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Ein Spitzengehalt bekommen meist die Männer

Fernglas, Suchen, Stellensuche, Jobsuche, Arbeitssuche (© frank peters - Fotolia.com)

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Selbst als gefragte Fachfrauen in Branchen mit Fachkräftemangel verdienen sie seltener ein Spitzengehalt als Männer. Doch Frauen können selbst an den entscheidenden Stellschrauben drehen.

Die ziehen sich aus familiären Gründen häufiger als Männer aus dem Berufsleben zurück, arbeiten öfters in Teilzeit und sind seltener Führungskraft. Verglichen mit ihren männlichen Kollegen erreichen weibliche Fachkräfte deshalb noch immer deutlich seltener Spitzengehälter von mehr als 100.000 Euro im Jahr.

Das ist das Ergebnis einer Gehaltsanalyse der Online-Stellenbörse Stepstone. So ergibt die Erhebung, für die mehr als 200.000 Datensätze ausgewertet wurden: Nur 16 Prozent aller Fachkräfte, die ein Jahresgehalt von mehr als 100.000 Euro im Jahr erzielen, sind Frauen.

Im Schnitt verdienen Deutschlands Spitzenverdienerinnen dabei 130.700 Euro. Gleichzeitig weist die Stellenbörse Möglichkeiten für Frauen auf, ihre Chancen auf ein sechsstelliges Jahresgehalt zu erhöhen.

Augen auf bei der Branchenwahl

Schon der Einstieg ins Berufsleben könne das spätere Gehalt entscheidend prägen. Spitzenverdienerinnen mit Promotion oder Staatsexamen liegen mit 8.200 Euro monatlich über dem durchschnittlichen Top-Gehalt, so die Analyse. Auch die Fächerwahl im Studium soll gut überlegt sein.

Während unter den Top-Verdienerinnen Wirtschaftswissenschaftlerinnen im Durchschnitt 124.200 Euro verdienen, erzielen weibliche Fachkräfte mit einem Abschluss in den Ingenieurwissenschaften nochmals 20.000 Euro mehr im Jahr.

Mit durchschnittlich 166.500 Euro erzielen weibliche Fachkräfte aus dem Baugewerbe und der Bauindustrie ein besonders hohes Gehalt unter den Frauen mit sechsstelligem Verdienst. Auch in der Branche Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik werden Spitzenverdienerinnen mit 145.500 Euro überdurchschnittlich hoch bezahlt.

Personalverantwortung zahlt sich aus

Geht es um ein konkretes Berufsfeld, dann stechen besonders Ingenieurinnen mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 148.100 Euro hervor. Damit liegen sie im Schnitt sogar rund 4.000 Euro über einer Geschäftsleiterin oder einem weiblichen Vorstandsmitglied.

Die größten Chancen auf ein Spitzengehalt von mehr als 100.000 Euro im Jahr haben weibliche Fachkräfte, die Personalverantwortung tragen. 66 Prozent aller Top-Verdienerinnen sind Führungskräfte. Dabei gilt: Je mehr Personalverantwortung jemand hat, desto höher fällt das Gehalt aus.

So verdient eine weibliche Führungskraft mit Personalverantwortung für mehr als 100 Mitarbeiter im Schnitt 35 Prozent mehr als eine Vorgesetzte, die bis zu vier Mitarbeiter verantwortet. Insgesamt fühlt sich die Mehrheit aller weiblichen Spitzenverdienerinnen wohl mit ihrem Gehalt: 73 Prozent von ihnen geben an, zufrieden oder sogar sehr zufrieden zu sein.

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