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In Lösungen denken, zahlt sich aus

Teammeeting Meeting Frauen Karriere [Quelle: unsplash.com, Autor: Tim Gouw]

Quelle: unsplash.com, Tim Gouw

Deloitte ist vor allem als Wirtschaftsprüfungsunternehmen bekannt. Doch das Unternehmen hat weitaus mehr zu bieten – beispielsweise die Unterstützung bei Börsen- oder Kapitalmarkteintritten oder die Expertise bei Unternehmenskäufen und -verkäufen.

Was macht der Bereich Assurance bei Deloitte?

Ganz allgemein dargestellt, erbringen wir Beratungs- und Bestätigungsleistungen zu Fragestellungen im Finanzbereich. Hier befassen wir uns mit Themen rund um (internationale) Rechnungslegung, Berichterstattung, Governance und den dazu gehörigen Prozessen und Kontrollen im Unternehmen.

Könnten Sie Beispiele nennen, wobei Ihre Kunden Sie brauchen?

Wir begleiten Unternehmen zum Beispiel auf ihrem Weg an die Börse. Hier werden umfassende Finanzinformationen aus der Vergangenheit benötigt, bei deren Erstellung wir unsere Kunden beraten. Oder wir unterstützen Unternehmen, die noch nicht am Kapitalmarkt aktiv sind dabei, ihre Rechnungslegung von handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) auf International Financial Reporting Standards (IFRS) umzustellen und die Finanzprozesse und internen Kontrollsysteme entsprechend anzupassen. Diesen Kunden geht es darum, den Anforderungen des Kapitalmarktes zu genügen, die beispielsweise – neben einer verpflichtenden Anwendung der IFRS – deutlich kürzere Fristen für die Abschlusserstellung vorsehen. Oder wir analysieren, was es für unsere Kunden bedeutet, einen komplexen neuen Rechnungslegungsstandard wie IFRS 15 einzuführen. Darüber hinaus ist unsere Expertise bei Unternehmenskäufen oder -verkäufen gefragt – hier erstellen wir unter anderem spezielle Finanzberichte, wie beispielsweise Carve Out Financial Statements.

 

Welche Herausforderungen stellen sich Ihnen dabei?

Wenn wir beauftragt werden, steht der Kunden in der Regel vor einer Vielzahl unterschiedlicher Aufgaben, die in kurzer Zeit erledigt werden müssen. Häufig gibt es beim Kunden zu wenig Kapazitäten, um diesen Anforderungen innerhalb der meist sehr engen Deadlines gerecht zu werden. Nehmen wir einen Börsengang als Beispiel: Da koordinieren wir regelmäßig verschiedene Abteilungen beim Kunden, kommunizieren mit Wirtschaftsprüfern, Gesellschaftern, Investmentbankern und Anwälten. Wir lösen in kürzester Zeit vielfältige fachliche Fragestellungen sowie prozessuale und systemseitige Herausforderungen, damit wir am Ende sicherstellen können, dass die Anforderungen des Kapitalmarkts an die historischen Finanzinformationen und die Kennzahlen in dem zu erstellenden Börsenprospekt erfüllt werden. Das ist fachlich umfassend, stressig, aber auch sehr, sehr spannend, weil wir so nah dran sind und wirklich helfen können.

Was ist das Spannende – gerade für junge Talente?

Die jungen Kollegen sehen in diesen Projekten, wie Rechnungslegung am lebenden Objekt funktioniert und lernen nebenbei internationale Konzerne unterschiedlicher Größen und Branchen von innen heraus kennen. Jedes Unternehmen und jede Branche ist anders, was dazu führt, dass eine gesetzliche Vorschrift, die in einem Unternehmen einfach umgesetzt werden kann, bei einem anderen Unternehmen zu großen Herausforderungen führt. Die neuen Standards IFRS 15 zur Umsatzrealisierung oder auch IFRS 16 zur Leasingbilanzierung sind hier gute Beispiele. Um eine korrekte Anwendung der Standards sicherzustellen, analysieren wir beispielsweise wie Systeme und Prozesse angepasst werden müssen und wie eine von der Unternehmensführung gewünschte Bilanzierung erreicht werden kann. Das kann sogar dazu führen, dass künftig Verträge mit Kunden oder Leasinggebern anders gefasst werden, um ungewünschte Bilanzierungskonsequenzen zu vermeiden. Dies hautnah mitzuerleben und auch mitzugestalten, macht sehr viel Spaß!

 

Welche Branchen beraten Sie konkret?

Wir beraten grundsätzlich alle Branchen und unsere jungen Mitarbeiter bekommen immer die Möglichkeit, sich in der Breite einen Überblick zu verschaffen. Danach kann eine Spezialisierung sinnvoll sein. Nur im FSI-Bereich, also bei Banken und Versicherungen, machen wir einen Unterschied. Banken und Versicherungen sind aufgrund von zusätzlichen regulatorischen Anforderungen sehr speziell, weshalb wir hier von Beginn an eine Spezialisierung vorsehen.

 

Wie spielt die Digitalisierung in Ihre Arbeit hinein?

