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Luhmann Lügen strafen

Business Geschäftsleute Abklatschen Freude Einverständnis [Quelle: freeeimages.com, DaVinciS]

Quelle: freeimages.com, DaVinciS

"Es gibt Wirtschaft, es gibt Ethik - aber es gibt keine Wirtschaftsethik." Niklas Luhmanns Zitat scheint heute aktueller denn je: Banken handeln mit fragwürdigen Krediten, Konzerne spionieren ihre Mitarbeiter aus - kaum ein Monat vergeht ohne einen neuen Unternehmensskandal. Gibt es in der Wirtschaft keinen Platz für Moral?

Wirtschaftsethik - ein sperriges Wort. Für libertär gesinnte Wirtschaftswissenschaftler im Geiste Milton Friedmans sogar ein absurdes Wort. Schließlich hätten laut Friedman ethische Überlegungen sozialistische Anklänge und damit nichts in der freien Marktwirtschaft zu suchen: "Die soziale Verantwortung der Wirtschaft ist es, ihre Profite zu vergrößern", so die schlichte These des Nobelpreisträgers. Und dennoch bieten immer mehr Unis Ethikkurse für BWL-Studenten, und Unternehmen werben mit ihren Nachhaltigkeitskampagnen.

Wirtschaftsethik: Ein alter Hut

Ethisches Handeln in der Wirtschaft ist keine Erfindung der Neuzeit. Aristoteles betrachtete die "Chrematistik", den Vorläufer der modernen Geldwirtschaft, schon im Spiegel moralischer Überlegungen. Einer seiner entfernten geistigen Verwandten, der Ökonom Adam Smith, ging sogar von einer Art inhärenten Ethik der Wirtschaft aus: Die "unsichtbare Hand", die individuelles Profitstreben in Allgemeinwohl verwandelt.
 
Auf dem globalen Spielfeld von heute dagegen scheint die unsichtbare Hand das Geld oft jenen zuzuschaufeln, die sich besonders durch zweifelhaftes Wirtschaften hervortun. Der BP-Vorstand Tony Hayward bekommt Millionen für sein dürftiges Krisenmanagement, Bankchefs verspielen fremdes Geld und gehen zwar mit einem schlechten Image, dafür aber auch mit satten Abfindungen nach Hause. Warum sollte man sich über Ethik den Kopf zerbrechen, wenn es offensichtlich auch einfacher geht?

Ohne erhobenen Zeigefinger

Dass Profit und Moral eben keine Gegensätze sind, wird an immer mehr Hochschulen gelehrt. So hat zum Beispiel die Universität St. Gallen seit 1987 einen eigenen Lehrstuhl für Wirtschaftsethik, die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt und die Universität Trier bieten ebenfalls Wirtschafts- und Unternehmensethik an.
 
In den Seminaren soll den Studenten aber nicht ethisches Denken beigebracht werden. Das bringen die meisten idealerweise schon mit. Vielmehr geht es darum, die eigenen moralischen Vorstellungen auch umsetzen zu können. So werden in Fallstudien die drohende Entlassung von Mitarbeitern oder die möglichen Konsequenzen einer Medikamentenstudie durchgespielt. Mit ethischen Handlungshilfen sollen die Studenten lernen, solch heikle Situationen verantwortungsvoll und durchdacht zu lösen.

Ein bisschen grüne Farbe...

Auch im echten Wirtschaftsleben ist Ethik schon länger ein Thema. Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung, englisch "Corporate Social Responsibility" oder kurz "CSR" genannt, beinhaltet Umweltschutz und Nachhaltigkeit genauso wie den respektvollen Umgang mit Angestellten, Rücksicht auf das gesellschaftliche Umfeld und Verantwortung für alle Geschäftsprozesse sowie deren mögliche Konsequenzen.
 
Diese Ideale schreiben sich viele auf die Fahne, kaum eine Unternehmenswebsite, auf der nicht eine Rubrik "Sustainability" zu finden ist. Oft verbirgt sich dahinter jedoch nicht viel: "Abfalltrennung durch die Mitarbeiter" (Hypo RealEstate) oder Aussagen wie "Verbraucherfreundlichkeit und Umweltschutz (genießen) höchste Priorität" (Schlecker) sind noch keine überzeugende Ethik-Strategie. Um wirklich zu funktionieren, muss CSR in die Unternehmensabläufe integriert werden, erklärt Dr. Karsten Thiel im Interview. Als Geschäftsführer des Studiengangs "Philosophie Politik Wirtschaft" der LMU München befasst er sich mit Ethik in betriebswirtschaftlichen Entscheidungsprozessen.

