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Netzwerker im Vorteil

Wann soll ich anfangen, mich zu bewerben?

Im Idealfall hast du den Job natürlich schon vor der letzten Prüfung in der Tasche. Doch keine Panik: Das gelingt kaum jemandem. Ob du dich schon während der letzten Monate deines Studiums bewirbst oder erst, wenn du alle Prüfungen hinter dir hast, ist eine Typfrage. Manche fühlen sich von einer unsicheren Zukunft gestresst und schreiben Bewerbungen lieber parallel zum Examen. Die Jobsuche nimmt aber häufig viel Zeit in Anspruch. Wer die nicht hat oder sich schlecht auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren kann, sollte erst nach den Prüfungen Bewerbungen schreiben. 

Bei großen Unternehmen kann's dauern

Bedenken solltest du, dass Bewerbungsprozesse gerade bei großen Unternehmen häufig mehrere Monate dauern und oft über verschiedene Runden gehen. Bei kleineren Unternehmen, die keine eigene Personalabteilung haben, geht es hingegen häufig schneller. 

Ein Jahr vor dem Abschluss Infos sammeln

Wer im Studium noch nicht genau weiß, was er beruflich machen möchte, sollte spätestens im letzten Jahr vor dem Abschluss Infos sammeln: Du kannst zum Beispiel Job-Newsletter abonnieren und in Job-Suchmaschinen oder in der Tageszeitung Stellenanzeigen lesen. So bekommst du ein Gespür dafür, welche Qualifikationen gefragt sind, und wo du deine eigenen Fähigkeiten unterbringen kannst. Durch Stellenanzeigen lernst du häufig auch neue Berufe kennen, die in kein klassisches Schema passen. 

Den inoffiziellen Stellenmarkt nutzen

Viele Unternehmen besetzen Stellen gerne intern, mit ehemaligen Praktikanten oder Werkstudenten. Wer als Student für eine Firma gearbeitet hat und sich vorstellen kann, später dort einzusteigen, sollte unbedingt Kontakt halten. Am leichtesten ist es, mit einem Kollegen in Kontakt zu bleiben, zu dem du schon während des Praktikums einen guten Draht hattest. Gegen Ende des Studiums kannst du dann ruhig direkt nachfragen, ob das Unternehmen in nächster Zeit neue Mitarbeiter einstellen wird. 

Netzwerke aktivieren

Hast du zum Wunschunternehmen selbst keinen Kontakt, kannst du versuchen, über Bekannte oder soziale Netzwerke einen Kontakt dorthin aufzubauen. Natürlich solltest du nicht plump fragen, ob du beim betreffenden Unternehmen anfangen kannst. Aber Fragen zu einzelnen Abteilungen oder dem Unternehmen allgemein kannst du Personalern oder Mitarbeitern durchaus stellen. Sinnvoll ist es auch, dein eigenes Profil in beruflichen Online-Netzwerken auf den neuesten Stand zu bringen und dort auch einzutragen, in welcher Branche du einen Job suchst. Denn nicht nur Headhunter nutzen solche Portale, um neue Mitarbeiter für Firmen zu rekrutieren. Auch dein Wunscharbeitgeber kann sich so gleich einen Eindruck von dir machen. Mache aber nicht den Fauxpas, den Personaler dort zu kontaktieren, bevor er sich für dich entschieden hat. 

Und wenn ich die Anforderungen nicht voll erfülle?

Unternehmen suchen in Stellenanzeigen gerne den 110-prozentigen Kandidaten, der mit Mitte zwanzig zehn Jahre Berufserfahrung mit vier Auslandsstationen hinter sich hat und fünf Sprachen spricht. Das heißt: Du musst nicht alle Anforderungen vollständig erfüllen, um Aussicht auf Erfolg zu haben. Aber die Kernkompetenzen einer Stellenausschreibung solltest du natürlich mitbringen. Dafür brauchst du allerdings nicht immer Berufserfahrung. 

Manches lernt man in der Freizeit

Sind zum Beispiel Organisations- und Kommunikationsfähigkeit gefragt, musst du nicht unbedingt in einer Event-Agentur gearbeitet haben. Diese Fähigkeit kannst du auch durch ein Auslandssemester in Neuseeland oder die Organisation des Uni-Sommerfests erworben haben. Einsteiger sollten daher immer überlegen, durch welche Hobbys oder Engagements sie Kompetenzen erworben haben, die sie für den ausgeschriebenen Job gebrauchen können. 

Lohnen sich Initiativbewerbungen?

Grundsätzlich ist es gut, selbst aktiv zu werden. Vorher solltest du herausfinden, wer der konkrete Ansprechpartner im Unternehmen ist. Das geht am schnellsten durch einen Anruf im Unternehmen und ein kurzes Gespräch mit der Personalabteilung – falls es eine gibt. 

Massenbewerbungen bringen selten etwas

Massenbewerbungen an möglichst viele Unternehmen ohne konkrete Vorstellung, was man im Unternehmen machen will, bringen in der Regel nichts. Stattdessen solltest du überlegen, in welcher Abteilung und in welcher Funktion du in der betreffenden Firma arbeiten möchtest und dann ein individuelles Anschreiben formulieren. Hast du durch das Telefonat einen Ansprechpartner gefunden, richtest du die Bewerbung direkt an diesen und erwähnst im Anschreiben das Telefonat. 

Wie viele Bewerbungen schreiben Absolventen?

Die Zahl der Bewerbungen hängt stark von Studienfach und Branche ab. Ein branchenübergreifendes Ergebnis liefert eine Studie des Hochschulinformationszentrums von 2007: 

  • 11 Prozent: 0 Bewerbungen
  • 18 Prozent: 1 Bewerbung
  • 13 Prozent: 2-3 Bewerbungen
  • 9 Prozent: 4-5 Bewerbungen
  • 14 Prozent: 6-10 Bewerbungen
  • 14 Prozent: 11-20 Bewerbungen
  • 15 Prozent: 21-50 Bewerbungen
  • 6 Prozent: über 50 Bewerbungen
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