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Die Gehälter der e-fellows im Check

Gehalt, Geld verdienen, Boss, Frau, Gehaltsdatenbank [Quelle: unsplash.com, Autor: Brooke Lark]

Quelle: unsplash.com, Brooke Lark

e-fellows gehören zu den Spitzenverdienern Deutschlands. Doch welche Fachgruppe hat beim Einkommen die Nase vorn? Für wen lohnt sich die Promotion besonders, und wer kann seine Berufserfahrung in bare Münze umwandeln? Ein Blick in unsere Gehaltsdatenbank verrät es dir.

67.400 Euro beträgt das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen eines e-fellows laut der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank. Damit verdienen die über 6.000 Teilnehmer deutlich besser als der bundesweite Durchschnitt: Diesen beziffert die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Bundesamt auf 46.560 Euro. Doch selbst das erreicht ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer nicht.

Während sich Otto Normalverbraucher über das Einkommen des durchschnittlichen e-fellows freuen würden, dürfte es auf unseren Tabellenführer erschreckend gering wirken. Mit einem angegebenen Jahresbrutto von 600.000 Euro setzt sich der selbstständige, promovierte Notar mit Abstand an die Spitze der Gehaltsdatenbank. Im Tabellenkeller drängen sich Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter mit Gehältern um die 20.000 Euro, was insbesondere bei den Doktoranden möglicherweise auf Halbtags- oder Viertelstellen zurückzuführen ist. 

Welche Fachrichtung verdient am meisten?

Dass der derzeit bestverdienende e-fellow in der Gehaltsdatenbank Jurist ist, wundert mit Blick auf die Durchschnittsgehälter nach Studienrichtung kaum. Auch hier führen die Juristen unter den e-fellows mit einem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen von 76.100 Euro die Tabelle an. Damit verbessern sich Anwälte, Notare und Co. im Vergleich zur Auswertung von 2018 sogar noch einmal um 3.000 Euro brutto jährlich und bauen auch ihren Vorsprung auf andere Fachgruppen weiter aus.

Erst mit einigem Abstand folgen ihnen die Gruppe der Informatiker, Mathematiker und Physiker sowie der Wirtschaftswissenschaftler. Mit durchschnittlich 69.200 Euro laufen Erstere dabei den Wiwis den Rang ab. Diese landen mit 67.600 Euro auf Platz drei. Dicht auf den Fersen sind den Wirtschaftswissenschaftlern die Ingenieure mit 67.500 Euro.

Danach folgen mit einigem Abstand die Naturwissenschaftler und Mediziner mit 61.700 Euro Jahresbruttoeinkommen und – mit noch größerem Abstand – die Geisteswissenschaftler unter den e-fellows mit lediglich 53.500 Euro. Wobei sich Letztere im Vergleich zur Auswertung 2018 um immerhin 1.700 Euro brutto verbessern konnten. 

Was verdienen e-fellows nach Bachelor, Master oder Promotion?

Die an der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank teilnehmenden Bachelor-Absolventen (n=1195) verdienen durchschnittlich 47.600 Euro; mit Diplom, Staatsexamen oder Master-Abschluss (n=4176) sind es bereits 67.000 Euro und somit 19.400 Euro mehr Gehalt, was eine Verbesserung um 29 Prozent bedeutet.

Auf den ersten Blick ein großer Sprung – er dürfte aber zumindest in Teilen auch dadurch zu erklären sein, dass viele in der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank eingetragenen Bachelor-Absolventen nach dem ersten Abschluss weiter studieren und ihre Gehälter somit nur einer Teilzeitstelle entsprechen. Die Master-Absolventen verdienen demnach vermutlich auch aufgrund ihrer höheren Arbeitszeit mehr.

Besonders stark heben sich die Diplom-/Master-Gehälter der Wirtschaftswissenschaftler ab, für die der höhere Abschluss mit knapp 23.000 Euro im Vergleich zum Bachelor zu Buche schlägt. Mit 71.600 Euro liegen die Gehälter der Wiwis damit auch an der Spitze aller Diplom- und Master-Absolventen unter den e-fellows, gefolgt von den Mathematikern, Physikern und Informatikern (66.000 Euro), den Juristen (64.900 Euro), den Ingenieuren (64.600 Euro), den Geisteswissenschaftlern (55.700 Euro) und dem Schlusslicht, den Naturwissenschaftlern (48.500 Euro).

Gerade die Naturwissenschaftler profitieren laut der e-fellows.net-Gehaltsdatenbank besonders von einer Promotion, die ihnen ein sattes Gehaltsplus von 26.200 Euro oder 35 Prozent im Vergleich zu ihrem durchschnittlichen Diplom- oder Master-Gehalt beschert. Die extreme Verbesserung erklärt sich womöglich auch dadurch, dass viele Natwi-Master-Absolventen als Doktoranden naturgemäß schlecht verdienen, während sie anschließend in der freien Wirtschaft einen umso größeren Sprung hinlegen.

Der größte Gehaltsunterschied lässt sich jedoch bei den Juristen feststellen. Diese können nach einer Promotion durchschnittlich mit einem satten Plus von 40 Prozent oder 43.800 Euro rechnen. Schlusslicht sind die Geisteswissenschaftler, denen der Doktortitel jährlich lediglich 14.600 Euro mehr beschert.

Zahlt sich Berufserfahrung aus?

Doch nicht nur ein hoher Bildungsabschluss macht sich auf dem monatlichen Gehaltszettel bemerkbar. Wie unsere Datenbank zeigt, steigt das Einkommen in allen Fachgruppen im Laufe der Jahre an. In ihren ersten beiden Berufsjahren verdienen die carca 6.000 teilnehmenden e-fellows durchschnittlich 52.500 Euro. Angeführt werden die Gehälter bereits in dieser ersten Phase von den Juristen, die sich über 60.300 Euro freuen. Auf den Fersen sind ihnen die sehr hoch einsteigenden Mathematiker, Informatiker und Physiker mit 55.900 Euro, gefolgt von den Ingenieuren mit 53.200 Euro.

Die in vielen anderen Rankings führenden Wirtschaftswissenschaftler landen in ihren ersten beiden Berufsjahren mit 50.800 Euro in unserer Auswertung knapp hinter den Medizinern und Naturwissenschaftlern, die zu Beginn ihrer Karriere immerhin 51.000 Euro einstreichen. Auf dem letzten Platz folgen alle Geisteswissenschaftler mit einem durchschnittlichen Jahresbrutto von 42.100 Euro.

Um 23 Prozent auf 67.800 Euro steigen in den darauffolgenden drei Jahren die Durchschnittsgehälter aller e-fellows. Mit 25 Prozent den größten Sprung machen dabei die Wiwis, die sich mit 67.400 Euro in der Einkommenstabelle auf Platz drei vorkämpfen. Mit 24 Prozent ebenfalls stark zulegen können die Juristen, die mit 79.500 Euro die Tabelle weiter anführen.

Ingenieure und die stark einsteigenden Informatiker hingegen machen mit jeweils 20 Prozent nur einen unterdurchschnittlichen Sprung. Die Ingenieure unter den e-fellows landen somit nach zwei bis fünf Jahren mit 66.200 nur auf einem der hinteren Ränge, während die Informatiker, Mathematiker und Physiker dank starkem Einstieg mit nunmehr durchschnittlich 70.300 Euro immer noch auf Platz zwei liegen.

Nach fünf Jahren oder mehr verdienen die e-fellows im Schnitt 99.700 Euro und somit 47 Prozent mehr als nach nur zwei Jahren. Besonders bemerkenswert ist der finanzielle Fortschritt bei den Wirtschaftswissenschaftlern, die sich um sagenhafte 51 Prozent auf im Schnitt 104.600 Euro verbessern. Die Gehälter von Programmierern und Co. hingegen wachsen nur um 38 Prozent auf 90.900 Euro an, was die Gruppe der Informatiker, Mathematiker und Physiker unter den e-fellows nach fünf Jahren auf einen der hinteren Ränge zurückwirft.

