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Erfolgreich mit der Veränderungsformel

Rakete Start Durchstarten [Quelle: unsplash.com, Autor: Pixabay]

Quelle: unsplash.com, Pixabay

Einen Ratgeber nach dem anderen verschlingen, aber nichts von den Anregungen darin umsetzen – das ist für Dennis Fischer ("52 Wege zum Erfolg") verschwendete Lebenszeit. Warum das so ist und wie du von Ratgeberbüchern wirklich profitieren kannst, erklärt der Coach und Autor dir hier.

Seit mittlerweile drei Jahren lese ich jede Woche ein Ratgeberbuch und stelle es anschließend auf meinem Blog 52ways.de vor. Genauso lange werde ich danach gefragt, was denn die wichtigste Erkenntnis sei, die ich aus so vielen Business-Ratgebern mitgenommen hätte. Darauf gibt es für mich nur eine Antwort: "Vom Lesen allein wirst du nicht erfolgreich, sondern vom Machen!" Das Wort "Umsatz" kommt nämlich auch von "Umsetzen".

Viel Lesen hilft nicht unbedingt viel

Doch wirklich ins Handeln zu kommen, das ist leichter gesagt als getan. 90 Prozent meiner Blogleser scheitern – unabhängig von Alter, Einkommen oder beruflichem Hintergrund – an der Umsetzung des Gelesenen im Alltag. Sie alle sind begeisterte Leser, setzen dann aber kaum etwas praktisch um. Das ist ein großer Fehler! Denn so hat man immer das Gefühl, etwas für sich und seine Bildung zu tun, aber in Wirklichkeit lenkt man sich nur davon ab, endlich loszulegen.

Mein Tipp: Lies lieber nur alle zwei Monate ein Buch, aber integriere ganz konsequent etwas daraus in dein Leben! Dabei hilft es, wenn du schon während der Lektüre die Stellen markierst, wo du wichtige Impulse oder gute Tipps erhalten hast.

Sobald du das Buch zu Ende gelesen hast, geht du einfach die betreffenden Seiten noch einmal durch, notierst dir die dort beschriebenen Tipps auf ein Blatt / in ein Notizbuch und arbeitest sie in den nächsten Wochen nach und nach ab. Ich mache das genauso und ich kann nur sagen: Es funktioniert!

Die Veränderungsformel

In meinen Coachings verwende ich eine Formel, um zu erklären, warum die meisten Menschen lieber passiv konsumieren als selbst aktiv zu werden. Sie heißt die "Veränderungsformel" und sieht aus wie folgt:

U x V x S > K

"U" steht dabei für die Unzufriedenheit, "V" für die Vision, "S" für die konkreten nächsten Schritte und "K" für die Kosten. Zunächst muss eine Unzufriedenheit vorhanden sein, um Veränderungen anzustoßen. Wenn diese nicht groß genug ist, bleiben wir bequem und es fällt uns schwer, den ersten Schritt zu gehen. Warum sollten wir uns zum Beispiel selbständig machen, wenn wir eine sichere und gut bezahlte Festanstellung haben?

Wichtig für die Umsetzung ist vor allem das V, also die Vision. Sie sollte klar ausgearbeitet sein. Selbst wenn wir sehr unzufrieden in unserem aktuellen Job sind, müssen wir wissen, wohin wir gehen und wie genau wir dort hingelangen. Dafür ist es wichtig, die nächsten Schritte zu definieren. Dabei machen viele Menschen jedoch einen Fehler: Sie erstellen einen perfekten, Schritt für Schritt heruntergebrochenen Plan. Dann kommt bei Schritt drei von 100 allerdings etwas Unvorhergesehenes dazwischen und der komplette Plan muss verworfen werden.

Ich empfehle daher: Wenn du deine nächsten Schritte definierst - überleg dir nicht nur, wie der perfekte Weg aussehen kann, sondern auch, welche Stolpersteine es gibt. Dann kannst du entsprechend reagieren, falls nicht alles perfekt verläuft.

Die andere Seite der Medaille: Kosten

Auf der rechten Seite der Formel sind die Kosten. Alle vorangegangenen Punkte sollten für dich größer und wichtiger sein als die dafür notwendigen Kosten. Diese können etwa monetärer Natur sein, aber auch persönliche Opfer miteinbeziehen. Wenn jemand beispielsweise Karriere in Japan machen möchte, dafür aber seine Familie in Deutschland zurücklassen müsste, wären vielen Menschen die Kosten zu hoch, um den Plan umzusetzen. Es lohnt sich also, die entstehenden Kosten vorab zu überprüfen.

Ein Appell zum Schluss

Wenn du jetzt am Ende dieses Textes angelangt bist, solltest du dir zehn Minuten nehmen, um etwas umzusetzen, das du gedanklich schon fertig durchdacht hast, dich aber nicht anzufangen getraut hast. Wenn dir die Hürde noch zu hoch erscheint, hilft es vielleicht, wenn du dir eine Rakete vorstellst: Sie benötigt den Großteil ihrer Energie in den ersten Minuten nach dem Start. Sie verbrennt viel Treibstoff, um erst einmal den Erdboden zu verlassen und in dünnere Luftschichten vorzudringen. Je näher sie dem Weltall kommt, desto weniger Energie benötigt sie aber, und sobald sie sich in der Schwerelosigkeit befindet, braucht sie nur noch ab und zu einen Schub, um die Richtung zu halten.

Genauso ist es bei dir. Je länger du auf dein Ziel hinarbeitest, desto leichter wird es. In diesem Sinne: Viel Spaß beim Umsetzen!

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