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Erfolgreich und gesund – geht das überhaupt?

Frau, Burn-out, überarbeitet, nachdenklich, überfüllter Schreibtisch [Quelle: Pexels.com, Autor: Ron Lach]

Quelle: Pexels.com, Ron Lach

Höher, schneller, weiter: In unserer heutigen Leistungsgesellschaft jagen wir einem Erfolg nach dem anderen hinterher. Doch macht das auf Dauer wirklich glücklich? 

Stell dir vor, du hast dein ganzes Leben lang nach Erfolg gejagt. Du hast es an eine der besten Universitäten geschafft und zuvor wochenlang für den GMAT und TOEFL-Test gelernt. Während des Studiums hast du dich mächtig ins Zeug gelegt, um den Abschluss zu erhalten, der dir die Türen zu einer erfolgreichen Karriere öffnet. Nach den härtesten Assessment-Centern und Vorstellungsgesprächen hast du dir in deinem neuen Job die Tage und Nächte um die Ohren geschlagen, um möglichst schnell eine Führungsposition zu erreichen.

Und jetzt? Du fühlst dich überarbeitet, "out-of-shape" und deine sozialen Kontakte kannst du an einer Hand abzählen. Der Erfolg ist da – doch bist du wirklich glücklich? 

Viele Student:innen und Berufseinsteiger:innen sprechen davon, dass sie eines Tages das "große Geld" verdienen möchten. Doch warum wollen sie das überhaupt? Geld ist nur ein Mittel zum Zweck. Geld braucht man, um etwas anderes zu bekommen. Bis das "große Geld" jedoch endlich auf dem Konto ist, treten oftmals allerlei psychische und mentale Probleme auf: Stress, der unbemerkt schnell chronisch wird, und Schlafstörungen, Gewichtsprobleme, Angstzustände bis hin zu Depression oder Burn-out mit sich bringt.

Spätestens an diesem Punkt sollten wir uns überlegen, ob Geld das Ziel sein sollte, für das wir arbeiten. Denn schließlich sind doch eigentlich Wohlbefinden und Lebensfreude die Gründe, warum wir morgens aufstehen. Kommt unsere mentale Gesundheit aus dem Gleichgewicht, können wir jeden noch so großen Erfolg nicht mehr feiern und genießen. 

Die Rolle unserer Gesellschaft

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft streben alle ständig nach mehr: Mehr Geld, mehr Ansehen, mehr Gewinn. Gleichzeitig müssen Grenzen und Rekorde immer wieder überschritten werden. Nicht jeder, Tendenz sinkend, kann bei diesem Tempo mithalten.

Die Folge: Gesundheitliche Nebenwirkungen nehmen zu. Denn mentale Krankheiten sind häufig "normale Reaktionen auf abnormale Situationen". In dieser Zeit werden wir auch noch oft alleine gelassen. Niemand spricht gerne über Gefühle und Schmerzen; jegliche Schwäche wird unterdrückt und versteckt. Verständlich, denn je höher man in der Hierarchie aufsteigt, desto weniger ist Schwäche offen präsent.

Mentale Gesundheit wird oft unterschätzt

Die Wissenschaft fand heraus, dass der Ursprung zahlreicher gesundheitliche Probleme unsere Psyche ist. Folglich wird es immer wichtiger, Verstand und Körper als eine Einheit zu betrachten und Krankheiten physisch und psychisch zu verstehen.

Höchstleistungssport bei den Olympischen Spielen, Profi-Golfsport oder die mental anspruchsvolle Leistung im Motorsport zeigen bereits, wie hervorragend dies funktioniert. Durch die Betrachtung von Verstand und Körper können beste Ergebnisse erzielt werden. Wenn die Gedanken nicht zu hundert Prozent kontrolliert werden können, wenn diese Hochleistungssportler:innen nicht mit dem Druck und dem Stress des Wettkampfs umgehen können, kann die körperliche Verfassung und das wochenlange Training auf einmal ziemlich nutzlos werden. 

Unser Wissen zum Thema mentale Gesundheit und der Umgang damit wird entsprechend immer wichtiger für unseren Erfolg.

So stärkst du deine mentale Gesundheit

Zunächst solltest du definieren, was "Erfolg" und "Gesundheit" für dich persönlich bedeuten und welchen Stellenwert die beiden Faktoren in deinem Leben haben. Hast du die Antworten gefunden, können die folgenden Anregungen helfen, deine mentale Gesundheit zu stärken:

1. Bewusstseinsarbeit: Setz dich verstärkt mit den Dingen auseinander, die dich einschränken, belasten oder negative Emotionen in dir hervorrufen, anstatt diese Themen zu verdrängen, bis es zu spät ist. So kannst du der Entstehung von Depressionen und Burn-out entgegenwirken. 

2. Update des eigenen Betriebssystems: Wir streben immer nach der nächsten Errungenschaft, nach einem Upgrade in unserem Leben. Aber wann wurde das letzte Mal ein Upgrade unseres eigenen Betriebssystems durchgeführt? 95 Prozent unserer Persönlichkeit haben sich aus gespeicherten Verhaltensweisen und einer Vielzahl von emotionalen Äußerungen über die Jahre entwickelt – insbesondere im Alter von sieben bis 14 Jahren. Hinzu kommt, dass wir Menschen etwa 60.000 bis 70.000 Gedanken pro Tag durchlaufen, von denen 90 Prozent gleich sind, wie am Tag zuvor.

Die meisten von uns wachen morgens mit Gehirnaufzeichnungen der Vergangenheit auf. Wir denken an Probleme im Zusammenhang mit Menschen, die wir kennen, an Routinen, die wir für gewöhnlich ausführen, an Orten, die wir immer zu bestimmten Zeiten aufsuchen. Das hat zur Folge, dass wir im Grunde in einem Vergangenheitsmodus operieren. Der Autopilot von gestern ist eingeschaltet. Durch die Arbeit mit Hypnotherapie lassen sich diese alten Muster durchbrechen. So verpasst du dem Autopiloten ein aktuelles Update, das wieder zeitgemäß ist. Ein eigener Quantensprung.

3. Ganzheitlicher Ansatz: Mentale Gesundheit umfasst sehr viele Bereiche wie Verstand, Atmung, Schlaf, Ernährung, Fitness, Hormonhaushalt und Selbstliebe. Nur wenn all diese Aspekte im Zusammenhang betrachtet und analysiert werden, wenn wir unseren eigenen komplexen Verstand und Körper tatsächlich verstehen, kann ein optimales Wohlbefinden entstehen und dadurch Bestleistungen für den definierten Erfolg erreicht werden.

Jegliche Arbeit an der mentalen Gesundheit startet im Kopf und wirkt darauf hin. Das wichtigste ist, zu erkennen, dass du etwas tun musst! Der größte Feind für das Handeln ist die mentale Krankheit mit dem Namen "Aufschieberitis". Denn wenn du selbst nichts tust, wird sich dein Leben sicher nicht ändern und du bleibst weiterhin im Vergangenheitsmodus gefangen –  im überholten Autopiloten.

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