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Team-Building mit Papptellern

Teil 2: Hannes arbeitet in dieser Woche weiter an seiner Nutzer-Schnittstelle und kommt gut voran. Unter- brochen wird die Woche von einem leckeren Essen in Bambuskörbchen - und einem Team-Building-Spiel mit 30 Papptellern.

Montag, 14. September
 Die neue Woche startet wie üblich mit unserem International-PRM-Meeting, das ist das Partner Relations Management. Wir besprechen den Stand laufender Verhandlungen, neue mögliche Deals werden präsentiert und "Action Points" abgehakt oder hinzugefügt. Doch der eigentliche Hauptprogrammpunkt heute ist die fünfstündige PRM-2010-Tagung am Nachmittag. Ziel dieser Tagung ist es, die Geschäftsfelder innerhalb des PRM besser zu verstehen. Das komplette elfköpfige PRM-Team mit unserem Teamleiter Peter sowie Mike und Mark aus der Abteilung Financial Planning And Analysis (FP&A) ist versammelt.
 
 Nach einem gemeinsamen Mittagessen diskutieren wir die Erfolge aus 2009 sowie die Herausforderungen für 2010. Danach gibt uns Mike einen groben Überblick über die Finanzzahlen und Trends des laufenden Geschäftsjahrs. Außerdem widmen wir jeweils 45 Minuten unseren drei Geschäftssparten: International Roaming, Domestic Roaming und MVNO (Mobile Virtual Network Operator).
 
 Ein unterhaltsamer Punkt auf der Agenda ist die Team-Building-Übung: Heather, die Moderatorin, verteilt 30 nummerierte Pappteller in einem ungefähr drei mal fünf Meter großen Rechteck auf dem Boden. Unsere Aufgabe besteht darin, alle Teller innerhalb von 30 Sekunden in der entsprechenden Reihenfolge zu berühren – wobei immer nur eine Person im Rechteck aktiv sein darf.
 
 Nach kurzem Brainstorming zu möglichen Strategien entscheiden wir uns, sechs Personen außen um das Rechteck zu verteilen, die jeweils für eine Teilmenge an Tellern verantwortlich sind. Wir schlagen die Teller mit der Hand ab und zählen sie laut aus, ohne das Rechteck jemals zu betreten. Nach einem Testlauf (ohne Berührung) sind wir im ersten Versuch schon nach 20 Sekunden fertig. Na, wenn das keine Teamarbeit ist! Ausklingen lassen wir den Tag bei Bier, Burgern und Football in der Sports Bar ums Eck.
 

Dienstag, 15. September
 Die grundsätzliche Struktur der Datenbank und die Hauptfunktionen des Graphical User Interface sind fertig. Nun beschäftige ich mich vor allem damit, dem Benutzer die Dateneingabe so angenehm und übersichtlich wie möglich zu machen. Gleichzeitig muss ich darauf achten, dass alles logisch und fehlerfrei bleibt.
 
 Es ist nicht einfach, aber äußerst erkenntnisreich, sich in den Anwender hineinzuversetzen. Schritt für Schritt spiele ich mögliche Bedienszenarien durch, baue entsprechende Funktionen in das Interface ein und versuche Fehler abzufangen. Am Nachmittag arbeite ich mit Dimitar im Detail an der Integration seines Tracking-Tools. Wir erweitern die Datenbank um eine neue Tabelle und legen ihr Format fest. Dann entwerfen wir die Bedienfläche, über die später die Vertragsdaten des Domestic Roaming eingegeben werden können. Damit ist mein Arbeitstag offiziell zu Ende. Ich bleibe jedoch im Büro, um an meiner Diplomarbeit zu schreiben. Kurz vor 23 Uhr breche ich dann endgültig meine Zelte ab.
 

Mittwoch, 16. September
 Nach kurzer Nacht geht es um 8.30 Uhr mit Programmieren und Fehlersuche weiter. Eine besondere Abwechslung ist die heutige Mittagspause: Wir gehen Dim Sum essen! Bevor ich nach Seattle kam, kannte ich die leckeren in Bambuskörbchen servierten Häppchen nicht. Überhaupt habe ich hier vor allem die asiatische Küche besser kennengelernt. Da es bei T-Mobile keine Kantine gibt, gehen wir meist auswärts essen. Das Angebot ist groß, günstig und international. Auch sonst macht Seattle dem Ruf der USA als Melting Pot alle Ehre: Die zweitgrößte ethnische Bevölkerungsgruppe sind die Asiaten, während die Hispanics am schnellsten wachsen. Deshalb kann ich mich auch mit einem Drittel meines Freundeskreises auf Spanisch unterhalten.
 

Donnerstag, 17. September
 Am Vormittag treffe ich mich mit Kevin, dem Senior Manager des International Roaming Teams: Ich bringe ihn zum Interface auf den aktuellen Stand und notiere sein Feedback. Zur Mittagspause veranstaltet unsere Abteilung eine kleine Überraschungsfeier für David: Mit Kaffee und Kuchen feiern wir seine kurz bevorstehende Vaterschaft. Den Rest des Arbeitstages teste ich meinen Programmcode auf Robustheit und merze Fehler aus. Nach kurzem Zwischenstopp zu Hause – ich wohne in einem Long-Term-Hotel direkt hinter dem T-Mobile-Hauptquartier - kehre ich am Abend wieder ins Büro zurück. Dort sitze ich noch ein paar Stunden an meiner Diplomarbeit. Beistand leistet mir lediglich die Reinigungskraft.
 

Freitag, 18. September
 Der Casual Friday kommt mir recht: Ich habe kein frisches Hemd mehr. Gestern entdeckte ich ein verlockendes Angebot der Wäscherei nebenan: 99 Cent pro Hemd! Kurzentschlossen brachte ich all meine Hemden in die Reinigung. Nicht weil ich keine Lust auf Waschen haben, sondern weil das Bügeln immer so lange dauert! Ehrlich gesagt ist hier jeder Tag ein "Casual Day": Es ist vollkommen in Ordnung, am Arbeitsplatz Polohemden oder Jeans zu tragen. Anscheinend ist das nicht nur bei T-Mobile üblich, sondern - die Finanz- und Rechtsdienstleistungsbranche ausgenommen – in den USA generell.. Am Abend läutet eine lokale Indie-Rock-Band mein Wochenende ein.

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