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Wie finde ich die besten ETFs?

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Quelle: unsplash.com, Notreone

Mehr als 3900 Milliarden Dollar sind zurzeit in ETFs angelegt. Die Indexfonds sollen einen Börsenindex so exakt wie möglich abbilden. Wenn das so einfach wäre.

Mit großen Worten soll man vorsichtig sein. Doch in der Welt der Geldanlage vollzieht sich derzeit nichts Geringeres als eine Zeitenwende. Ein auf den ersten Blick unverständliches Kürzel gewinnt bei den Anlegern immer mehr an Beliebtheit: Es hat sich herumgesprochen, dass ETFs (die Abkürzung steht für Exchange Traded Funds, also börsengehandelte Indexfonds) nicht die schlechteste Idee sind, um das eigene Geld zu investieren. Mehr als 3900 Milliarden Dollar sind zurzeit in ETFs angelegt – so viel wie noch nie.

Diese Indexfonds unterscheiden sich von klassischen Fonds im Wesentlichen in zwei Punkten. Erstens kosten sie in der Regel geringere Gebühren. Und zweitens folgen sie einer Erkenntnis, für die der Ökonom Eugene Fama 2013 den Nobelpreis erhalten hat: Auf Dauer kann niemand, auch nicht der cleverste Fondsmanager, mit seinen Anlageentscheidungen eine bessere Wertentwicklung erzielen als der Markt als Ganzes.

Darum folgen ETFs einem einfachen Prinzip. Sie bilden schlicht die Wertentwicklung des Aktienmarktes als Ganzes ab. Steigt beispielsweise der Dax um drei Prozent, gewinnt auch ein Dax-ETF um drei Prozent hinzu. Fällt der Dax dagegen um drei Prozent, verliert auch der ETF drei Prozent an Wert. So weit die Theorie. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass dies längst nicht immer so großartig funktioniert. Denn kein ETF schafft es, einen zugrundeliegenden Index wie den Dax wirklich eins zu eins abzubilden. Es kommt zu Abweichungen, die mal größer und mal kleiner ausfallen. Die Fondsexperten nennen das die Tracking-Difference. Je größer sie ist, umso sicherer lässt dies den Schluss zu: Da macht ein ETF-Anbieter seine Arbeit nicht wirklich gut.

Für jeden Aktienkauf fallen Handelskosten an

Woran aber liegt es, dass die Indexfonds ihr Versprechen nicht richtig einlösen? Dafür gibt es mehrere Gründe. Der erste lautet: Auch, wenn es einfach klingt – um einen Index wie den Dax oder den amerikanischen S&P 500 nachzubilden, ist höchste Präzision vonnöten. Die lässt sich aber nicht immer erreichen. So kaufen viel ETFs nicht alle Aktien, die in einem Index vertreten sind. Da zum Beispiel im S&P 500 eine Menge Aktien (nämlich genau 500) enthalten sind, beschränken sich manche Anbieter nur auf eine bestimmte Auswahl an Aktien, die sich in der Regel so verhalten wie der Index als Ganzes. Diese Methode hört in der Fachsprache auf den Namen Sampling. Sie führt jedoch häufig zu einer kleinen Abweichung zwischen der Wertentwicklung des Index und des ETFs.

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