...macht noch keine CSR

Soziales Engagement irgendwie überzustreifen ist weder effektiv noch glaubwürdig. Ein Negativbeispiel wäre der Textilhersteller Kik: Auf der Firmen-Website wird mit sozialen Projekten des Konzerns geworben, wie einer Initiative zur Bildungsförderung in Bangladesch. Gleichzeitig machte Kik Negativschlagzeilen wegen Lohndumping bei seinen deutschen und bangladesischen Angestellten. Und tatsächlich findet man auf der Website kaum Informationen über konkrete Maßnahmen zu Mitarbeiterschutz: "Wir legen Wert auf sichere und attraktive Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen", so die inhaltsleere Aussage.
 
Da überzeugen die präsentierten Charity-Aktionen nicht wirklich. Echte CSR heißt, die Geschäftsprozesse selbst nach ethischen Maßgaben zu gestalten. Das bedeutet vor allem, dass der eigene Gewinn von vornherein mit den Auswirkungen auf Mitarbeiter, Umwelt und soziales Umfeld aufgewogen und nicht als isolierte Größe betrachtet wird. So muss man sich von Skeptikern auch keine Vorwürfe über halbherzige Sozialromantik oder billige PR anhören.

Alles eine Frage der Kommunikation

Nur wenige Unternehmen äußern sich so konkret zu ihren Strategien wie der Chemiekonzern BASF in seinem Bericht von 2009. Hier wird ausführlich auf Sicherheitsmaßnahmen, Produktverantwortung und Umweltschutz eingegangen. Wasserverbrauch und Emission werden genau aufgeschlüsselt - und Ziele zur Senkung formuliert. Um deren Durchsetzung zu gewährleisten, gab es nach Angabe von BASF 99 Kontrollverfahren im letzten Jahr, rund 700 Millionen Euro der Betriebskosten flossen laut Konzernangaben in Umweltschutzmaßnahmen.
 
Was bei diesem Bericht auffällt, sind aber weniger die genannten Zahlen an sich als die Transparenz, mit der sich das Unternehmen präsentiert. Je ausführlicher sich ein Konzern über Maßnahmen und Strategien äußert, desto glaubhafter wirkt sein CSR-Konzept. Wer Taten sprechen lässt, findet meist auch die richtigen Worte, anstatt sich in Floskeln zu ergießen.

Wozu der Aufwand?

Seine Mitarbeiter fair behandeln, Ressourcen schonen, verantwortungsbewusst mit dem Geld anderer umgehen - das klingt ja alles toll. Moral ist schön und gut, aber der Wettbewerb sähe anders aus, heißt es oft von Seiten der Unternehmen. Man könne es sich nicht leisten, ethische Maßstäbe anzulegen, an die sich die anderen auch nicht halten - "Sachzwänge" eben. Tatsächlich bedeutet es einiges an Aufwand, die Unternehmensprozesse nach ethischen Maßgaben zu gestalten. Aber dieser Aufwand wird auf lange Sicht belohnt.
 
Eine Belohnung ist zum Beispiel ein hoher Platz in Ranglisten wie dem "Good Company Ranking" der Kirchhoff AG. Hier werden Unternehmen gelistet, die sich besonders durch ethische und nachhaltige Geschäftspraktiken hervorgetan haben. 2009 wurde die Liste von BASF angeführt, in den Top 20 befinden sich unter anderem Bayer, Volkswagen und Danone, Schlusslichter sind die Hypo Real Estate, Infineon und Fiat. Mit einem hohen Platz in solchen Rankings, darunter auch der internationale Dow Jones Sustainability Index, kann man gut beim Verbraucher werben, und der entscheidet mit über den Profit.

CSR auf Erfolgskurs

Darüber hinaus zeigen Studien wie die des IBM Global Business Services, dass sich richtig verstandene CSR auch in Gewinnzahlen niederschlägt. Die Vorteile reichen laut Studie von simpler Kostensenkung bis zur Erschließung neuer Märkte. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch die Metastudie von Loew und Clausen anlässlich des CSR-Forums der Bundesregierung: CSR bedeutet weniger Risiken, bessere Stakeholder-Beziehungen und mehr Innovationen, so nur ein Fazit der Studie. Entgegen Luhmanns These lassen sich Ethik und Wirtschaft also bestens kombinieren.

