Partner von:

Die Neuorganisation des Studiums

Werdende Eltern im Studium sollten sich früh erkundigen, wie sich Baby und Hörsaal am besten vereinbaren lassen. Neben den Fragen zu Kinderbetreuung und Studienfinanzierung sind folgende Aspekte wichtig, um die Neuorganisation deines bisherigen Lebens erfolgreich zu meistern:

  • Welche Studienleistungen musst du noch erbringen? Mach dir am besten eine Übersicht, welche Prüfungen du noch während der Schwangerschaft erbringen musst, und welche du aufschieben kannst.
  • Welche Fristen musst du einhalten, um deine Studienleistungen zu erbringen? Da diese Fristen nicht einheitlich geregelt sind, sprichst du am besten persönlich mit deinen Dozenten und informierst dich über mögliche Sonderreglungen an deiner Uni im Fall der Schwangerschaft oder des Kinderbetreuungsbedarfs. Viele Prüfungsordnungen sehen Schonfristen vor und Professoren gewähren oft Fristverlängerungen, wenn sie über deine Situation informiert sind.
  • Ist es sinnvoll, ein Urlaubssemester einzulegen? Studenten mit Kind können einen Antrag auf Beurlaubung vom Studium zwecks der „Erziehung und Betreuung eigener Kinder“ stellen und trotzdem noch Prüfungen ablegen. Allerdings verlierst du deinen Anspruch auf BAföG und das eigene Kindergeld. Informiere dich also frühzeitig beim Prüfungsamt über Ausnahmeregelungen oder Nachteilsausgleiche.
  • Wie viele Lehrveranstaltungen solltest du pro Semester belegen? Diese Entscheidung liegt ganz bei dir. Ohne zusätzlich Betreuungsmöglichkeiten ist ein Vollzeitstudium jedoch kaum machbar und eine Verlängerung der Regelstudienzeit ist kein Grund, sich zu schämen. Im Schnitt brauchen Studenten mit Kind vier Semester länger als ihre kinderlosen Kommilitonen.
  • Besteht Anwesenheitspflicht für dich? Ob Übelkeit oder andere Schwangerschaftskomplikationen: Schon bevor dein Kind geboren ist, kann es passieren, dass du erlaubte Fehlzeiten an der Uni überschreitest. In diesem Fall kannst du ein Attest einreichen, um dein Fehlen zu entschuldigen. Das gilt später auch für die Krankheit deines Kindes. Der gesetzliche Mutterschutz beginnt übrigens sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Werdende Mütter können ihr Studium trotzdem fortsetzen, sollten aber im Sinne des Kindes mehr Pausen einplanen. Wenn du in deinem Studiengang mit gefährlichen Stoffen oder mit Maschinen arbeitest, solltest du frühzeitig mit deinen Dozenten sprechen, um das Kindeswohl nicht zu gefährden.
An wen kannst du dich wenden, wenn du Fragen hast?

Als erste Anlaufstelle für Studenten, die ein Kind erwarten oder mit dem Gedanken an ein Kind spielen, informiert die Beratungsstelle der eigenen Hochschule. Dort erfährst du nicht nur welche Betreuungsmöglichkeiten die Universität bietet, sondern kannst auch viele weitere Fragen zum Studium mit Kind stellen. Weitere Anlaufstellen können sein:

  • die allgemeine Studienberatung
  • die Prüfungsämter und Fachstudienberatung
  • der Allgemeine Studentenausschuss (AStA)
  • die Frauen-/Gleichstellungsbeauftragte oder psychologischen Beratungsstellen
  • das Familienservice-Büro bzw. die Sozialberatung vom Studentenwerk
  • das Amt für Kinder- und Jugendhilfe
nach oben

Du hast eine zündende Idee für einen Artikel auf e-fellows.net? Schreib für uns als Gastautor. Wir freuen uns auf deine Beiträge!

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren