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So wird die Wohnungsbewerbung ein Erfolg

Schlüssel, Türschloss [Quelle: pexels.com, Autor: Andrea Piacquadio]

Quelle: pexels.com, Andrea Piacquadio

Du bist auf der Suche nach einer Mietwohnung? Dann brauchst du gerade in begehrten Wohngegenden aussagekräftige Bewerbungsunterlagen. Erfahr, wie du mit einer guten Wohnungsbewerbung Vermieter von dir überzeugst. 

Vermieter:innen wünschen sich solvente und stressfreie Mieter:innen. Doppelt vorsichtig ist, wer einmal mit Mietnomaden zu tun hatte, die die Wohnung verwüstet haben. Auch ein harmonisches Zusammenleben mit der Nachbarschaft ist für alle wünschenswert. Statt mit Streitlust punktest du daher mit Authentizität und Sympathie. Wie kannst du das in deiner Wohnungsbewerbung vermitteln?

Das muss drinstehen

Wenn du liest, was alles zu einer Wohnungsbewerbung gehört, ahnst du bereits, dass die Zusammenstellung der Unterlagen viel Zeit kosten wird. Du brauchst Informationen zur Haushaltsgröße, zu Art und Umfang der monatlichen Einkünfte, zum Alter und zusätzliche Bonitätsnachweise.

Wenn du dich nicht in einem klassischen Angestelltenverhältnis befindest, brauchst du natürlich ebenfalls Nachweise. Bist du selbstständig oder freiberuflich tätig, kannst du Vermieter:innen mit einer aktuellen Einkommenssteuererklärung Sicherheit bieten. Solltest du gerade ein Studium oder eine Ausbildung absolvieren, legst du am besten ungefragt eine Bürgschaft zu deinen Unterlagen. Ohne diese Dokumente wirst du gerade in Ballungsgebieten sehr selten berücksichtigt.

Wichtig ist auch, dass du ein Bewerbungsanschreiben erstellst, in dem du dich als Wohnungsinteressent:in vorstellst. Bau das Anschreiben am besten wie einen klassischen Geschäftsbrief auf und formulier im Zweifel lieber etwas zu formell als zu umgangssprachlich.

Das Anschreiben für die Mietwohnung – je nach Lebenssituation anders

Als Student:in kannst du auf Elternbürgschaften sowie auf Nebentätigkeiten verweisen. Positiv wirkt es zudem, wenn du dein Interesse an einem ruhigen Wohnumfeld für die Lern- und Prüfungsphasen beschreibst. Ebenfalls gern gesehen sind Hinweise auf handwerkliches Geschick. Wenn du von Anfang an kommunizierst, dass es kein Problem für dich ist, mal einen Pinsel in die Hand zu nehmen oder einen tropfenden Wasserhahn zu reparieren, hast du klar die besseren Karten.

Berufstätige Paare oder Singles sind oft gern gesehene Mieter:innen, da sie meistens viel Zeit in der Arbeit verbringen und ein regelmäßiges Einkommen haben. Verweist du im Bewerbungsanschreiben auf ruhige Freizeitaktivitäten und im Fall von Paarwohnungen auf den Doppelverdienerstatus, kommt das bei Vermieter:innen gut an. Wenn du außerdem grundsätzliche Hilfsbereitschaft bei Garten- oder kleinen Reparaturaufgaben signalisierst, erhöht das deine Chancen zusätzlich.

Alleinerziehende können mit dem Hinweis auf eine gute Organisation und ein bestehendes Betreuungsnetzwerk den möglichen Fragen oder Bedenken der Vermieter:innen direkt etwas entgegensetzen. Beton darüber hinaus gerne auch ein lange währendes, vertrauensvolles Angestelltenverhältnis. Mit Formulierungen wie "natürlich sind Aufgaben wie Flur- und Kellerreinigung für mich selbstverständlich. Die zuverlässige Absprache hat in meinem vorherigen Wohnumfeld stets problemlos geklappt" erscheinst du zusätzlich sympathisch und verbindlich.  

Familien nehmen Vermieter:innen am besten direkt den Wind aus den Segeln, indem sie das potenzielle Verhältnis zu den Nachbarn – ein klassischer Konfliktherd – direkt ansprechen. Erwähn im Anschreiben ein harmonisches Miteinander im letzten Miethaus und schreib von einer positiven, wertschätzenden Atmosphäre, von der alle profitiert haben.