Nachhaltig profitieren

Wie sich bereits jetzt in diesen Rankings und Studien abzeichnet, ist ethisches Handeln auf lange Sicht ein Marktvorteil. Mehr noch als das: Je mehr Unternehmen sich für den moralischen Weg entscheiden, desto mehr wandelt sich der Wettbewerb selbst. Das Argument der "Sachzwänge" verliert dadurch an Gewicht. Richtig verstanden bedeutet Wirtschaftsethik weder Sozialismus noch Sozialromantik, sondern kann Teil einer erfolgreichen Gewinnstrategie sein. Wie vergänglich schnell verdientes Geld sein kann, hat die letzte Krise gezeigt. Wer dagegen ethisch überlegt handelt und dies auch noch transparent und glaubwürdig kommuniziert, macht den nachhaltigeren Profit, ganz ohne Imageverlust. So behält Milton Friedman – ohne es zu wollen – am Ende doch recht.

Strategien statt Feigenblätter

Was entgegnen Sie Leuten, die sagen, Wirtschaftsethik sei ein Fach für Gutmenschen?

Die Aussage enthält zunächst mal einen wahren Kern. Die meisten Menschen wissen ja eigentlich, was richtig und gut ist. Diese moralischen Vorstellungen aber auch umzusetzen ist viel schwieriger. Wenn Wirtschaftsethik sich mit ihrer konkreten Umsetzung befasst, ist es kein Fach für Gutmenschen, sondern angesichts der Wettbewerbsbedingungen nur realistisch. Wir verstehen unseren Studiengang als Teil der Managementlehre. Eigene Ziele realisieren zu können ist schließlich eine wichtige Fähigkeit für Führungskräfte.

Ist es nicht etwas verspätet, wenn man Führungskräfte über Ethik belehrt?

Dahinter stecken zunächst zwei Gedanken von Karl Homann, damals Professor für Philosophie an der LMU. Erstens, dass erst Berufstätige sich wirklich mit dem Thema Ethik auseinandersetzen. Studenten fehlt oft der Erfahrungshorizont. Zweitens, dass eine Weile vergeht, bis ein Bachelor-Student eine Führungsposition innehat, die gelernten ethischen Inhalte sind dann oft schon verblasst. Ähnliche Gedanken hat sich auch Julian Nida-Rümelin gemacht. Der brachte bei seiner Berufung an die LMU die Idee mit, einen Studiengang nach Vorbild der amerikanischen "ppe-studies" - philosophy, politics, economics - zu entwerfen. Gemeinsam haben Homann und Nida-Rümelin dann den Studiengang "Philosophie Politik Wirtschaft" begründet.

Die Leute, die zu Ihnen kommen, besitzen ja schon eine hohe Sensibilität für das Thema Ethik – werden damit nicht die Falschen angesprochen?

Auf lange Sicht nicht. Denn diejenigen, die für das Thema Unternehmensethik sensibilisiert sind, verändern den Wettbewerb früher oder später von innen heraus. Unternehmen werden es sich immer weniger leisten können, auf entsprechend geschulte Führungskräfte zu verzichten, denn schlussendlich haben sie dadurch selbst einen Wettbewerbsvorteil, wenn sie entscheidungsfähige Führungskräfte einstellen.

Aus welchen Branchen kommen Ihre Studenten?

Das ist sehr bunt gemischt. Von Technologie über Versicherungen, Banken, Unternehmensberatungen, Software, Bauindustrie und viele andere. Wir hatten beispielsweise auch schon eine Firma, die für einen Pharmakonzern Medikamentenstudien an Menschen in Ländern der dritten Welt durchgeführt hat, die in der ersten Welt so nicht zulässig gewesen wären. Da ging es um die Frage, ob und wie man etwas an den existierenden Rahmenbedingungen verändern kann. Aus dem Wettbewerb zurückziehen und zusehen, wie andere weitermachen? Bei einer solchen Problematik ist Ethik natürlich ein brisantes Thema.

Wie unterscheidet sich Ihr Ethikstudiengang von anderen?

Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftsethik-Studiengängen arbeiten wir kaum mit Fallstudien, sondern vielmehr mit Theorien. Der erste Schritt ist es, das nötige theoretische Rüstzeug zu lernen, im zweiten Schritt kommt dann das Verhältnis einzelner Theorien zueinander. Unser Ziel ist aber kein glattes Theoriemosaik. Vielmehr geht es darum, im dritten Schritt den richtigen theoretischen Ansatz für die Entscheidungsfindung zu wählen. Ein Vorteil ist dabei die Interdisziplinarität des Studiengangs: Politik, Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Philosophie – bei uns spricht jede Disziplin mit ihrer eigenen Stimme. Schließlich kennt ein Ökonom die Marktrealität besser als ein Philosophiedozent.

Wie sieht das konkret aus, was für Lerninhalte vermitteln Sie ihren Studenten?

Wir gehen da sehr systematisch vor. Es werden zunächst paradigmatische Ansätze gelehrt, in der Philosophie wäre das beispielsweise die Tugendethik nach Aristoteles. Dabei ist das Ziel, dass unsere Studierenden beurteilen können, mit welchem ethischen Ansatz in einem Praxisfall argumentiert wird. Natürlich befassen wir uns auch mit konkreten Fragen. In der Medizin wären das zum Beispiel Themen wie Sterbehilfe oder Tierversuche. Wir hatten auch schon einen Telekommunikationsanbieter, für den Lobbyismus eine wichtige Rolle gespielt hat, bei Bankvertretern geht es dann um Dinge wie Steuerhinterziehung und Verantwortlichkeiten, etwa im Hinblick auf die Finanzkrise. Unsere Lehrveranstaltungen sind eher klein und sehr interaktiv, unsere Studenten bringen ihre berufliche Wirklichkeit in den Hörsaal mit.

Wie unterscheide ich als Laie, was echte Unternehmensethik ist und was reine PR?

Klebt ein Unternehmen Ethik wie ein Feigenblatt auf, steckt meist PR dahinter, Stiftungen oder Spendenaktionen sind da sehr beliebt. Wenn beispielsweise ein Unternehmen Kinderarbeit in seinen Betrieben zulässt, auf der anderen Seite dann für den örtlichen Kindergarten spendet, dann hat das etwas von Ablasshandel. Echte Unternehmensethik fängt in der Wertschöpfung an, in der Entscheidungsfindung. Ethische Überlegungen müssen schon in die Wettbewerbsstrategie eingewoben werden.

Wie gehen Sie mit der Sachzwänge-Argumentation um, die oft bemüht wird, wenn es um ethisches Handeln in der Wirtschaft geht?

Wer mit Sachzwängen argumentiert, hat das Problem falsch analysiert. Für die Unternehmen sollte es das Ziel sein, alle Wettbewerbsteilnehmer an einen Tisch zu bekommen und an einer Einigung zu arbeiten, um die bestehenden Sachzwänge aufzuheben. Raus aus der Wettbewerbslogik - mit entsprechenden Regelungen, Zertifikaten und Sanktionen für einen Verstoß. Keiner muss den Wettbewerb so mitmachen.

Wie kann das in der Praxis aussehen?

Ein positives Beispiel hierfür ist die Einführung phosphatfreier Waschmittel. In den 80er Jahren gab es massive Umweltprobleme, weil Phosphat zu einer starken Veralgung im Wasser führt. Aber die Verwendung von Phosphat war billiger, wer darauf verzichtet hat, hatte einen Wettbewerbsnachteil. Die Hersteller haben dann schließlich alle an einem Strang gezogen und so erwirkt, dass heute kein Phosphat mehr in der Waschmittelproduktion erlaubt ist – alle hatten sozusagen erst mal einen "Nachteil", dadurch hat sich der Wettbewerb nicht verzerrt.

Wie Unternehmen Ethik umsetzen

Datenschutz und Gesundheit: So unterschiedlich die Unternehmen sind, so brisant sind die Ethikfragen, mit denen sie sich befassen müssen. Welche ethischen Fragen bei ihnen eine besondere Rolle spielen, erklären Vertreter der beiden Konzerne.

Nicolai Tewes, Corporate Affairs, Allianz SE:

Welchen Stellenwert hat Corporate Social Responsibility bei der Allianz?

