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Interview: Karriere im Private Equity – nicht nur für BWLer:innen

Im Interview erläutert Dr. Ingo Krocke, Mitgründer von AUCTUS Capital Partners in München, seinen Werdegang vom Mediziner zum CEO einer Private-Equity-Gesellschaft und gibt Tipps für eine Karriere in diesem Berufsfeld.

Was hat dich als Mediziner dazu bewogen, in die Wirtschaft zu wechseln? Und warum hast du dich für eine berufliche Zukunft im Private Equity entschieden?

Man kann in der Wirtschaft einfach viel mehr bewegen als in der bürokratisierten Medizinlandschaft. Die Möglichkeiten zur Gestaltung sind de facto unbegrenzt – und noch viel mehr im Private Equity, weil wir als Mehrheitseigentümer die Strategie mitbestimmen und sogar ganz neue Bereiche aufbauen können. Für mich ist es auch nach mehr als 20 Jahren immer wieder ein Highlight, wenn unsere Unternehmen zu Marktführern werden.

Bei der Gründung von AUCTUS hast du von Beginn an den Fokus auf wachstumsorientierte Firmen im deutschsprachigen Mittelstand gelegt. Wie kam es dazu?

Deutschland hat eine riesige Anzahl sehr guter kleiner und mittelgroßer Unternehmen, die aber meist nicht aus eigener Kraft durchstarten können, weil Kapital, Internationalisierungserfahrung und auch das Management-Know-how zum Aufbau größerer Strukturen fehlen. Hier gab und gibt es eine Marktlücke für eine unternehmerisch agierende Beteiligungsgesellschaft, die wir besetzt haben.

Auf diese Art konnten wir in den letzten 20 Jahren zahlreiche nationale und internationale Marktführer aufbauen. So ist zum Beispiel aus einem kleinen Lebensmittellabor in Berlin die weltweit führende Food- und Pharma-Labor-Gruppe Tentamus mit über 70 Standorten auf fünf Kontinenten und hunderten Millionen Euro Umsatz entstanden.

Wieso ist es deiner Meinung nach interessanter für Analysten oder Associates im mittelständischen Segment als im Large Cap einzusteigen?

Die Lernkurve ist viel höher, weil sie vom ersten Tag an in einem Team aus zwei oder drei Personen mit einem sehr erfahrenen Investment Professional zusammenarbeiten und einen Großteil der Deals selbst durchführen können. Auf diese Art bauen Analysten in jungen Jahren einen Track Record auf, den sie im Large Cap Private Equity selbst nach zehn Jahren nicht erreicht hätten. 

Welchen Rat möchtest du Studierenden mit auf den Weg geben, die eine Karriere im Private Equity anstreben?

Versuch unbedingt ein Praktikum bei einem Private-Equity-Fonds zu machen. Weil die Erfahrung aus vorangegangenen Praktika für die sehr herausfordernde Tätigkeit im Private Equity hilfreich sein kann, solltest du das Praktikum im Private Equity bevorzugt zum Ende des Studiums oder eines Gap Years absolvieren. Unter Umständen erhältst du anschließend ein Angebot für den Direkteinstieg im Unternehmen. 

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