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So viele Frauen auf einem Platz!

Qualitätskontrolle von Einspritzventilen bei Bosch in Bamberg. Foto: Bosch

Qualitätskontrolle von Einspritzventilen bei Bosch in Bamberg. Foto: Bosch

"So viele junge Frauen auf einem Platz - bei meiner täglichen Arbeit bin ich meistens nur von Männern umgeben", stellt Dr. Friederike Lindner gleich zum Beginn des 32. Power Breakfasts bei Bosch auf der Schillerhöhe in Stuttgart begeistert fest. Sie ist die einzige weibliche Abteilungsleiterin im Zentralbereich Forschung und Vorausentwicklung. Mit ihr haben sich noch zwei weitere Referentinnen, Sabine Zahnert (Personalreferentin für technische Trainees) und Heidi Stock (Projektleiterin Chancengleichheit) den Mittwochvormittag freigehalten, um mit zahlreichen e-fellows in lockerer Atmosphäre bei Kaffee und Brötchen über Themen wie Karriere, Kind und Kontaktmöglichkeiten bei Bosch zu sprechen. Die Teilnehmerrunde ist bunt gemischt: die unterschiedlichsten Studienrichtungen und Semester sind vertreten. Somit sind die Fragen der Studentinnen breit gefächert: von Praktikums- und Werkstudententätigkeiten über Diplomarbeit und Promotion bei Bosch bis hin zu Einstiegsmöglichkeiten wie Traineeprogramm versus Direkteinstieg.
 

Bei Kindern ist jeder Zeitpunkt der richtige
 Bei der Vorstellungsrunde der Referentinnen wird bald klar, dass manche Dinge sich nicht planen lassen, vor allem Kinder. So wurden zwei Referentinnen kurz nach ihrem Einstieg bei Bosch schwanger. Also ganz und gar kein idealer Zeitpunkt, um Kinder zu bekommen. Doch wann ist der? – "Jeder Zeitpunkt ist der Richtige", erklärt Heidi Stock. Damit das so ist und Kinder nicht das Karriere-Aus bedeuten, bedarf es aber einiger Rahmenbedingungen. Das Unternehmen reagierte verständnisvoll und ebnete den Weg zurück in den Beruf.
 

Eine gute Planung ist wichtig
 Ganz deutlich wurde aber auch, dass das nur möglich war durch die Offenheit der Betroffenen, die frühzeitig an Ihre Vorgesetzten herangetreten sind und eine konkrete Vorstellung und Planung davon hatten, wie sie ihren Wiedereinstieg gestalten wollten. Dann ist es auch für den Arbeitgeber möglich, geeignete Wiedereinstiegsoptionen auszuloten. So sind beide Referentinnen nach der Geburt ihrer Kinder schnell wieder in den Beruf zurückgekehrt und konnten nahtlos an ihre Karriere anknüpfen. Bei dem Abenteuer, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen, erlernten sie Managementfähigkeiten, wie zum Beispiel eine effiziente und effektive Arbeitsweise. Da ist die bei Führungsaufgaben ein großer Vorteil.
 

Bewerbungsgespräch und Karriereplanung
 Für viele Teilnehmerinnen sind Kinder aber im Moment noch Zukunftsmusik. Sie stehen kurz vorm Studienabschluss und vor ihrem Berufeinstieg. Deshalb sind die Tipps von Sabine Zahnert für das Bewerbungsgespräch sehr gefragt. Auch hier zeigt sich, dass sich die Absolventinnen schon frühzeitig Gedanken machen sollten über das, was sie im Berufsleben erreichen wollen. Schlagworte wie Projektmanagement oder Führungsaufgabe, die alles oder nichts bedeuten können, seien nicht gefragt. Wichtig sei, diese Begriffe herunter zu brechen und nach ihrer Bedeutung zu suchen. Führungsaufgabe bedeute neben Mitarbeiterverantwortung auch, unangenehme Gespräche zu führen, für seine Entscheidungen gerade zu stehen - und eine 60 bis 70 Stunden Woche in Kauf zu nehmen.
 

Trainee: Projekte, Bereiche und Länder
 Durch die Traineeerfahrungen der Referentinnen können wir aus erster Hand erfahren, wie dieses Programm abläuft. Bei Bosch wird auch hier wieder auf Eigeninitiative großen Wert gelegt. Die ersten Stationen des Programms stehen zwar schon fest. Der Trainee sollte sich aber selbst Gedanken machen, in welchem Themengebiet oder in welcher Abteilung er am besten seine Qualifikationen einbringen und weiterentwickeln kann. Damit kann er die individuelle Stationenplanung des Programms aktiv mitgestalten. Die Auslandseinsätze und unterschiedlichen Projektaufgaben während des Programms fordern Mobilität und Flexibilität. So packte Sabine Zahnert während ihrer Taineezeit alle vier bis sechs Monate ihre Koffer und zeigte Flexibilität, als die erste Station nicht ihre Wunschmetropole Hamburg war, sondern Homburg im Saarland. Später ging es dann noch nach Gerlingen, in die USA und in die Schweiz.
 

Flexibilität gefordert und gefördert
 Flexibilität wird bei Bosch groß geschrieben. Das bedeutet zum einen für den Mitarbeiter, dass er bereit ist auch im Ausland in den zahlreichen Gesellschaften zu arbeiten. Außerdem wird es gern gesehen, wenn Mitarbeiter die Bereiche wechseln und sich immer wieder auf neue Aufgabengebiete einstellen. Aber Bosch ermöglicht seinen Mitarbeitern auch, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten und auch von zu Hause aus zu arbeiten. Oder nach dem Mutterschutz erst einmal in Teilzeit wieder einzusteigen.
 

Chancengleichheit
 Die Referentinnen sind lebende Beispiele für die Umsetzung der Chancengleichheit bei Bosch. Hier gibt es zwar keine Quote, aber Ziele bezüglich weiblicher Mitarbeiter. So sollen die Einstellungen von Frauen in technischen Berufen etwa der Absolventenquote entsprechen. Meist tut Bosch sogar mehr: So sind in Deutschland knapp sechs Prozent der Elektrotechnik-Absolventen weiblich, Bosch stellt aber elf Prozent E-Technikerinnen ein.
 

Fasziniert von Technik
 Klar wird an diesem Vormittag auch: Wer zu Bosch will, egal ob man BWL oder Technik studiert, muss eine gewisse Faszination für Technik mitbringen. Oder die Begeisterungsfähigkeit und Initiative, sich in technische Sachverhalte einzuarbeiten. Dann gibt es viele Entwicklungsmöglichkeiten: immer wieder neue, spannende Aufgaben in unterschiedlichen Bereichen, Branchen und Standorten.

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