Früher wurde CSR in den jeweiligen Landesgesellschaften eigenständig umgesetzt, es gab also von Land zu Land unterschiedliche Leitlinien. Dann kam die Überlegung, dass CSR auch zur Identifikation mit dem Unternehmen beitragen kann und deshalb gemeinschaftlich organisiert sein sollte. Dafür haben wir ein Konzept entwickelt und den Bereich "Allianz4Good" eingerichtet, in dem heute 30 Mitarbeiter beschäftigt sind. Neben CSR werden hier auch die Themen Nachhaltigkeit, Mikroversicherungen und Klimalösungen gesteuert. CSR hat damit einen globalen und strategischen Stellenwert bekommen.

Wie werden ethische Grundsätze bei der Allianz konkret umgesetzt?

Es gibt bei der Allianz – wie bei jedem anderen Unternehmen auch – verbindliche Richtlinien wie den Code of Conduct. Für uns ist aber vor allem die praktische Umsetzung wichtig. Das heißt zum einen eine explizite Kundenorientierung, zum anderen die Berücksichtigung der Mitarbeiter. Durch jährliche Befragungen stellen wir sicher, dass die Entlohnung der Führungskräfte neben der Kundenzufriedenheit auch von der Mitarbeiterzufriedenheit abhängt. Beides sind aus unserer Sicht Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, auch wenn sich manche Analysten eine ausschließlichere Kapitalmarktorientierung wünschen.

Die Deutsche Telekom AG:

Welchen Stellenwert hat Corporate Social Responsibility bei der Telekom?

Wir sind davon überzeugt, dass Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen. Unser CR-Engagement umfasst drei Handlungsfelder, die in direktem Zusammenhang mit unserem Kerngeschäft stehen und dem Leitsatz "Wir leben Verantwortung" folgen. Das erste Feld umfasst die Vernetzung von Leben und Arbeiten. Unser Ziel ist es, den Wandel in der zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt positiv mitzugestalten und die Lebensqualität der Menschen nachhaltig zu verbessern. Das zweite Handlungsfeld befasst sich mit unserem Anspruch, den Anschluss an die Informations- und Wissensgesellschaft zu ermöglichen. Die im April 2009 gestartete Initiative "Ich kann was!" ist das Leuchtturmprojekt dieses Handlungsfeldes. Sie unterstützt bundesweit Projekte und Einrichtungen in ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus wirtschaftlich und sozial schwächeren Verhältnissen mit bis zu 500.000 Euro pro Jahr. Mit dem dritten Handlungsfeld gehen wir den Weg zu einer klimaschonenden Gesellschaft, wobei wir nicht nur intern die Reduktion von Emissionen vorantreiben wollen, sondern auch unsere Kunden dazu befähigen, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Bei einem Telekommunikationsanbieter kommen Terabytes an persönlichen Informationen zusammen. Wie wird sichergestellt, dass mit empfindlichen Daten verantwortungsvoll umgegangen wird, und welche Kontrollinstanzen gibt es dafür?

Bei der Deutschen Telekom ist Datenschutz Chefsache: Als erster DAX30-Konzern hat sie 2008 ein eigenes Vorstandsressort für Datenschutz eingeführt. Der Umgang mit persönlichen Daten erfordert höchste Sensibilität und wirksame Kontrollmechanismen. Möglichen Zugriff auf personenbezogene Daten haben immer nur so viele Mitarbeiter wie nötig. Diese Mitarbeiter werden in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit speziell geschult und sensibilisiert. Wir legen zudem großen Wert auf ein hohes Niveau bei technisch-organisatorischen Maßnahmen. So werden unsere IT-Systeme vorab auf Datenschutz- und Datensicherheit überprüft. Darüber hinaus werden technische Vorkehrungen zur Missbrauchserkennung und –verhinderung kontinuierlich weiterentwickelt.

Welche ethischen Grundsätze vertritt die Telekom und wie werden diese konkret umgesetzt?

Bei der Deutschen Telekom gelten ethische Grundsätze wie Wertschätzung und Integrität. Das ist in den Konzernleitlinien und dem Verhaltenskodex der Deutschen Telekom verankert. Vom Vorstand bis zum Mitarbeiter sind alle aufgefordert, danach zu handeln. Der Compliance-Bereich stellt mit seinem Programm sicher, dauerhaft bei allen Beschäftigten das Bewusstsein dafür zu schaffen. Er setzt auf Vorbeugung gegen Fehlverhalten durch Schulungen und Beratung. Darüber hinaus stellt das Unternehmen ein Portal zu Verfügung, über das jeder (intern und extern) potenzielle Verstöße gegen die Richtlinien und gegen geltende Gesetze melden kann.

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