So erhöhst du die Chance, eine Wohnung zu bekommen

Wenn du deine Bewerbung persönlich und passgenau gestaltest, wird deine Wohnungssuche tendenziell deutlich erfolgreicher: Was gefällt dir an dem Viertel? Wie hoch ist dein Einkommen? Wer ist dein Arbeitgeber? Warum möchtest du umziehen? Frag dich, was Vermieter:innen interessieren könnte – und was irrelevant ist. Korrekte Adressen und vollständige Angaben sind dabei genauso wichtig wie ein passender Betreff. Bei vielen E-Mails oder vielen ausgedruckten Mappen verschafft dir eine klare Präsentation der wichtigsten Informationen einen Vorteil!

  • Foto für die Wohnungsbewerbung – ja oder nein?
    Die Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt schläft nicht. Bevor du also lange überlegst, ob ein Bild dazugehört oder nicht, such lieber gleich ein passendes Foto heraus. Der Gesamteindruck zu deiner Person wird durch ein stimmiges und sympathisches Bild mindestens ergänzt. Genau wie bei einer Jobbewerbung solltest du auch hier kein billiges Passbild verwenden, sondern auf Qualität setzen. Deine Kleidung auf dem Bild darf zu diesem Anlass aber deutlich freizeitbezogener sein. Am besten versammelst du alle Menschen und Haustiere, mit denen du umziehst, auf einem Foto. So wird die Bewerbung um die neue Wohnung auch gleich Anlass für ein schönes Erinnerungsbild.
  • Lieber ein paar Dokumente mehr für die Bewerbungsunterlagen
    Je umfassender und konkreter du dich vorstellst, desto besser. Optional kannst du die bereits genannten Informationsgrundlagen wie Anschreiben und Gehaltsabrechnung durch weitere Dokumente, wie einem kurzen Lebenslauf mit wichtigen Eckdaten oder einem Referenzschreiben von Arbeitgeber:innen und bisherigen Vermieter:innen, ergänzen.

Hast du einmal eine Bewerbung für eine Wohnung erstellt, kannst du diese auch immer wieder in leicht angepasster Version für weitere Wohnungsbewerbungen nutzen. Die Arbeit ist also nicht umsonst, wenn es mit der ersten Mietwohnung nicht direkt klappt.

Die Selbstauskunft

Warst du mit deiner Bewerbung erfolgreich, zählt das Ausfüllen der sogenannten Mieterselbstauskunft noch zu einem der letzten wichtigen Schritte vor dem Vertragsabschluss. Du bist nicht gesetzlich dazu verpflichtet, das Formular auszufüllen, doch ohne geht es meistens kaum. Beantwortest du die wichtigen Fragen nach Verdienst, Einkommensverhältnis und Schulden nicht wahrheitsgemäß, kann dein neuer Mietvertrag angefochten oder gar gekündigt werden.

Aber: Fragen, die sich auf dein Privatleben beziehen, musst du nicht konkret beantworten. Wirst du nach deiner Religion, deinen Familienplänen, deiner Herkunft, deinen Mitgliedschaften in Vereinen, Verbänden oder Parteien, oder nach deiner sexuellen Orientierung und Hobbys gefragt, solltest du dir gut überlegen, ob du dieses Mietverhältnis wirklich eingehen möchtest, da hier weiterer Ärger vorprogrammiert sein könnte.

Die Checkliste für deine Wohnungsbewerbung

Bevor du deine Unterlagen verschickst, solltest du diese noch einmal in Ruhe auf mögliche Fehler und etwaige Unvollständigkeiten überprüfen. Die Formulierung "sollten Sie noch weitere Nachweise oder Dokumente wünschen, lassen Sie mich das bitte wissen und ich reiche diese umgehend nach" ist immer günstig, um dein Entgegenkommen zu signalisieren.

Hast du an die folgenden Dokumente gedacht?

  • Bewerbungsanschreiben für die Wohnung, auch "Motivationsschreiben" genannt
  • Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
  • Einkommensnachweis
  • SCHUFA-Auskunft
  • Personalausweiskopie (alternativ: Kopie der Meldebestätigung oder des Reisepasses)
  • ggf. ausgefüllte Mieterselbstauskunft

Die Dokumente sollten geordnet mit kleinem Inhalts- oder Anlagenverzeichnis vorliegen. Am besten druckst du sie in guter Qualität aus und hast sie gleichzeitig digital in Form einer PDF-Datei parat. So kannst du auf Termine vor Ort wie auch auf E-Mails schnell reagieren.

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