Die Digitalisierung prägt zum einen die Geschäftsmodelle unserer Mandanten. Wir beraten sie dahingehend, wie sie diese Modelle korrekt bilanzieren. Dabei geht es auch darum, wie bestimmte Themen systemseitig unterstützt werden können. Hier zeigen wir innovative, technologische Lösungen auf, mit denen sich komplexe Bilanzierungsstandards abbilden lassen. Zum anderen erleichtert uns die Automatisierung die Arbeit; so nutzen wir etwa KI, um Verträge auszulesen. Wir haben auch Deloitte-eigene Tools, mit denen wir beispielsweise in großen Carve-Out-Projekten arbeiten, um Strukturen zu modellieren, die systemseitig beim Kunden noch nicht umgesetzt wurden.

 

Nun ist Assurance ja die Beratungsseite der Wirtschaftsprüfung. Würden Sie auch Assurance-Mitarbeitern raten, nach einigen Jahren ein WP-Examen abzulegen?

Wir freuen uns über jeden, der bei uns das WP-Examen ablegt. Aber es ist nicht zwingend erforderlich, um im Bereich Assurance Karriere zu machen. Wer das Examen absolvieren möchte, den unterstützen wir finanziell und auch mit Zeit. Mit einem Examen in der Tasche können über prüfungsnahe Aufgaben hinaus auch Bestätigungsleistungen eines Wirtschaftsprüfers erbracht werden. Außerdem genießt ein Examen am Markt Ansehen und verleiht Glaubwürdigkeit beim Kunden. Das Examen geht übrigens mit der Zeit: Die im Februar dieses Jahres eingeführte Modularisierung erlaubt es den Kandidaten, die einzelnen Prüfungsteile über einen Zeitraum von sechs Jahren zu absolvieren. Das macht es leichter, die Prüfungsvorbereitungen mit Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen.

Wie weiß ich als Student, ob Assurance das Richtige für mich ist?

Am wichtigsten ist mir, dass junge Talente Neugier und Flexibilität mitbringen. Man muss lernen mögen. Sicher hilft auch ein Grundverständnis von Bilanzierung, Berichterstattung und Finanzprozessen. Aber wer eine gute Auffassungsgabe hat, gern mit Ideen um die Ecke kommt und Lust hat, sich mit der Umsetzung von Theorie in die Praxis auseinanderzusetzen, der oder die ist hier richtig.

 

Gibt es da andere Anforderungen als in der Wirtschaftsprüfung?

Das Arbeiten in der Beratung ist etwas freier als in der Prüfung, da wir nicht im gleichen Maß den Regularien des Berufsstands, wie beispielsweise der Einhaltung von Prüfungsstandards, unterliegen. Nichtdestotrotz muss auch in der Beratung die Qualität stimmen. Meine Erwartungshaltung an die jungen Kollegen ist, dass sie in Lösungen denken. Ob die spezifische Lösung passt, ist im ersten Schritt egal. Es kommt darauf an, dass sich die Kollegen Gedanken machen. Daher arbeiten wir sehr gern mit kreativen Köpfen zusammen.

 

Im Gegenzug stellen heute auch Talente Anforderungen. Was bietet Deloitte ganz konkret?

Wir haben hier unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, weil das Modell zum Leben der Mitarbeiter passen muss. Einige Kollegen oder Kolleginnen haben aufgrund der Familie ihre Arbeitszeit reduziert, aber wir haben auch Mütter in Vollzeit. Nicht weil sie müssen, sondern weil sie es möchten. Auch Mobile Working leben wir seit Jahren. Es steht nicht im Vordergrund, wo man arbeitet, sondern dass die Arbeitsleistungen zeitgerecht und in der erforderlichen Qualität erbracht werden – natürlich abhängig von den Anforderungen des Mandanten. Wenn er erwartet, dass wir vor Ort sind, dann machen wir das. Auch ein Sabbatical ist drin, wenn die Leistung stimmt.

 

Female Leadership bei Deloitte – wie haben Sie es erlebt?

Ich bin nicht auf Hürden gestoßen, meine Erfahrung ist, dass sich Leistung auszahlt. Fachwissen, souveränes Auftreten und ein gutes Netzwerk helfen enorm.

 

Und wie leben Sie es vor?

In unserem Bereich ist das Männer-Frauen-Verhältnis sehr ausgeglichen. Ich sehe immer genau hin, wo Stärken und Entwicklungspotenziale bei meinen Mitarbeitern liegen und nehme mir im Rahmen von Entwicklungsgesprächen viel Zeit dafür, mit ihnen darüber sprechen. Dabei evaluieren sie sich im Vorwege auch selbst. Anschließend sehe ich zu, dass ich für sie zielgerichtete Schulungsmaßnahmen vorsehe und sie auf Projekten einsetze, auf denen sie ihr Potenzial entwickeln können. Zur besseren Vernetzung innerhalb der Organisation stelle ich ihnen Kollegen vor, die für sie relevant sind oder ich fördere sie, indem sie Vortragstätigkeiten wahrnehmen können. Ich schaue also sehr genau, dass ich sie entsprechend positioniere und ihre Bedürfnisse unterstütze.

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