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Mit Eigenlob in die Ivy League

Daniela Weber-Rey, Clifford Chance, Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex [Quelle: sxc.hu, Autor: pocheco]

Daniela Weber-Rey, Clifford Chance, Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex [Quelle: sxc.hu, Autor: pocheco]

Studieren in Harvard - für viele ein Traum. Für wenige wird er Wirklichkeit. Will man an eine der Ivy-League-Universitäten, muss man viele Hürden überwinden. Doch unmöglich ist das nicht. Richard Montague hat in einem Vortrag des Meyer-Camberg-Institutes erklärt, wie man sich einen Platz im amerikanischen oder englischen Uni-Olymp erkämpfen kann. Personalberater Montague hat selbst ein Doppelstudium in Harvard absolviert und den Harvard Business Club München gegründet. Ein alter Hase in Sachen Ivy League also.
 

Tipps vom Profi
 Der 74-jährige Montague machte aus seinem Vortrag ein Erlebnis. Mit versierter Rhetorik aus vielen Jahren Beratererfahrung und einem sympathischen "German-English" schaffte er es, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Dabei widmete er jedem der Teilnehmer seine volle Aufmerksamkeit. Jeder musste sich kurz vorstellen und dabei seine Karriereziele umreißen. Bei seinen Fragen war Richard Montague sehr direkt. "Welche Abiturnote haben Sie?" Das sollte einen nicht in Verlegenheit und schon gar nicht aus dem Konzept bringen.
 

Vorbereitung ist alles
 Ein klares Ziel an den Ivy-League-Unis vor Augen zu haben, ist einer der Hauptpunkte bei der Vorbereitung. Dazu muss man sich vorher genau informieren, welche Universitäten das bieten, was man sucht. Natürlich ist es auch wichtig zu wissen, welche Professoren im eigenen Fachgebiet Vorreiter sind und an welcher Uni sie lehren. Das ist ein Berg Arbeit, den man schon im Vorfeld abarbeiten müsse, so Montague. Danach beginnt erst die eigentliche Bewerbung. Dabei erwarten einen eine Menge Aufnahmetests, und die muss man erst einmal meistern.
 

Eigenlob stinkt nicht
 Aber damit nicht genug. Jetzt muss man auch noch in der Disziplin brillieren, in der die Amerikaner Weltmeister sind: in der Selbstdarstellung. Montague hat die Erfahrung gemacht, dass Deutsche Schwierigkeiten haben, sich im sogenannten "personal statement" als der tolle Hecht zu präsentieren. Möchte man aber an einer Spitzenuni promovieren, ist das das A und O. Man muss sich an der Uni persönlich vorstellen und den Professor von seinen Fähigkeiten überzeugen. Mit Bescheidenheit kommt man da nicht weit.
 

Eintauchen in eine fremde Welt
 Ist man dann an einer der Spitzen-Unis eingeschrieben, so erwartet einen nicht nur eine völlig neue Denkweise, sondern auch die Herausforderung, sein eigenes Land zu repräsentieren. Man wird seine Heimat im Ausland verteidigen müssen. Das betont Richard Montague. Man lernt im Kontext einer fremden Kultur zu denken und zu urteilen. Man wählt den Weg eines internationalen Deutschen, was zukünftigen Entscheidungen, Familienplanungen und Werte maßgeblich beeinflussen wird. "Wollen Sie das wirklich?" Diese Frage muss jeder für sich selbst vorher klären.
 

Persönliche Beratung beim Dinner
 Nach einer spannenden zweistündigen Veranstaltung beantwortete Richard Montague beim gemeinsamen Abendessen jedem seine persönlichen Fragen. Ich war besonders fasziniert, mit welcher Energie er auf jeden einzelnen einging und individuelle Ratschläge gab. Als erfolgreicher Mann sieht er sich verpflichtet, hinter jungen talentierten Deutschen zu stehen, die an Spitzen-Unis in den USA studieren möchten. Die alte Generation muss der jungen das weitergeben, was ihr zuteil wurde - das ist Montagues Motto. Nur so kann ein privatwirtschaftliches Ausbildungssystem funktionieren.
 

Mein Fazit
 Die Veranstaltung hat mich noch einmal sehr bestärkt hat, den Schritt ins Ausland auch für längere Zeit zu wagen. Aber sie hat mir auch gezeigt, dass es nach wie vor nicht leicht ist, sich im Wettbewerb um einen Platz an den Spitzen-Universitäten durchzusetzen. Allerdings hat man ja auch nichts zu verlieren. Also: just do it.

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