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Raus aus den Startlöchern

Hochschule St. Gallen

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Fallstudie, Experteninterviews, Group-building. Das sind Schlagworte, die für alle frisch immatrikulierten Studenten nach der "Startwoche" zum Alltagsvokabular gehören. Bevor der Studienalltag mit Vorlesung, Übung, Tutorium und natürlich auch den ersten Prüfungen über die Studenten des ersten Semesters hereinbricht, steht für sie eine Woche Kennenlernen, Eingewöhnen und St. Gallener Vokabeltraining an.

Der, die, das - wer, wie, was

Kennenlernen sollen die Neuen vor allem den Universitätsbetrieb. Und so stehen beim ersten Treffen ein ausgedehnter Rundgang über den Campus, die Bibliothekseinführung und Essengehen in der Mensa auf der Tagesordnung. Darüber hinaus sollen auch die neuen Studenten untereinander bekannt werden. Deshalb verbringen sie auch die gesamte Startwoche in denselben Kleingruppen miteinander: Sie absolvieren die Startwoche gemeinsam und mit Betreuung eines älteren Studenten. Und sie nehmen gemeinsam an den organisierten Aktivitäten, wie der Einführungsveranstaltung, der Vereinspräsentation und der Schlussfeier teil.

Integrierte Fallstudie

Mittelpunkt der Startwoche stellt eine Fallstudie dar, die von den Erstsemestern in Teams bearbeitet wird. Damit erhalten sie eine erste Einführung in die Materie der Wirtschaftswissenschaften. Im letzten Jahr wurden neue Marketingkonzepte für ein Skigebiet entwickelt, während dieses Jahr die Rettung des Schweizer Theaters Wallikon auf dem Programm stand. Marketingkonzept und Sanierung eines Unternehmens ohne betriebswirtschaftliche Kenntnisse schon vor der ersten Vorlesung? So oder ähnlich stutzten auch viele, die rund zwei Wochen vor Semesterbeginn die Einladung zur Startwoche zugeschickt bekamen.

Die Angst vor der Materie nehmen

Und haben ein leicht mulmiges Gefühl vor dem Programmpunkt "Fallstudie". Aber nicht nur wirtschaftliche Kennzahlen sind gefragt, sondern vor allem das Erlernen von "Grundlagen für Fach-, Handlungs- und Sozialkompetenz". Dabei steht die Kombination verschiedener Themenbereiche im Vordergrund. Wirtschaft und Kultur, Zahlen und Schauspielerei sollen in der Fallstudie miteinander in Berührung kommen. Das fiktive Theater der Fallstudie muss mit schwindenden Zuschauerzahlen, den Herausforderungen eines neuen Spielplans, sinkendem Umsatz und den unterschiedlichen Meinungen innerhalb der wirtschaftlichen und künstlerischen Leitung kämpfen. Unter der Anleitung ihrer Tutoren vertiefen sich die Erstsemester in die Materie und Lernen die Herausforderungen rund um das Management eines Theaters kennen. Und das mit viel Engagement und Spaß, aber auch Kritik: Die Kommentare der Teilnehmer waren bunt gemischt. Hier nur drei Fallbeispiele: von "interessant, was da so abgeht" über "viel zu viel Theorie, und das schon vor dem Studium" bis zu "toll, aber echt stressig" war alles dabei.

Begleitung durch die Medien

Begleitet wird die Startwoche von drei Studententeams, die nicht an der Fallstudie teilnehmen. Die Redaktion des Startmagazins veröffentlicht jeden Tag eine kleine Zeitung, die den Studenten einen Überblick verschafft, was in den anderen Gruppen abläuft und was auf dem Tagesprogramm steht. Das Radioteam präsentiert jeden Mittag auf einer lokalen Frequenz Infos, Musik und Neuigkeiten rund um die Universität. Bei der Abschlussveranstaltung kann dann auch das Videoteam Beifall ergattern. Seine Arbeit bestand darin, in einem kurzen Video die unterschiedlichen Eindrücke der ersten Woche festzuhalten.

Positive Erfahrungen

Welche Vorteile bringt die Startwoche den neuen Studenten? "Ich habe immer noch Kontakt zu einigen aus meinem Team" meint Florian Walch, der inzwischen im 2. Semester angekommen ist. Dieser Kontakt wäre sonst nie so schnell möglich gewesen, erzählt er noch weiter. Er musste sich in der ersten Uni-Zeit nie alleine auf die Suche nach dem Vorlesungsraum begeben. Und er musste nie verloren an einem Tisch in der Mensa sitzen. Denn die Startwoche bot Florian die Chance, ganz ungezwungen erste Freundschaften zu schließen und Kontakte zu knüpfen. Denn abends boten die Startwoche-Organisatoren immer ein geselliges Highlight an.

Bester Start zum Start

Das Organisatoren-Team der Startwoche kann zufrieden sein. Denn ihre Vision wurde Realität: nämlich die Einführungstage als Möglichkeit zum Kennenlernen von Universität, Studieninhalten und anderen Studenten zu gestalten. Das findet auch Prof. Ernst Mohr, Prorektor der Universität St. Gallen. Den "Noch-nicht-ganz-Studenten" falle der Einstieg in anstrengende und aufregende Studiumsjahre sichtlich leichter, sagte er in seiner Willkommensrede.

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