Vor ihnen landen unter anderem die Ingenieure, die sich um 43 Prozent auf 93.800 Euro verbessern. Angeführt wird auch diese Tabelle von den Juristen, die nach fünf Jahren mit 128.200 Euro jährlich nach Hause gehen. Schlusslicht sind erneut die Geisteswissenschaftler, die sich lediglich auf 74.600 Euro hocharbeiten können.

Bedeuten mehr Mitarbeiter und Personalverantwortung wirklich mehr Gehalt?

Ja! Unsere Gehaltsdatenbank belegt diese weit verbreitete Vermutung. Je mehr Mitarbeiter eine Firma hat, desto höher sind die Gehälter. So verdienen e-fellows in Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern im Schnitt nur 56.500 Euro, in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern schon 59.100 Euro. In ähnlichen Abständen geht es auch anschließend weiter die Gehaltsleiter hoch: Firmen mit 100 bis 1.000 Mitarbeitern zahlen bereits 64.300 Euro, bei bis zu 5.000 Mitarbeitern werden es 68.000 Euro und bei mehr als 5.000 Mitarbeitern winken schließlich 71.500 Euro.

Wenig überraschend sind auch die Auswirkungen von Personalverantwortung auf das Gehalt. Während e-fellows ohne Führungsposition über alle Fachgruppen hinweg durchschnittlich 62.400 Euro verdienen, freuen sich e-fellows in leitenden Funktionen über 30.200 Euro mehr Gehalt, also insgesamt 92.600 Euro jährlich. Besonders interessant ist eine Führungsposition für Wirtschaftswissenschaftler, die mit 98.800 Euro 38 Prozent mehr verdienen als ihre Kollegen ohne leitende Funktion (61.600 Euro).

Ingenieure profitieren beim Antritt einer Führungsposition hingegen eher unterdurchschnittlich: Sie verbessern sich gehaltstechnisch lediglich um 25 Prozent auf 85.700 Euro im Vergleich zu ihren Kollegen ohne Personalverantwortung mit 63.700 Euro. Und auch hier profitiert die Fachgruppe der Juristen. Mit einer Steigerung von 31 Prozent auf 103.500 Euro gehören Notare, Anwälte, Richter und Co. zu den bestverdienenden Führungspersonen innerhalb der e-fellows-Datenbank.

Schlusslicht bilden auch hier die Geisteswissenschaftler, die von einem Anstieg von 30 Prozent auf 71.000 Euro profitieren, sobald sie eine Führungsposition erlangen.

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Wer weiß, was seine Qualifikationen wert ist, hat beim Gehaltspoker bessere Karten. In unserer großen Gehaltsdatenbank kannst du nachsehen, was andere e-fellows in deiner Position verdienen.

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Kommentare (2)

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  1. Anonym

    Danke für dein Feedback. Wir prüfen, ob wir die Wochenarbeitszeit als Kriterium ergänzen können (gilt dann natürlich nur für neue Einträge).

  2. Anonym

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit Master und unter zwei Jahren Berufserfahrung mit Wirtschaftswissenschaften/ -ingenieurwesen 500.000 Jahresbrutto erhält. Sorry. und eure Extremwerte von 400+ und und die ganze Kleinbeträge <10k machen das ganze auch nicht besser. Zusätzlich solltet ihr nach den Wochenstunden erfragen. Dann kann man das ganze schon einteilen. 15.000 Jahresbrutto ist bei 40 Stunden nicht viel, aber bei 15 Stunden sieht das ganze wieder anders aus. Eventuell noch die Überstunden erfragen? Werden sicher auch genug geleistet.

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