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Diese Extras sind steuerfrei

Münzen, Geld, Pling [Quelle: pixabay.com, Autor: Jakob_F]

Quelle: pixabay.com, Jakob_F

Es muss nicht immer eine Gehaltserhöhung sein. Auch Gutscheine, Rabatte und Sachleistungen können sich für Arbeitnehmer lohnen.

Die Freude über eine Gehaltserhöhung währt oft nicht lange. Spätestens mit der Abrechnung folgt die Ernüchterung: Nach Steuern und Sozialabgaben bleibt mitunter nur noch die Hälfte des zusätzlichen Geldes übrig. Eine Alternative können steuerbegünstigte Extras wie Sachleistungen sein. Häufig sind solche Leistungen komplett steuerfrei – und sie können beliebig kombiniert werden. Eine Auswahl:

Weiterbildung

Eine Studie des Digitalverbands Bitkom hat kürzlich gezeigt: Für knapp zwei Drittel der 855 befragten Geschäftsführer und Personalverantwortlichen sind Weiterbildungen das wichtigste Mittel, um Mitarbeiter für ihre Firma zu gewinnen. Damit die Kosten dafür nicht als Arbeitslohn versteuert werden, muss die Weiterbildung im ganz überwiegenden Interesse des Arbeitgebers erfolgen. Das trifft etwa auf einen Spanischkurs zu, wenn Angestellte in ihrem Job Spanisch sprechen müssen.

Jobticket

Zu den gerne verteilten Extras gehört bei beinahe jedem zweiten Personaler auch ein Jobticket für öffentliche Verkehrsmittel. Ab diesem Jahr ist das wieder steuerfrei. Dabei gibt es zwei Varianten. "Wenn der Arbeitgeber das Jobticket auf der Lohnsteuerbescheinigung ausweist, muss der Arbeitnehmer das in der Steuererklärung angeben und es reduziert seine Entfernungspauschale", sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler (BdSt). Die andere Variante gilt beispielsweise für Beschäftigte des Landes Hessen. Sie erhalten ein kostenloses "Landesticket". Das Land werde den geldwerten Vorteil als Arbeitgeber versteuern, teilt das zuständige Ministerium mit. Die Angestellten können daher in der Steuererklärung wie gewohnt ihre Entfernungspauschale als Werbungskosten geltend machen.

Smartphone und Laptop

Knapp jedes zweite Unternehmen will potenzielle Mitarbeiter laut Bitkom-Studie mit der jüngsten Generation von Smartphone, Tablet oder Computer locken. Dürfen Arbeitnehmer diese Geräte auch privat nutzen, muss dieser Vorteil nicht versteuert werden.

Altersvorsorge

Immerhin 13 Prozent der befragten Unternehmer setzen auf betriebliche Altersvorsorge. Eine mögliche Variante: "Der Arbeitgeber kann steuerfrei Beiträge in eine Pensionskasse, einen Pensionsfonds oder eine Direktversicherung einzahlen", sagt Klocke. Die Obergrenze liegt bei acht Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung. Für dieses Jahr sind das maximal 6.432 Euro.

Gesundheitsförderung

Für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter können Chefs einiges tun, immerhin zwölf Prozent erkennen darin ein wichtiges Lockmittel. Bis zu einem Betrag von jährlich 500 Euro bleiben zum Beispiel Kurse wie Rückengymnastik oder Raucherentwöhnung steuerfrei. "Ab diesem Jahr gilt das nur noch für Kurse, die zertifiziert sind", sagt Klocke. "Eine Übergangsregelung gibt es für Kurse, die Beschäftigte schon letztes Jahr begonnen haben."

Dienstfahrrad

Nur sieben Prozent der Befragten wollen Mitarbeiter mit einem Dienstwagen ködern. Kein Wunder, denn die private Nutzung muss versteuert werden. Anders ist es beim Dienstfahrrad: Ab diesem Jahr ist es steuerfrei. Das gilt auch für Räder mit Elektroantrieb – solange sie nicht verkehrsrechtlich als Kraftfahrzeug eingeordnet werden. Immerhin: Elektro-Kraftfahrzeuge dürfen Arbeitnehmer an der Ladestation ihres Arbeitgebers kostenlos und steuerfrei aufladen.

Kinderbetreuung

Zu den Extras, die in der Bitkom-Umfrage nicht erwähnt werden, zählt ein Zuschuss zur Unterbringung und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern. "Ob es sich um betriebliche oder außerbetriebliche Einrichtungen handelt, spielt dabei keine Rolle", sagt Klocke. Zusätzlich dürfen Arbeitgeber eine kurzfristige Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen im Wert von jährlich bis zu 600 Euro steuerfrei bereitstellen – sofern diese zwingend notwendig und beruflich veranlasst ist.

Gutscheine

Pro Monat können Arbeitnehmer Sachbezüge in Höhe von 44 Euro steuerfrei einstreichen. Dazu zählen auch Gutscheine und Tankkarten. Klocke warnt jedoch: "Wird der Betrag nur um einen Cent überschritten, wird der gesamte Sachbezug steuerpflichtig."

Rabatte

Besonders interessant für Angestellte, die bei Herstellern von Möbeln, Autos oder Mode arbeiten: Belegschaftsrabatte sind bis zu 1.080 Euro pro Jahr steuerfrei.

Arbeitgeberdarlehen

Bei einem kleinen finanziellen Engpass kann der Chef helfen: Gibt er einem Angestellten ein zinsloses oder zinsverbilligtes Arbeitgeberdarlehen bis maximal 2.600 Euro, ist die Zinsersparnis steuer- und sozialversicherungsfrei.

Aufmerksamkeiten

Zu besonderen Anlässen wie Jubiläen dürfen Chefs Geschenke im Wert von bis zu 60 Euro verteilen. "Den Grund für das Präsent müssen die Unternehmen genau dokumentieren, ein wöchentlicher Blumenstrauß wäre beispielsweise nicht drin", sagt Klocke. 

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