicherheit zurück und öffnete mir neue Perspektiven. Ich konnte mir ehrlich eingestehen, dass Kapstadt nicht mein Zuhause war und ich wieder nach Berlin wollte. Mir wurde auch klar, dass ich nicht weiter studieren möchte, auch wenn ich ein sehr gutes Abitur hatte. Stattdessen wollte ich etwas tun, das mir wirklich etwas bedeutet, und nicht einem Druck von außen folgen, der mir einen Weg vorschreibt.

Zurück in Berlin begann ich eine Yogaausbildung. Damit ich mir das leisten konnte, arbeitete ich wieder in einem Café – und je intensiver ich mich mit dem Kundalini befasste, desto mehr merkte ich, wie gut es mir tat: Ich ging aufrechter, meine Stimme wurde klarer, mein Selbstbewusstsein festigte sich. Um dieses Gefühl an andere weiterzugeben, kündigte ich später den Kellnerjob und machte mich als Lehrerin selbstständig.

Ich mietete mir einen eigenen Raum, kaufte Matten, verteilte Flyer. Meine Klassen waren zwar besucht, jedoch reichte das nicht, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. In Berlin zahlen die Menschen in der Regel nicht mehr als zehn oder zwölf Euro die Stunde. Bei zehn Schülern waren das etwa 100 bis 120 Euro. Abzüglich der 25 Euro Raummiete und dem Geld für die Reinigung.

Ich begann Vertretungsstunden in anderen Yogastudios zu geben. Aber auch das lohnte sich finanziell kaum: Einmal fuhr ich für einen Kurs bis ans andere Ende der Stadt und stand dort vor drei Schülern. Abzüglich meiner Fahrkarte brachte mir der Kurs plus anderthalb Stunden An- und Abfahrt nicht mehr als 25 Euro. Manchmal mietete ich mich auch in andere Yogastudios ein. In solchen Fällen musste ich jedoch eine Provision bezahlen. Selbst wenn der Kurs gut besucht war, blieben für mich am Ende meistens nicht einmal 40 Euro.

Das ist das Schwierige an der Selbstständigkeit als Yogalehrerin: Man weiß nie, wie viele Schüler am Ende zu einem Kurs kommen. An einem Tag sind es zehn oder zwölf, am nächsten nur zwei oder drei. Ich sagte mir immer wieder, dass das nichts mit mir zu tun hat.

Trotzdem fing ich an, an mir zu zweifeln. Langsam veränderte sich meine Perspektive. Ich rechnete während des Unterrichtens aus, wie viel Geld ich am Ende machen würde. Plötzlich ging es nicht mehr darum, Menschen zu helfen, sondern darum, Rechnungen zu bezahlen.

Es war paradox: Ich habe mit dem Unterrichten angefangen, weil ich aus der Berufswelt aussteigen wollte, in der Geld die Hauptmotivation ist, und nun war ich wieder voll drin. Yoga wurde immer mehr zum Geschäft und mit jeder Woche, die verging, drehten sich meine Gedanken immer mehr ums Geld.

Dazu kam der Zwang zur Selbstvermarktung. Yogakurse lassen sich gut über Fotos bei Instagram bewerben, am besten mit solchen, auf denen man im Kopfstand oder Lotussitz lächelnd in die Kamera schaut – wenn möglich bei Sonnenuntergang. Diese zu machen, kostete nicht nur mehr Zeit als gedacht. Dieses Marketing rückte auch von dem ab, was ich mir als Ziel und Perspektive gesetzt habe. Yoga ist schließlich mehr als eine hübsche Pose. Es geht ums Atmen, um Klarheit und um Selbstbewusstsein. Ein Foto neigt dazu, nur auf Äußerlichkeiten zu reduzieren. 

Auch der finanzielle Druck nahm mir das Gefühl der Ausgeglichenheit, das für den Unterricht so wichtig ist. Als ich nach etwa sechs Monaten meine Miete nicht mehr zahlen konnte und meiner Krankenversicherung einige hundert Euro schuldete, entschied ich, dass es so nicht weitergehen konnte. Außerdem wurde mir klar, dass die Vorstellung, aus dem Leistungsdruck ganz aussteigen zu können, utopisch ist. Zumindest solange man in Deutschland lebt und die Miete und die Krankenversicherung bezahlen muss. Auch Menschen, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen, müssen den Gesetzen des Marktes gehorchen. Wer sich als Yogalehrerin selbstständig machen will, sollte sich daher genau überlegen, worum es ihm geht: Will ich Yoga für mich und meine Schüler machen – oder will ich Geld verdienen?

Ich habe beschlossen, dass Yoga für mich kein Business werden soll. Weswegen ich wieder einen zusätzlichen Job angenommen habe. Ich arbeite bei einem Start-up im Bereich Gesundheit im Büro, lege Rechnungen ab, organisiere die Termine des Chefs – allerdings nicht Vollzeit, sondern nur drei Tage in der Woche. Denn auch wenn die Selbstständigkeit mitunter mehr Stress war als Om, ist Yoga etwas, das ich alleine und auch mit anderen weiter praktizieren möchte. Ich unterrichte deshalb auch heute noch. Allerdings nur noch einmal die Woche und ohne finanziellen Druck.

Meinen kurzen Ausstieg bereue ich trotzdem nicht. Er war zwar temporär, dafür habe ich die Ruhe gefunden, um dort anzukommen, wo ich jetzt bin und einen gesunden Mittelweg gefunden. Heute weiß ich: Viel Geld zu haben, ist mir tatsächlich nicht wichtig. Auch einen Bürojob von Montag bis Freitag kann ich mir kaum vorstellen. Aber um Yoga mit ganzem Herzen unterrichten zu können, braucht es doch einen freien Kopf – und keinen voller Geldsorgen.

*Name von der Redaktion geändert, da die Protagonistin berufliche Nachteile fürchtet

© ZEIT ONLINE (Zur Original-Version des Artikels)

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